Theater Hagen

Vier freizügige antike Musen der Hagener Bildhauerin Milly Steger bewachen den Haupteingang des Theater Hagen, das ursprünglich aus dem Jahr 1911 stammt und heute hinter der jugendstilgeschmückten Fassade über 800 Plätze verfügt. Ein festes Musiktheater-Ensemble bedient die Sparten Oper, Operette, Musical und Ballett sowie vereinzelte Schauspiel-Eigenproduktionen. Ansonsten wird das Sprechtheater durch Gastspiele abgedeckt.

Am Rande des Sauerlandes gelegen, hat das Theater Hagen einen recht großen Einzugsbereich: Rund 30 Prozent der Besucher kommen von außerhalb. Bekannt ist das Haus nicht zuletzt durch seine Jugendtheater-Sparte „lutz“, die im Jahr 2000 ins Leben gerufen wurde und unter der Leitung von Werner Hahn steht. Durch den offenen Umgang mit kritischen Themen machten die Hagener oft auch überregional auf sich aufmerksam.

Seit 2003 verfügt das „lutz“ über eine eigene Spielstätte mit 150 Plätzen. Außerdem entstand im Zuge dieses Umbaus das „opushagen“, eine Studiobühne mit gut 300 Plätzen. Seit der Spielzeit 2007/2008 ist Norbert Hilchenbach Intendant, 2008 kam der Generalmusikdirektor Florian Ludwig ans Haus, der auch das Philharmonische Orchester Hagen leitet. In jüngster Zeit widmet sich das Theater Hagen einer Reihe von amerikanischen (Musiktheater-)Stücken und lenkt so den Blick des Publikums auf ein modernes Opernrepertoire, das neben den klassischen Stoffen im Spielplan fest verankert ist.

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„Die Comedian Harmonists“ in Hagen

1997, genau in dem Jahr, in dem Joseph Vilsmaiers Filmbiographie des legendären Sextetts in die Kinos kam, wurde auch Gottfried Greifenhagens und Franz Wittenbrinks „musikalisches Schauspiel“ über die "Comedian Harmonists" uraufgeführt. Jetzt ist es in Hagen zu erleben.

Theater Krefeld / Mönchengladbach

Die älteste Theaterehe Deutschlands wurde 1950 geschlossen: Am 19. April unterzeichneten die Städte Krefeld und Mönchengladbach einen Theatervertrag und feiern demnach bald diamantene Hochzeit. Unter dem Namen „Vereinigte Bühnen Krefeld und Mönchengladbach“ zeigt das Dreispartenhaus

„Holger, Hanna und der ganze kranke Rest" in der Casa

Es ist schon eine absurde Situation, in die Jan Demuth seinen Antihelden in seinem bissigen Jugendstück katapultiert. Verena und Gerhard haben ihren Sohn zum Psychiater geschleift. Da sitzt er nun und erzählt seine Geschichte einem Arzt, der nie auftritt.

„Die Katze auf dem heißen Blechdach“ am Theater Aachen

Natürlich trifft auch auf die Pollitts, diesen nur von Lügen und Gier zusammengehaltenen Südstaaten-Clan, Tolstois berühmtes Diktum zu, dass jede unglückliche Familie auf ihre eigene Weise unglücklich sei. Doch Tennessee Williams unterläuft diesen beinahe romantischen Mythos...

„Die Schnecke von Oberhausen“ – Eine Uraufführung im Malersaal

Dem Reisenden, der in Oberhausen aus dem Bahnhof kommt, bietet sich ein überraschender Anblick. In einem ganz nahegelegenen kleinen Park steht eine riesige Stahlskulptur einer Schnecke. Sie war es, die Lia Bugnar zu ihrer bittersüßen Komödie inspiriert hat.

„Kabale und Liebe“ im Grillo-Theater

Wenn Schillers Erstling „Die Räuber“ tatsächlich, wie Thomas Mann einmal geschrieben hat, ein „höheres Indianerspiel“ ist, dann gleicht sein bürgerliches Trauerspiel „Kabale und Liebe“ zweifellos einer „höheren Seifenoper“. Wie die Autoren...

"Der Schwächere" im KJT Dortmund

Im Evangelium des Matthäus heißt es: „Wahrlich ich sage Euch: Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ Dieses Versprechen, das auch eine Drohung ist, erklingt zwar nicht in Mattias Anderssons „Der Schwächere“...

„Bunbury“ in den Kammerspielen

Oscar Wildes Verwechslungskomödie „Bunbury“ ist ein Stück, das vor allem durch seinen immensen Wortwitz brilliert. In Bochum hat man es auf einer Kasperlbühne verlegt, aber mit echten Schauspielern.

