„Aus dem Tagebuch meines Mannes“. Fremde Tagebücher lesen? Das gehört sich nicht. Macht aber deshalb soviel Spaß. Genauso, wie Tina Teubner beim Erzählen und Singen über ihren Mann, ihre Ehe, die Liebe, und sich selbst zuzuhören. Wie sie ihren Liebsten in fiesen Situationen mit einer ebenso fiesen Merkel-Imitation zur Raserei bringt: „Wenn ich nicht einschreite, dann muss ich befürchten, dass mein Mann nahtlos von der Pubertät in den Altersstarrsinn durchgleitet.“ Oder sie gibt, so böse wie treffend, eine „Wiener Schauspiel-Schabracke“ zum Besten. Neben den Kabaretteinlagen musiziert sie mit dem Pianisten Ben Süverkrüp und singt traurig-garstige Chansons. In diesem Metier fühlt sich wohl, denn: „Boah bin ich froh, dass ich Chansonette bin. Nie mehr so tun müssen, als fände man die Filme im Original mit Untertiteln besser. Kein Mensch erwartet von einer Chansonette, dass sie irgendetwas anderes versteht als Deutsch. Und schon gar nicht Englisch. Englisch ist cool. Chansonetten sind nicht cool. Die sind betroffen.“ Man sollte bei Zitaten wie diesen sich immer Tina Teubners hochgezogene Augenbraue mit dazu denken.
Katakomben-Theater | Girardetstr. 2 – 38 | 45131 Essen
Tel: 0201/ 4304672 | Email: katakomben-theater@web.de | Website: http://www.katakombentheater.de