Kunst

Zum 10. Todestag: Erinnerung an Anja Niedringhaus

06.04.2024
In Höxter erinnert das Forum Anja Niedringhaus an Leben und Werk der international bekannten, in Afghanistan getöteten Fotografin – 10 Jahre nach ihrem Tod ist ein "Tag der Begegnung" geplant.

Sie wollte Menschlichkeit inmitten der Barbarei des Krieges zeigen. Dafür wurde die Pressefotografin Anja Niedringhaus berühmt und mehrfach ausgezeichnet. In ihrer Heimatstadt Höxter hat man ihr im sogenannten "Tilly-Haus", einem frisch renovierten Fachwerkhaus der Weserrenaissance, ein Forum eingerichtet. Einen Ausstellungsort, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Erinnerung an die berühmte Tochter der Stadt zu bewahren und ihr Vermächtnis weiterzutragen. Denn im Alter von 48 Jahren war die Journalistin am 4. April 2014 in Khost, einer Stadt im Osten Afghanistans, von einem Polizisten erschossen worden, ein Tag vor den afghanischen Präsidentschaftswahlen – eine Amoktat, mit der der Attentäter nach eigenen Angaben den Tod seiner Angehörigen rächen wollte, die bei einem NATO-Bombardement ums Leben kamen. Anja Niedringhaus war sofort tot.

Zehn Jahre nach ihrem Tod plant das FAN, wie das Forum Anja Niedringhaus abgekürzt heißt, nun einen "Tag der Begegnung" im Adelshof aus dem frühen 17. Jahrhundert. Nach einem ökumenischen Gottesdienst in der Abteikirche Corvey und einem Besuch an ihrem Grab, kommen Freunde und Wegbegleiter zwischen 13 und 17 Uhr im Tilly-Haus zusammen. Um 17 Uhr wird das letzte Interview zu hören sein, dass Hanna Gieffers wenige Wochen vor Anjas Tod mit ihr geführt hat. Der Tag endet um 19.30 Uhr mit einem Jazz-Abend, der von dem Duo Florian von Frieling & Nia Wohlgemuth aus Bremen gestaltet wird.

https://forum-anja-niedringhaus.de

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06.04.2024

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