„Jenseits von Eden“ am Stadttheater

Jenseits von Eden heißt in Christian Schlüters deutscher Erstaufführung von Ulrike Syhas Steinbeck-Bearbeitung vor allem jenseits von Eindeutigkeit. Alles und jeder hat in seinem mal überhöhten, meist aber einfach überzeichneten Pop-Amerika ein zweites Gesicht.

„Mathilde Bäumler. Ein Dschungelstück“ in der Halle Beuel

Als „Stück zum Film zum Buch“ wird dieses gemeinsam von der Autorin Christa Pfafferott und dem Regisseur Alexander Riemenschneider entwickelte Projekt angekündigt. Doch es gab zuvor weder ein Buch noch einen Film, es gab nicht einmal ein Stück...

Nis-Momme Stockmanns „Der Mann der die Welt aß“ im WLT-Studio

2010 war Nis-Momme Stockmann der Shooting Star der deutschen Theaterszene. Mittlerweile ist es ruhiger um den Dramatiker geworden. Aber sein Debüt hat nichts von seiner Aktualität verloren und zeugt weiterhin von bemerkenswertem Talent.

„Graf Öderland“ im Grillo-Theater Essen

„Graf Öderland“ ist eine Parabel über den menschlichen Freiheitsdrang. Mit dem äußerst selten gespielten frühen Stück von Max Frisch, inszeniert von Konstanze Lauterbach, geht das Schauspiel Essen ein Wagnis ein.

„Elefant im Raum" – Barbara Wachendorffs „Projekt zum Überleben“ im Schloss

Der das eigene Leben fast unerträglich machende Schmerz ist die eine Konstante in Barbara Wachendorffs Stückentwicklung, die sie selbst als „Ein Projekt zum Überleben“ bezeichnet. Zu sehen ist es am Schlosstheater Moers.

Bertolt Brechts „Leben des Galilei“ in den Kammerspielen

Im Grunde seines Herzens ist Bertolt Brechts Galileo Galilei ein durch und durch katholischer Wissenschaftler. Von den eher technokratischen Forschern des 20. Jahrhunderts trennen ihn Welten. Er ist zwar wie sie davon überzeugt, dass sich alle anderen Ideen...

Klopsztanga – Polen grenzenlos NRW 2012/2013

Nordrhein-Westfalen freut sich auf Gäste. Von September 2011 bis Januar 2012 hat sich die Kulturszene NRWs mit dem Projekt „Tam’Tam“ in Polen vorgestellt – zu sehen waren u.a. das Tanztheater Pina Bausch, die Sammlung Werner Nekes oder das fotografische Werk von Wolfgang Tillmanns.

„Herr Kolpert“ im Schauspielhaus

Nurkan Erpulat, seit der Ruhrtriennale und seiner Inszenierung „Verrücktes Blut“ geadelt, ist jetzt Hausregisseur am Düsseldorfer Schauspielhaus. Im Kleinen Haus setzt der gebürtige Türke aus Berlin die garstige Komödie „Herr Kolpert“ von David Gieselmann aus dem Geist der Screwball Comedy in Szene.

1976 - Die Mülheimer Theatertage werden gegründet

Das Festival ist einmalig in der deutschsprachigen Theaterlandschaft. Die 1976 gegründeten Mülheimer Theatertage beschäftigen sich, wie ihr zweiter Name knapp sagt, mit „stücken“, weniger mit deren Inszenierungen.

„Yerma“ in den Kammerspielen

In einer Reihe der überlebensgroßen tragischen Heldinnen der Dramenliteratur gebührt Federico García Lorcas Yerma zweifellos ein Platz zwischen Medea und Antigone, Elektra und Hebbels Kriemhild. Ihre alles andere verzehrende Sehnsucht nach einem Kind sprengt...

Andreas Staier im Kulturforum Franziskanerkloster

1819 bekam auch Ludwig van Beethoven Post vom Verleger Anton Diabelli. So wie all die anderen großen Komponisten und Pianisten, die Diabelli bat, eine Variation über ein beigelegtes Thema für ein Gemeinschaftsprojekt zu schreiben. Carl Czerny und der 11-jährige Franz Liszt, Ignatz Moscheles

Theater Aachen

Der Gedanke der spartenübergreifenden Arbeit ist charakteristisch für das Theater Aachen: In Semiopern, Schauspielen mit Musik oder Liederabenden mit Rezitationen stehen Sänger und Schauspieler immer wieder gemeinsam auf der Bühne und heben die klassische Spartentrennung auf. An der Spitze

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