Das im Neo-Renaissance-Stil errichtete Schloss beherbergt auf 8.100 m² Wohn- und Nutzfläche 269 Räume, die meisten davon mit wahrhaft schlossähnlichen Ausmaßen und ebensolchem Ambiente, etwa schwerer Holz- und Ledervertäfelung an den Wänden.
Von Anfang an war die Villa mit den technischen Raffinessen der Zeit wie Telefon und einer Warmwasserheizung ausgestattet; wenig bekannt ist, dass sie auch ein Schwimmbad beherbergt. Der imposante Bau befindet sich in einem 28 Hektar großen Park an prominenter Stelle über dem Ruhrtal, für die Arbeiten in Haus und Gärten waren 1914 nicht weniger als 648 Personen in Dienst.
1890 besuchte Kaiser Wilhelm II. zum ersten Mal den damaligen Firmeninhaber Friedrich Alfred Krupp in der Villa Hügel; weitere Besuche folgten. Der letzte Krupp, Alfried, verzichtete auf das Wohnen in dem eher kühl wirkenden Anwesen und baute sich ein Bungalow nahebei.
Seit 1953 finden in der Villa Hügel regelmäßig große Kunstausstellungen statt. Außerhalb der Ausstellungszeiten sind die historischen Wohnräume, der Park sowie die historische Ausstellung Krupp zu besichtigen. Verwaltet wird die Villa Hügel von der Kulturstiftung Ruhr.
