Museum Kurhaus Kleve

Das Museum Kurhaus befindet sich in den ehemaligen Badebauten Kleves nahe den Gartenanlagen des Johann Moritz von Nassau-Siegen aus dem 17. Jahrhundert. Es verfügt über eine umfangreiche Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst, deren Ausgangspunkt und Fundament der Nachlass des Bildhauers, Malers und Grafikers Ewald Mataré ist. Mataré (1887 bis 1965) gehört zu den wichtigsten Vertretern der Klassischen Moderne in Deutschland und hat nach dem Zweiten Weltkrieg durch zahlreiche öffentliche Aufträge und durch seine Lehrtätigkeit an der Düsseldorfer Kunstakademie entscheidenden Einfluss auf das Kunstgeschehen im Rheinland genommen.

Die in wechselnden Abschnitten auf insgesamt 2.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche gezeigte Kollektion zeitgenössischer Kunst setzt in den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts mit Werken u. a. von Joseph Beuys, Karl Otto Götz, Christo & Jeanne-Claude, Yves Klein, Gerhard Richter, Heinz Mack und Günther Uecker ein und führt bis in die unmittelbare Gegenwart, für die Namen wie Stephan Balkenhol, Lothar Baumgarten, Martin Creed, Richard Tuttle, Isa Genzken, Franz Gertsch, Andreas Gursky, Richard Long, Mario Merz, Thomas Ruff, Richard Serra, Thomas Struth, Mark Tansey und Jeff Wall stehen.

Zudem beherbergt das Haus eine herausragende Gruppe mittelalterlicher Holzskulpturen vom Niederrhein sowie eine Kollektion frühneuzeitlicher Grafik – die Sammlung Robert Angerhausen. Auch die Geschichte von „Bad Cleve“, eines beliebten Kurortes zwischen 1742 und 1914, ist dokumentiert. 2004 wurde das Museum Kurhaus Kleve vom internationalen Kunstkritikerverband AICA (Sektion Deutschland) als „Museum des Jahres“ ausgezeichnet.

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