Wagners „Tristan“ in Essen
12.02.12 18:00

Barrie Kosky begegnet Richard Wagners Rausch mit klaren, ästhetischen Bildern und wendet die Spannung des Werks ganz nach innen. „Tristan und Isolde“ sei eine Oper, besessen vom Vorgang des Lauschens und Hörens, sagt Kosky. Der Schalltrichter eines Grammophons beherrscht die Schiffskajüte des ersten Aktes, in der Isolde wie eine Gefangene ausharrt. Den Würfel, der die klaustrophobische Kabine beherbergt, hat Bühnenbildner Klaus Grünberg so installiert, dass er in einem schwarzen Raum zu schweben scheint.

Hier empfängt Isolde Tristan und trinkt mit ihm den Liebestrank. Doch die Liebe weitet den Raum nicht, im zweiten Akt ist aus dem Quadrat eine Art Raumschiff geworden, das sich im Verlauf des nächtlichen Duetts kippend um die eigene Achse dreht. Die Liebe allein in der Unendlichkeit des Alls. Die Vision des Schwerelosen befindet sich im besten Einklang mit Stefan Soltesz’ musikalischer Deutung und der grandiosen sängerischen Leistung von Evelyn Herlitzius und Jeffrey Dowd sowie dem gesamten Ensemble des Aalto-Theaters in Essen.   

empfehlungen der redaktion
20826_thumb
26700_thumb
294_thumb
26539_thumb
23616_thumb
9592_thumb
27251_thumb
26699_thumb
93_thumb
10774_thumb
27152_thumb
22142_thumb
314_thumb
98_thumb
113_thumb
22494_thumb
17008_thumb
17009_thumb
25638_thumb
25416_thumb

Offenbachs „Contes d’Hoffmann“ in Essen

Für die Neuproduktion von Offenbachs "Hoffmanns Erzählungen“ am Aalto wurde das Aufführungsmaterial neu sortiert, kräftig eingekürzt und so das Werk ausgenüchtert. Regisseur Dietrich Hilsdorf entwickelt das Geschehen aus der schwarzen Leere des Theaterraums in Essen.

Verdis „La Traviata“ in Essen

Regisseur Josef Ernst Köpplinger verlegt am Aalto-Theater die Handlung von Verdis "La Traviata" in Essen ins Paris der 1920er Jahre und in den Saal eines Sanatoriums im Hochgebirge, das an Thomas Manns "Zauberberg" erinnert.

Aalto-Musiktheater, Essen

Es ist das schönste Musiktheater im Revier und kann den prominentesten Architekten vorweisen. Zugleich ist es das künstlerisch anerkannteste Haus und hat den meist gepriesenen Intendanten und Generalmusikdirektor in Personalunion: das Aalto-Musiktheater. Entworfen wurde es in kühnen, asymmetrischen Linien nach Plänen des Finnen Alvar Aalto,

"Rusalka" im Musiktheater im Revier

Antonin Dvoraks „Rusalka“ gilt neben Smetanas „Verkaufter Braut“ als tschechische Nationaloper schlechthin. Das mit Naturmystik durchsetzte Werk scheint als Märchenoper neuerdings wieder den Nerv zu treffen. In Gelsenkirchen inszeniert die Berlinerin Elisabeth Stöppler, ein Stammgast am Musiktheater im Revier.

Verdis „Maskenball“ in Aachen

Aachens Intendant Michael Schmitz-Aufterbeck hat sich für seine erste Opernregie einen Liebling des Repertoires ausgesucht: Giuseppe Verdis "Maskenball", die Oper über den Mord an einem politischen Repräsentanten, dessen Vorbild in Schweden zu finden war, in dem Musikwerk allerdings ins amerkanische Boston verlegt wird.

Barrie Kosky inszeniert Wagners „Götterdämmerung” in Essen

Barrie Kosky hat am Essener Aalto Theater Wagners „Götterdämmerung” inszeniert. In Essen ist Kosky ein guter Bekannter, der schon den "Holländer" und den "Tristan" zur Premiere gebracht hat. Ein Porträt.

Philippe Jaroussky & Marie-Nicole Lemieux in der Philharmonie Essen

Dieses pure Stimmgold und reinste Barockglück lässt sich zu jeder Tages- und Nachtzeit genießen. Oder bei einem sonntäglichen Alte Musik-Frühschoppen, bei dem der philharmonische Saal in Kerzenlicht getaucht wird. In die intime Stimmung hinein zaubern Countertenor Philippe Jaroussky und die Altistin Marie-Nicole Lemieux Arien und Liebesduette

Wagners „Der fliegende Holländer“ in Köln

Wagners „Der fliegende Holländer“ ist die letzte Produktion im Kölner Stammhaus am Offenbachplatz, das nach der Aufführungsserie bis 2015 saniert wird. Regisseur Dietrich Hilsdorf, der lange mit Wagner gefremdelt hat, scheint den Bann gebrochen zu haben; er zieht hier alle Register seiner Kunst.

