Theater Bielefeld

Seit dem Jahr 2000 wird das künstlerische Profil des Hauses von Michael Heicks geprägt. In der Spielzeit 2000/01 kam er als Schauspieldirektor nach Bielefeld und ist seit Januar 2005 Intendant des Theater Bielefeld. Immer wieder widmet er sich bei seinen Inszenierungen von Uraufführungen auch neuen und ungewöhnlichen Theaterstoffen. Vor über hundert Jahren nahm das Theater Bielefeld erstmals seinen Spielbetrieb auf und kann damit auf eine solide Stadttheater-Tradition zurückblicken: Mit jährlich rund 200.000 Besuchern und ca. 550 Vorstellungen in Schauspiel, Tanz- und Musiktheater ist es eines der größten Theater in der Region. Das Drei-Sparten-Haus genießt mit seinem vielseitigen Spielplan auch überregionale Beachtung über die Grenzen Ostwestfalens hinaus. 2006 wurde es nach einer umfangreichen Renovierung wieder eröffnet: Seitdem steht für alle drei Sparten eine Bühne mit modernster Bühnentechnik und einem Zuschauerraum mit einer Platzkapazität von über 650 Sitzplätzen zur Verfügung. Unter dem Dach des Stadttheaters befindet sich auch die jüngste Spielstätte: das OPERN.STUDIO. Hier ist Raum für Liederabende und kleine musikalische Darbietungen. Insgesamt verfügt das Theater Bielefeld über vier Bühnen an zwei Standorten: Am Alten Markt, im Zentrum der Altstadt, befinden sich die Schauspielbühnen des Theater Bielefeld. Im TAM (Theater am Alten Markt) und dem kleineren TAM ZWEI kommen Klassiker, Wiederentdeckungen und Uraufführungen zur Premiere.

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Das Festival der Uraufführungen im Rahmen der 66. Ruhrfestspiele Recklinghausen

Inzwischen hat sich das Festival der Uraufführungen als zentraler Bestandteil des Programms der Ruhrfestspiele etabliert. Daran hat auch der jährlich in Frankfurt (Oder) vergebene Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker seinen Anteil. Seit 2010 ist an den mit 7.500 Euro dotierten Preis...

William Shakespeares „Der Sturm“ am Theater Oberhausen

In Oberhausen hat der sonst als Opernregisseur bekannte Tilman Knabe Shakespeares luftiges Traumspiel zurück auf den sumpfigen Boden der Macht geholt. Im taktischen Spiel der Politik müssen die Magie und ihre utopische Poesie rein prosaischen Manipulationen weichen.

„Jenseits von Eden“ am Stadttheater

Jenseits von Eden heißt in Christian Schlüters deutscher Erstaufführung von Ulrike Syhas Steinbeck-Bearbeitung vor allem jenseits von Eindeutigkeit. Alles und jeder hat in seinem mal überhöhten, meist aber einfach überzeichneten Pop-Amerika ein zweites Gesicht.

Shakespeares Richard III. im Schauspielhaus

Richard III., das Monstrum, steht überlebensgroß in seinem körperlichen, seelischen und moralischen Defekt: „Hunde bellen, hink ich wo vorbei.“ Den Ausspruch nimmt Intendant Staffan Valdemar Holm für den akustischen Auftakt seiner auf leerer Bühne arrangierten Inszenierung am Düsseldorfer Schauspielhaus.

„Tage unter“ im Schauspielhaus

"Tage unter" des Norwegers Arne Lygre ist eine Versuchsanordnung über vier Menschen, verbunden in Täter- und Opfer-Rollen. Stéphane Braunschweig hat als Regisseur und Bühnenbildner im Düsseldorfer Schauspielhaus eine raumhoch massive Ziegelwand errichtet, in deren Vakuum das Quartett eingebunkert ist.

Isaak Babels „Marija“ von Andrea Breth im Schauspielhaus

„Marija“, von Isaak Babel 1935 verfasst, entwirft mit 22 Figuren ein Gesellschafts-Panorama aus dem revolutionären Petrograd des Jahres 1920. Acht knappe Stationen im Aufriss. Im Düsseldorfer Schauspielhaus inszeniert Andrea Breth, die nach mehr als zehn Jahren am Wiener Burgtheater erstmals am Gründgens-Platz arbeitet.

„Käthe Hermann“ im TAM

Es ist eine Tyrannei des Glücks vor dem Hintergrund des Braunkohleabbaus, die die 1978 geborene, in Wuppertal lebende Autorin Anne Lepper in ihrem Familiendrama "Käthe Hermann", ihrem zweiten Bühnenstück, zeigt. Es wurde am Theater Bielefeld uraufgeführt.

Handkes „Immer noch Sturm“ im Theater an der Ruhr

Stell dir vor“ lautet die Formel, die Peter Handkes Prosa-Gedicht "Immer noch Sturm" in Gang setzt. Das Erzähler-„Ich“ – Mittler zwischen Raum und Zeit, zugleich Autor und Zuschauer – träumt und phantasiert sich in einen konkreten Erinnerungsraum: das Jaunfeld im slowenischen Gebiet Kärntens. Ort eines Kulturkampfes.

