
Die eigene Herkunft ist Kern seiner Kunst: Als ältestes Kind einer jüdisch-orthodoxen Familie wuchs Marc Chagall in einer kleinen Stadt im heutigen Belarus auf. In seinen oft phantastisch-poetischen Bildern wird er später immer wieder vom Alltag und den Gebräuchen erzählen, aber auch von Ausgrenzung und Pogromen. Die Ausstellung im 40. Todesjahr des russisch-französischen Malers ist eine Kooperation mit der Albertina in Wien und zeigt rund hundert Werke aus allen Schaffensphasen. Ein Schwerpunkt liegt auf Chagalls frühen Arbeiten, entstanden zwischen 1910 und 1923, als der junge Künstler in Paris mit dem Fauvismus und dem Kubismus experimentierte, dabei die neuen Tendenzen mit jüdischen Motiven und russischer Folklore kombinierte. Zu entdecken ist in der Schau aber auch eine weniger bekannte dunkle und gesellschaftskritische Seite des Künstlers, mit Bildern, die bis heute ihre Relevanz nicht verloren haben.
Mit Schauspieler Aaron Altaras durch die große Chagall-Ausstellung
Den Audioguide zur Ausstellung hat der Schauspieler Aaron Altaras eingesprochen. Bekannt ist Altaras etwa durch seine Hauptrolle der Serie „Die Zweiflers“, für die er 2024 mit dem Deutschen Fernsehpreis als Bester Schauspieler ausgezeichnet wurde. In rund 30 Minuten bietet der kostenfreie Audioguide lässt sich über einen QR-Code mit dem eigenen Smartphone abrufen und bietet eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Werke Marc Chagalls – von seinen frühen Arbeiten bis zum Spätwerk (dafür sollte man einen Kopfhörer mitbringen).