Philharmonie Essen

In direkter Nachbarschaft zum Aalto-Theater am südlichen Rand der Essener Innenstadt gelegen, hat die Philharmonie Essen unter der Leitung von Dr. Johannes Bultmann in ihrer inzwischen sechsten Saison regelmäßig berühmte Dirigenten, Orchester und Solisten zu Gast: Von den Wiener Philharmonikern über die Dirigenten Lorin Maazel und Kurt Masur bis hin zu namhaften Pianisten wie András Schiff

Puccinis „Butterfly“ an der Rheinoper Düsseldorf

Die Oper zählt zu den Repertoire-Lieblingen. Puccinis „Madama Butterfly“, das traurige Schicksal der Japanerin Cio-Cio-San, wird in der frühen, herberen Werkfassung von Robert Carsen an der Rheinooer in starken, symbolhaften Bildern inszeniert.

Thomas Hengelbrock dirigiert in der Philharmonie Essen

Vor 405 Jahren, am 24. Februar 1607, wurde im Palazzo Ducale zu Mantua das Tor zur Opernwelt endgültig aufgestoßen. Mit Claudio Monteverdis Favola in Muscia „L’Orfeo“, in der mit Liebe, Verlust und Trennung nahezu alle Urthemen der nachfolgenden Opern verhandelt wurden.

Johann Strauß’ „Die Fledermaus“ in Essen

Am Aalto-Theater bedient Gil Mehmert mit Johann Strauß’ Meisteroperette „Die Fledermaus“ die Erwartungen an ihn als Show-Spezialist verschwenderisch. Eine Bilderflut ergießt sich über die Bühne, Verwandlungen halten Schnürboden und Unterbühne in Bewegung, das Personal ist perfekt choreographiert.

Dauerausstellung des Ruhr Museums in Essen

Das Ruhr Museum ist ohne Vergleich. Denn es müssten sich schon Naturhistorisches und Archäologisches Museum, Historisches Museum, Architekturmuseum und vielleicht auch Heimatmuseum zusammenfinden. Es ist ein "Hybrid-Museum" ...

Wuppertaler Bühnen

Die Wuppertaler Bühnen sind bekannt für die intensive Zusammenarbeit der Sparten Schauspiel und Oper. Interdisziplinäre Projekte entstehen in beiden Häusern, zusammen mit Kooperationspartnern aus dem kulturellen Umfeld des Theaters. Der Focus des Musiktheaters liegt dabei auf den Ethnien, die in den heutigen Großstädten

2002 – Ein neues Festival im Ruhrgebiet: Die Ruhrtriennale

„Die Landschaft der Industrie ist das aufgeschlagene Buch der menschlichen Psychologie.“ Diese Feststellung von Karl Marx könnte man auch auf die kontroversen Diskussionen beziehen, ob und wie die Relikte des Industriezeitalters zu verwalten, gestalten und nutzen sind.

„Figaro“ im Düsseldorfer Schauspielhaus

Im Schauspielhaus läuft dieser „Figaro“. Schließlich ist das Stück über den „Tollen Tag“ im Hause des Grafen Almaviva ursprünglich fürs Theater von Pierre Caron de Beaumarchais geschrieben, woraus danach die Oper von Mozart mit dem Libretto von da Ponte wurde. „Entschlackt, verspielt und intelligent“, urteilt die „Rheinische Post“ über Markus Bothes Inszenierung der am Ständesystem rüttelnden Verwechslungskomödie, in der Graf und Gräfin, Figaro und Susanna Liebe, Kuppelgeschäfte und Eifersucht vor dem Hintergrund einer feudalen Gesellschaft im Wandel durchleben.

Puccinis „Tosca“ an der Deutschen Oper am Rhein

An der Rheinoper wird Dietrich Hilsdorfs dramatische Deutung des Puccini-Hits „Tosca“ wieder gespielt. Seinem Ruf als Meister der Dekonstruktion von Repertoireklassikern wird der Regisseur in seiner Produktion von 2002 besonders gerecht. Der französische Schriftsteller Victorien Sardou brachte seinerzeit das Rezept für einen Publikumserfolg auf die simple, doch wirkungsvolle Formel: “Quäle die Heldin.“

Puccinis „Tosca“ an der Deutschen Oper am Rhein

An der Rheinoper wird Dietrich Hilsdorfs dramatische Deutung des Puccini-Hits „Tosca“ wieder gespielt. Seinem Ruf als Meister der Dekonstruktion von Repertoireklassikern wird der Regisseur in seiner Produktion von 2002 besonders gerecht. Der französische Schriftsteller Victorien Sardou brachte seinerzeit das Rezept für einen Publikumserfolg auf die simple, doch wirkungsvolle Formel: “Quäle die Heldin.“

Strauss’ „Die Frau ohne Schatten“ an der Rheinoper

Richard Strauss’ „Die Frau ohne Schatten“ ist in einer exotischen Märchenwelt angesiedelt. Die Oper wird auch deshalb selten gegeben, da sie an alle Beteiligten ungewöhnliche Herausforderungen stellt. Die Rheinoper nimmt die Produktion, inszeniert von Guy Joosten und auch aufgrund ihrer Werktreue begeistert aufgenommen, wieder ins Repertoire.

Verdis „Il Trovatore“ in Bonn

In Bonn zeigt Dietrich Hilsdorf Verdis "Trovatore" in acht Bildern, deutlich voneinander abgegrenzt, sozusagen acht Mini-Opern, für die Dieter Richter eng dimensionierte, realistisch ausgestattete Räume gebaut hat. Auch musikalisch ist es ein großartiger Abend.

Loader

GEMISCHTE TÜTE