
„Spielkinder“ nennen sich die vier eigenständigen Künstler*innen, wenn sie sich als Geschwister zusammentun. Lina und Maja Beckmann sind Königinnen des Stadttheaters, beide jeweils zur „Schauspielerin des Jahres“ gekürt, die eine ist engagiert am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, die andere am Schauspielhaus Zürich. Die Brüder Nils und Till Beckmann sind heimattreu und machen in Nordrhein-Westfalen Theater, Hörspiele, Projekte auf allen Kanälen. Mehrfach haben sie sich mit Texten Rothmanns befasst, sie auf die Bühne und auf die Leinwand gebracht. Und die Familie hat sich erweitert um Partner und Partnerin, Freund und Freundin.
Charly Hübner – Ex-Kommissar Buckow vom Rostocker „Polizeiruf“, Starschauspieler nicht nur in Hamburg und privat verbunden mit Lina Beckmann – verkörpert in „Junges Licht“ den Vater der Hauptfigur Julian – einen schweigsamen Bergmann, wie so mancher der Rothmann-Figuren. Rothmanns frühe Bücher, bevor sie nach Berlin hinüberwechseln wie auch ihr Verfasser, spielen im Revier, vor allem in Oberhausen.
„Overhausen – Der Ralf-Rothmann-Audiowalk“ nennen die Beckmanns, erweitert um Charly Hübner und Jennifer Ewert, ihren Spaziergang, der sich über sechs Stationen am Tackenberg auf die Spur von Rothmann und seiner literarischen Gestalten setzt. Ein Gang zwischen Zechensiedlung, Halde, Fußballfeld, Kneipe und Kiosk – erinnerungsvoll, aber nicht erinnerungsselig, nicht nostalgisch. Die Beckmann-Family hat ein Sensorium für den Rothmann-Sound, für Sätze wie „Wenn du dich für die Freiheit entschieden hast, kann dir gar nichts passieren. Nie.“ und für das Schwebende von Rebellion, Wehmut, Sehnsucht und Einsicht in das Gewicht des Lebens und die ihm eigentümliche Schwerkraft.
Wer den Audio-Walk testen will, braucht dafür nur ein Smartphone und eine App, um QR-Codes zu scannen. Mehr Infos gibt es hier: