Martin Reinls „Pfoten hoch!“ im Haus der Springmaus
bis 25.05.12

Er ist bei „Zimmer frei!“ im WDR der Mann hinter dem Sofa und gleichzeitig Seele der puscheligen Straßenköter-Puppe „Wiwaldi“, der allsonntäglich die prominenten Gäste in absurde Gespräche verwickelt. Martin Reinl entwirft, baut, spielt und spricht seine Puppen selbst – optisch ist die „Muppets“-Hommage unverkennbar; dennoch  sind das natürlich keine Kopien. Sondern eigene Charaktere, oft mit makabrem Humor, Hang zum Kalauer und eingebauter Meta-Ebene ausgestattet.

So tauchen in „Zimmer frei“ auch entsprechend andere Figuren auf, wie das motzende „Versuchskaninchen“ aus dem Pharma-Labor, der kleine „Jammerlappen“ und der Schießbudenteddy „Herr Bärt“ mit Gipsarm, Pflastern und ausgeschossenem Auge. Figuren wie der angetrunkene „blaue Hai“ oder das freundlich-verwirrte „alte Zirkuspferd Horst-Pferdinand“ gehören längst zu den Größen in Reinls Puppen-Ensemble. Dessen Mitglieder sind auch in der Puppen-Late-Night „Die Wiwaldi Show“ (WDR) zu sehen, in der der „reinrassige Mischling Wiwaldi“ Gäste wie Anke Engelke oder Barbara Schöneberger empfängt. Mit dabei: Die beiden kölschen Rentner „Omi und Opi Flönz“, die als „Fanclub“ gern die Show besuchen würden, aber ach – die leicht tüdeligen Senioren-Puppen finden nie das Studio.

Nun kann man den Wahl-Kölner Martin Reinl samt seinem Mitspieler Carsten Haffke und dem Puppen-Ensemble live auf der Bühne erleben. „Pfoten hoch!“ heißt das Programm, das gleichzeitig Deutschlands erste Impro-Show mit Puppen ist.  Auf der Bühne entwickeln Martin Reinl und Carsten Haffke spontan komische-anarchistische Szenen und sitzen dabei nicht wie andere Puppenspieler versteckt hinter einer Wand. Man kann ihnen entweder beim Arbeiten zuschauen oder das Ergebnis auf dem Flatscreen verfolgen. Den Inhalt der Szenen bestimmt das Publikum, alles wird improvisiert. „Pfoten hoch!“ ist kein Kinderkram, sondern Puppen-Anarchie für Erwachsene und deswegen auch erst ab 18 Jahren! Kein Wunder bei der Puppenmischung aus Plüsch-Prostituierten, schwulem Backwerk („Wir sind die warmen Semmeln“) und einem „halben Hähnchen“, dass seine bessere Hälfte sucht. Als Gäste mit dabei: Die „Zimmer frei!“-Allstars „Wiwaldi“, der Pittbull „Purzel“ und das „alte Zirkuspferd“.

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Martin Reinls „Pfoten hoch!“ im Gloria Theater

Er ist bei „Zimmer frei!“ im WDR der Mann hinter dem Sofa und gleichzeitig Seele der puscheligen Straßenköter-Puppe „Wiwaldi“, der allsonntäglich die prominenten Gäste in absurde Gespräche verwickelt. Martin Reinl entwirft, baut, spielt und spricht seine Puppen selbst – optisch ist die „Muppets“-Hommage

Götz Alsmann

In Götz Alsmanns Biografie stehen drei Termine dicht beieinander. Da ist der 12. Juli 1957 als Tag seiner Geburt vermerkt, das Jahr 1959 als jenes, in dem die Familie Alsmann einen Fernseher erwirbt, und in der Rubrik 1961 steht folgender Satz: „Götz beschließt, Musiker zu werden oder einen anderen Weg zu finden, ins Fernsehen zu kommen."

Hagen Rether in der Stadthalle

„Liebe“. Der Titel des Programms täuscht – gekuschelt wird woanders. Hagen Rether bringt gern mal einen Baseballschläger mit auf die Bühne. Auch verbal geht es in diese Richtung. Wer hier leichte Comedy-Gags über IKEA-Einkäufe oder Merkels Frisur erwartet,

Helge Schneider

Man traute seinen Augen kaum: Die „singende Herrentorte“ in der Reichskanzlei! Als er 2007 in Dani Levys Film-Farce „Mein Führer“ ebenjenen verkörpert, löst Helge Schneider das aus, was er immer auslöst: Irritation. Kann er das? Er kann.

Christine Prayon im Bürgerhaus Stollwerck

Wer mit dem Namen Christine Prayon nichts anfangen kann, der schaltet vielleicht bei „Birte Schneider“ und „heute-show“. Im satirischen Wochenrückblick des ZDF spielt Prayon die Außenreporterin und „Fundamental-Realistin“ Birte Schneider; wunderbar genervt von ihrem Job und der Welt, aus der sie berichtet. Zur Distanzwahrung wird während der Schalte der Moderator

Max Goldt im Stadttheater

Ob „Klofußumpuschelung“ oder „Rohlingsspindel“ – Max Goldt hat Erfahrung mit „sprachlichem Ungeziefer“ und breitet die ganze schreckliche Schönheit verunglückter Grammatik und abseitigen Wortbaus aus.

