
Den Auftakt in Mönchengladbach macht am 5. April ein neues Ballett von Ballettdirektor und Chefchoreograf Robert North: „Überraschung“ besteht aus sieben Choreografien, überwiegend inspiriert von Komponisten des 20. Jahrhunderts.
Am 19. April feiert im Theater Krefeld die Holocaust-Oper „Die Passagierin“ Premiere. Die polnische Widerstandskämpferin und KZ-Überlebende Zofia Posmysz (1923–2022) schuf mit ihrem autobiografischen Roman „Die Passagierin“ (1962) ein außergewöhnliches Zeitzeugnis des Holocaust. 1968 vertonte der polnisch-jüdische Komponist Mieczysław Weinberg diesen Stoff für Solisten, Chor und großes Sinfonieorchester.
Anlässlich des 75. Theaterjubiläums betont die Sparte Schauspiel den Gemeinschaftsaspekt des Zweistädtetheaters: Ab dem 10. Mai sind in Mönchengladbach und Krefeld zeitgleich zwei eigenständige „Merlin“-Produktionen als interaktives Doppelprojekt zu sehen: In Krefeld inszeniert Christoph Roos „Merlin oder Das wüste Land“ von Tankred Dorst, für Mönchengladbach erarbeitet Luis Liun Koch einen ganz eigenen Merlin mit dem Fokus auf Königin Ginevra – „Merlin feat. Ginevra“. Beide Inszenierungen werden parallel laufen und jeweils live in die andere Stadt übertragen.
Beim Festwochen-Extra „75 Minuten-Open-House“ haben Interessierte an ausgewählten Terminen die Möglichkeit, das Treiben während der Proben auf der Bühne zu beobachten – bei kostenlosem Eintritt.
Die Höhen und Tiefen dieser niederrheinischen „Szenen einer Theaterehe“ loten Ensemblemitglieder des Musiktheaters im Gespräch aus. Dabei beleuchten sie das Für und Wider eines Doppelstandorts, berichten über Pleiten, Pech und Pannen im Theateralltag und erinnern sich an besondere Highlights ihrer Theaterkarriere.

