„Drops of rain in perfect days of June“ bedeutete für Mark Sieczkarek den Durchbruch. Mit dem elegischen Tanzpoem verarbeitete der schottische Choreograf den Tod seines Lebenspartners. Der brasilianische Schriftsteller Caique Ferreira starb an Aids. Das Requiem beschreibt auf einer als Paradies ausgestatteten Bühne die Gleichzeitigkeit von Schönheit und Sterben. Sieczkarek befasste sich noch in weiteren Arbeiten mit dem Thema Aids, was ihm den Ruf thematischer Festlegung einbrachte. „Drops of rain in perfect days of June“ studierte er 1996 mit dem Folkwang Tanzstudio ein. Nun kommt es als Doppelabend zusammen mit der Uraufführung von „July“ noch einmal an der Folkwang heraus. „July“ ist inspiriert von der nordafrikanischen Kultur. Die Choreografie für 13 Tänzer ist, anders als manch verhaltener oder schwermütiger Sieczkarek-Abend, voller Energie und Dynamik.
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