

Die Romane von Lisa Roy und John von Düffel, die altersmäßig rund eine Generation trennt, sind durch familiäre Leerstellen verbunden: die verschwundene Mutter und der tote Vater bringen die Handlungen ins Rollen. In rauem Ruhrpott-typischen Tonfall erzählt Roy in ihrem Debüt von Arielle, die nach Jahren in ihre Heimat Essen zurückkehrt, um sich um ihre Großmutter zu kümmern und ihre spurlos verschwundene Mutter zu suchen. John von Düffels ‹Der brennende See› dagegen ist ein Roman über das Miteinander der Generationen, zwischen den Erblasten der Vergangenheit auf der einen Seite und einer sich rasant verändernden Zukunft auf der anderen. Die Protagonistin Hannah begibt sich nach dem Tod ihres Vaters auf Spurensuche und muss bald erkennen, dass nicht nur die vertraute Landschaft ihrer Kindheit sich in Staub und Rauch auflöst.
Begleitet wird der Abend von Eckhard Wiemann am Klavier.
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