KunstArchitektur

Einfach gut: Ausstellung zum Reformarchitekten Heinrich Tessenow

15.03.2024 - 23.06.2024
Mit seinen Gartenstadtentwürfen, Wohnhäusern und Schulen wurde Heinrich Tessenow zu einer der Leitfiguren der deutschen Reformarchitektur des frühen 20. Jahrhunderts. Das Baukunstarchiv NRW widmet dem Advokaten der Einfachheit eine umfassende Werkschau.

„Das Einfache ist nicht immer das Beste; aber das Beste ist immer einfach“. Das Zitat Heinrich Tessenows bringt nicht nur sein architektonisches Credo auf den Punkt, es ist darüber hinaus zum geflügelten Wort geworden. Tessenow, geboren 1876 in Rostock, gestorben 1950 in Berlin, erwarb sich als Hochschullehrer ebenso große Verdienste wie als Baumeister. An Akademien und Hochschulen in Berlin, Dresden, Trier und Wien vermittelte der im Deutschen Werkbund engagierte Reformer sein Ideal der zweckdienlichen Simplizität.

Am bekanntesten wurde die Bildungsanstalt Jaques-Dalcroze, die Tessenow 1911–1912 in der heute zu Dresden gehörenden Gartenstadt Hellerau errichtete. Das Festspielhaus Hellerau, wie es inzwischen heißt, spielt auch eine gewichtige Rolle in der Dortmunder Ausstellung, die der Schweizer Architekt Martin Boesch konzipiert hat. Zeichnungen, Modelle, Fotografien und digitale Projektionen vermitteln im Baukunstarchiv NRW ein umfassendes Bild der regen Bautätigkeit, die Heinrich Tessenow über Jahrzehnte entfaltete. Zur Ausstellung ist eine von Martin Boesch herausgegebene Werkmonografie erschienen.

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Einfach gut: Ausstellung zum Reformarchitekten Heinrich Tessenow

15.03.2024 - 23.06.2024

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