Karl Heinrich Müller nannte seine Stiftung Insel Hombroich „einen offenen Versuch“ und ergänzte: „Sie ist kein Muss, sondern ein Darf. Sie ist nicht entweder oder, sondern sowohl als auch.“ Der 2007 gestorbene Düsseldorfer Kunstsammler und Mäzen erwarb 1982 die Insel im Flüsschen Erft; Park, Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert und angrenzendes Brachland inklusive. Auf diesem versteckten Stück Land, inmitten der niederrheinischen Kappesfelder hinter Neuss, ist seit 1987 das Museum Insel Hombroich zu finden. Müller erdachte mit befreundeten Künstlern einen Ort des poetischen Zusammenspiels von Kunst, Architektur und Natur. In der 24 Hektar großen Park- und Auenlandschaft stehen zehn Gebäude des Architekten Erwin Heerich, die als begehbare Skulpturen verstanden werden können, gleichzeitig aber der Kunstsammlung der Stiftung Hombroich Raum geben. Diese Sammlung reicht von den Schätzen des Altertums über die klassische Moderne bis zur zeitgenössischen Kunst. Im Laufe der Jahre wurde Hombroich kontinuierlich erweitert. So entwarf der dänische Künstler Per Kirkeby einige Atelierhäuser, zudem wurde das Gelände der ehemals militärisch genutzten „Raketenstation“ zivil-künstlerisch umgedeutet: Hier leben und arbeiten bildende Künstler, Musiker, Literaten und Wissenschaftler verschiedenster Nationen. Angrenzend findet sich ein vom Japaner Tadao Ando entworfenes Ausstellungsgebäude der „Langen Foundation“, dessen Zen-artige Architektur einmal mehr die Kunst mit der Natur verbindet.
Museum Insel Hombroich | Minkel 2 | 41472 Neuss
Tel: 02182/ 2094 | Email: stiftung@inselhombroich.de | Website: http://www.inselhombroich.de