„Figaro“ im Düsseldorfer Schauspielhaus

Im Schauspielhaus läuft dieser „Figaro“. Schließlich ist das Stück über den „Tollen Tag“ im Hause des Grafen Almaviva ursprünglich fürs Theater von Pierre Caron de Beaumarchais geschrieben, woraus danach die Oper von Mozart mit dem Libretto von da Ponte wurde. „Entschlackt, verspielt und intelligent“, urteilt die „Rheinische Post“ über Markus Bothes Inszenierung der am Ständesystem rüttelnden Verwechslungskomödie, in der Graf und Gräfin, Figaro und Susanna Liebe, Kuppelgeschäfte und Eifersucht vor dem Hintergrund einer feudalen Gesellschaft im Wandel durchleben.

Pirandellos „Verbrechen“ im Theater an der Ruhr

Roberto Ciulli verschiebt in Luigi Pirandellos selten gespieltem Stück "Man weiß nicht wie" nicht bloß vom Titel "Verbrechen" her den Akzent. In Mülheim zeigt er ein choreografisches Lehrstück der symbolischen Stilisierung und Typisierung.

Klopsztanga – Polen grenzenlos NRW 2012/2013

Nordrhein-Westfalen freut sich auf Gäste. Von September 2011 bis Januar 2012 hat sich die Kulturszene NRWs mit dem Projekt „Tam’Tam“ in Polen vorgestellt – zu sehen waren u.a. das Tanztheater Pina Bausch, die Sammlung Werner Nekes oder das fotografische Werk von Wolfgang Tillmanns.

„Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ am Theater Oberhausen

Intendant Peter Carp hat am Theater Oberhausen Edward Albees Drama "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?", die Urmutter aller modernen Eheschlachten, inszeniert. Alkohol, Sex, Geschlechterhass und die Ursünde Familie – ausagiert im Quartett.

Arthur Millers „Tod eines Handlungsreisenden“ in den Kammerspielen

Einst war der Handlungsreisende ein amerikanisches Ideal. Als Pionier der kapitalistischen Ordnung zog er durch ein Land unbegrenzter Möglichkeiten. Doch der amerikanische Traum ist siech. Für den Verkäufer aus Arthur Millers Stück war es schon Ende der 1940er Jahre zu spät. Es bleibt nur der Blick zurück, auch in Agnese Cornelios Bochumer Inszenierung.

Die Ruhrfestspiele 2012

Die Ruhrfestspiele schauen in dieser Saison u.a. Richtung Osten und finden etwas Neues, auch in der Vergangenheit. Das Festival bietet russische Dramenliteratur von Gogol, Tolstoi, Dostojewski, Tschaikowsky und Puschkin, Tschechow und Bulgakow.

Wuppertaler Bühnen

Die Wuppertaler Bühnen sind bekannt für die intensive Zusammenarbeit der Sparten Schauspiel und Oper. Interdisziplinäre Projekte entstehen in beiden Häusern, zusammen mit Kooperationspartnern aus dem kulturellen Umfeld des Theaters. Der Focus des Musiktheaters liegt dabei auf den Ethnien, die in den heutigen Großstädten

„Das Tagebuch der Anne Frank“ im KJT Dortmund

Vom 12. Juni 1942 bis zum 1. August 1944 hat Anne Frank Tagebuch geführt und ihr Leben im Hinterhaus der Amsterdamer Prinsengracht 263 festgehalten. Andreas Gruhn, Leiter des KJT Dortmund, folgt in seiner Bühnenadaption präzise den Aufzeichnungen.

„Was Ihr wollt" im Theater an der Ruhr

In Karin Neuhäusers Inszenierung von Shakespeares "Was Ihr wollt" liegt Illyrien am Ende zweier sich treffender Gleise und wird von einer Mauer begrenzt. Zudem hat das Bühnenbild etwas von einem heruntergekommenen Nachtclub: Endstation Sehnsucht im Theater an der Ruhr.

Borcherts „Draußen vor der Tür“ in Bochum

David Bösch lässt keinen Zweifel, was es auf sich hat mit Wolfgang Borcherts „Draußen vor der Tür“. Am Schauspiel Bochum erklären er und seine fabelhaften Darsteller Florian Lange und Nicola Mastroberardino in Schmutz und Elend aller kulturell überlieferten Sinnproduktion den Krieg.

„Wallenstein“ an den Städtischen Bühnen Münster

Nichts weniger als das ureigene Wesen des Politischen offenbart Friedrich Schiller in seiner Trilogie über den Fürsten und Feldherrn im 30-jährigen Krieg, der die Geschicke der Welt am Lauf der Sterne ablesen wollte. Das Historienstück wird zum Ideendrama der Politik.

Theater Duisburg

Die Vorderfront des Theater Duisburg erinnert an die Tempeleingänge der Antike: Über sechs ionischen Säulen ruht der Dreiecksgiebel auf dem in großen Lettern ein Zitat von Friedrich Schiller aus der „Huldigung der Künste“ steht und die Zuschauer einlädt, auf 1117 Plätzen „das große Spiel der Welt“ zu sehen und anschließend „reicher in sich selbst zurück zu kehren“.

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GEMISCHTE TÜTE