
Marc Ribot ist ein musikalisches Chamäleon der Extraklasse. Nicht nur weil er an der Gitarre locker zwischen Mainstream und Avantgarde umswitchen kann. Als Sideman oder Projektleiter gehen dem Mann einfach nicht die Ideen aus. Mal malträtiert er seine Gitarre gnadenlos im Zusammenspiel mit Jazz-Saxophonist John Zorn. Dann schlüpft Ribot in schräge Latino-Klangklamotten und erweckt zwischendurch den Geist von Free-Ikone Albert Ayler.
Jetzt ist der amerikanische Tausendsassa nur mit seiner Gitarre unterwegs. Und was seine Fangemeinde da erwartet wird, hat der Kritiker der „Financial Times“ jüngst einmal so beschrieben: „Marc Ribots einzigartige Herangehensweise an die Gitarre komprimiert Schwaden von Americana in ein volles Spektrum von Jazz und rührt eine kräftige Prise Punk-Attitüde hinein.“