Kom(m)ödchen, Düsseldorf

Das Düsseldorfer Kom(m)ödchen ist das dienstälteste Kabarett in Deutschland. Nicht weniger als eine Institution. Begonnen hat alles 1947, als die Gründer Kay und Lore Lorentz das erste Programm unter dem Titel „positiv dagegen…“ im Hinterzimmer einer Düsseldorfer Kneipe vorstellten

Walter Moers

Käpt’n Blaubär, "Das kleine Arschloch", Hein Blöd, "Der Fönig", Hildegunst von Mythenmetz oder Adolf, die Nazi-Sau – mit dem Namen Walter Moers verbinden sich viele Gesichter, nur nicht sein eigenes. Der Schriftsteller und Comic-Zeichner lebt und arbeitet zurückgezogen in Hamburg; Pressefotos oder öffentliche Auftritte in Talkshows gibt es nicht. Im Internet kursieren zwei Fotos

Wilfried Schmickler im Senftöpfchen

Drei Jahrzehnte auf Kabarett-Tour durch Deutschland: zuerst mit den legendären „Matsche, Wörks und Pullrich“, dann im „3Gestirn“ und seit 2002 als Solist. Er gehört zum Stammpersonal der „Mitternachtsspitzen“, jeden Montag um kurz vor 11 stellt er

Max Goldt im Zakk

Ob „Klofußumpuschelung“ oder „Rohlingsspindel“ – Max Goldt hat Erfahrung mit „sprachlichem Ungeziefer“ und breitet die ganze schreckliche Schönheit verunglückter Grammatik und abseitigen Wortbaus aus.

FFT Forum Freies Theater, Düsseldorf

Zwei traditionelle Düsseldorfer Spielstätten, das Juta in der Altstadt und die Kammerspiele in der Jahnstraße, wurden 1999 zum Forum Freies Theater unter einer künstlerischen Leitung zusammengeführt. Ein von der Stadt Düsseldorf und dem Land gestütztes Experiment,

1962 – Oberhausener Manifest

Es war Vatermord. Korrekter: Opa-Mord. Eine symbolische Handlung also, der Taten folgen sollten. Am 28. Februar 1962, während der achten Westdeutschen Kurzfilmtage in Oberhausen, bekannte sich eine Gruppe junger Filmregisseure zu ihrem Anspruch, den "neuen deutschen Film zu schaffen".

Bonner Jazzfest

Beim Bonner Jazzfest gibt es von Fusion über Bigband-Jazz bis zu sanften Vokalisen so ziemlich alle Spielarten.

Maitanztage in der Oper

Die Oper Bonn tanzt in den Mai – fast den ganzen Monat lang. Vier hochkarätige Ensembles reisen mit je zwei Gastspielen an den Rhein.

Beethoven-Haus, Bonn

Ein paar Schritte von Markt und Rathaus auf der Bonngasse gelegen, ist das Geburtshaus Ludwig van Beethovens eine Gedenkstätte von hohem Rang und Anziehungspunkt der Musikstadt Bonn. Das Museum beherbergt die größte Beethoven-

Max Ernst Museum, Brühl

Am Bahnhof Brühl erfolgt bereits der Hinweis, dass sich die Stadt als Max-Ernst-Stadt definiert. Das war nicht immer so, das Verhältnis von Künstler und Heimatort war lange von Distanz und Ablehnung geprägt. Gewiss hat das Max Ernst Museum diese Versöhnung gestiftet. Im September 2005

Molières „Der Geizige“ im Schloss

Es gibt wirklich kein Regietheater-Mittel und Klischee, dass dem Regisseur Philipp Preuss an diesem Abend im Moerser Schloss zu abgegriffen oder banal wäre. Aber genau so muss es sein. Schließlich inszeniert er Molières "Der Geizige" als ironische Abrechnung mit der konservativen Kritik am Regietheater.

Künstlerverein Malkasten, Düsseldorf

1848 gegründet, dürfte der Düsseldorfer Künstlerverein Malkasten einer der ältesten seiner Art in Deutschland sein. Im Besitz des Malkasten – und damit autonom in Künstlerhand – sind das Jacobihaus mit Gesellschaftsräumen und Archiv, in dem Quellen zur Geschichte der bildenden Kunst gesammelt

Theater Bonn

„Theater Bonn“ heißt es seit einigen Jahren schlicht und einfach. Unter dem Oberbegriff sind Sprech- und Musiktheater vereint. Die Sparte Tanztheater bzw. Ballett wurde mit dem letzten Choreografen Johann Kresnik beendet und der Verlust durch die Gastspielreihe „Highlights des internationalen Tanzes“ abgemildert.

Deutsche Oper am Rhein

Die Deutsche Oper am Rhein ist ein Musterfall und ein gelungenes Beispiel einer Theater-Ehe zwischen ungleichen Partnern. Seit 1956 gilt das Prinzip Solidarität zwischen Düsseldorf und dem finanziell schwächeren Duisburg. Die Gemeinschaft, austariert im Verhältnis

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