Städtische Bühnen, Köln

Die Bühnen der Stadt Köln sind am Offenbachplatz beheimatet und dort bleiben sie nun auch. Das Schauspielhaus wird (nach einer langen und kontroversen Diskussion und dem Votum einer Bürgerinitiative) doch nicht neu gebaut, sondern saniert. Der benachbarte, vom nämlichen Architekten entworfene Riphahn-Bau, der das Opernhaus beherbergt, wird ebenfalls umfassend renoviert. Seit der Spielzeit 2010/2011 ist die Oper mobil und für eine mehrjährige Bauzeit in verschiedenen Interimsspielstätten untergebracht.

Zu Beginn der Spielzeit 2007/08 übernahm die gebürtige Kölnerin Karin Beier die Intendanz des Schauspiels und schaffte einen programmatischen Wechsel des Profils: Mit einem erstklassigen Ensemble spielt sie seitdem auch überregional wieder in der ersten Liga. Und schließt damit an die Ära Flimm von 1979 bis 1985 an, auf die Günter Krämers lange, aber nicht immer glückliche Periode folgte. In allen drei Spielstätten, Schauspielhaus, Schlosserei und der auf der gegenüber liegenden Rheinseite gelegenen Halle Kalk, sind die Arbeiten spannender Regisseure aus Deutschland und dem europäischen Ausland zu sehen, neue spartenübergreifende Theaterformen zu erleben und junge Autoren zu entdecken. Beiers Bühne wurde in der Kritikerumfrage des Fachmagazins "Theater heute" zum Theater des Jahres 2010 und 2011 gewählt, nachdem zuvor drei Produktionen des Hauses beim Berliner Theatertreffen eingeladen worden waren.

Über 1300 Plätze bietet das Opernhaus, das in seiner puristischen Eleganz seit 1957 den Aufführungen in der Domstadt würdigen Rahmen verleiht. Große Sänger- und Dirigentennamen verknüpfen sich mit der Geschichte dieses Hauses, für  eine kontinuierliche Qualität bürgt auch das Gürzenich-Orchester Köln, derzeit unter Leitung von Generalmusikdirektor Markus Stenz. Seit Beginn der Spielzeit 2009/2010 ist Uwe Eric Laufenberg Intendant der Oper Köln. Seine Amtszeit eröffnete er im September 2009 mit Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“.

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