LiteraturKinderkramKunst

Dreidimensionale Bücher

29.07.2023 - 31.12.2023
Wenn der Löwe aus den Seiten springt, avanciert ein einfaches Druckwerk plötzlich zum Pop-Up-Buch. Mit dieser faszinierenden, und alten, 3D-Technik erwacht das Blatt zum Leben. Das Papiermuseum in Düren zeigt solche Kunstformen aus der Schenkung August Bierhaus.

Früher hießen sie Spielbilderbuch, Aufklapp-Bilderbuch oder Stehauf-Bilderbuch, etwas moderner ist da der Begriff Pop-Up. Die Konstruktion jedoch hat sich über die Jahrhunderte nicht verändert: Beim Blättern klappt unvermittelt ein Teil der Seite zu einer dreidimensionalen Figur auf.

Schon im 13. Jahrhundert finden sich bewegliche Elemente, wie Drehscheiben zur Berechnung von Feiertagen. Später nutzte die Wissenschaft aufklappbare Abbildungen in astronomischen, mathematischen oder anatomischen Werken, etwa um die unterschiedlichen Schichten der einzelnen Körperteile nach und nach sichtbar zu machen. Erst im 19. Jahrhundert avancierten bewegliche Bilderbücher dann zum Unterhaltungsmedium und Spielzeug für Kinder.

Auch heute noch werden Pop-up-Bücher in Handarbeit hergestellt, meist in Mexico, Kolumbien, Singapur oder China. Oft sind dann mehr als 60 Menschen am Herstellungsprozess eines solchen Buches mit über 100 Arbeitsvorgängen beteiligt.

Bis Dezember präsentiert das Papiermuseum in seinem Schaudepot nun eine Auswahl aus dem Nachlass des Sammlers August Bierhaus. 230 Pop-up- und Kinderbücher, von denen die Ausstellung eine Auswahl zeigt, hat Bierhaus im Laufe seines Lebens zusammengetragen.

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29.07.2023 - 31.12.2023

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