Loney Dear im Gleis 22
26.02.12 20:00

Wer weiß, was Emil Svanängen in den 80ern gemacht hätte – ohne günstige Aufnahmegeräte und das Internet. Wahrscheinlich hätte er allein vor sich hin geklampft, ein paar Songideen im Kopf, die am Ende niemand hört. In der Realität sind Svanängens Wohnzimmeraufnahmen ohne große Umwege auf dem renommierten US-Label Polyvinyl gelandet, diversen Musikblogs sei Dank. In den USA ist Svanängen denn auch bekannter als in Europa (mit der Ausnahme seiner Heimat Schweden). Aus der Ein-Mann-Band ist inzwischen ein kleines Orchester namens Loney Dear geworden. Mit der Belegschaft ist auch der Sound größer geworden. Das Wort "Kammerpop" greift inzwischen fast zu tief, andererseits klingt Svanängens Gesang immer noch so fragil, dass Loney Dear jede Art von Pomp abgeht. Zeugen des denkwürdigen Haldern-Auftritts vor ein paar Jahren wissen, was wir meinen.

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c/o pop

Acht Jahre nach ihrer Gründung ist die c/o pop zum festen Teil des deutschen Festivalzirkus' geworden.

Electronic Beats Festival

Die Electronic Beats muss man wohl eine positive Mogelpackung nennen. Rein "elektronisch" ist nur noch wenig bei diesem Festival. Das gilt erst recht für die aktuelle Ausgabe mit den Kills.

Open Source Festival

Besonderer Ort, besondere Bands: Beirut, Mouse on Mars, Who Made Who u.v.a. beehren das Festival an der Düsseldorfer Galopprennbahn.

Superpunk in der Zeche Carl

Deutschlands beste "Motown-Band" geht auf Abschiedstour. Schade.

domicil, Dortmund

Das domicil ist das zentrale Forum für zeitgenössischen Jazz und aktuelle Musik im Ruhrgebiet. Auch Weltmusik, ambitionierter Pop oder elektronische Musik stehen hier auf dem Programm. Die Spielstätte im Dortmunder

1981 – Kommissar Schimanskis erster Fall: „Duisburg-Ruhrort“

28. Juni 1981, nach der Tagesschau. Erst brettert der legendäre Tatort-Vorspann, vorangetrieben von Klaus Doldingers Saxofon und Udo Lindenbergs Schlagzeug, über den Bildschirm. Danach kurze Stille, bis ein Mann in einem roten T-Shirt ein Radio einschaltet und aus dem Fenster seiner Hochhauswohnung blickt.

Götz Alsmann

In Götz Alsmanns Biografie stehen drei Termine dicht beieinander. Da ist der 12. Juli 1957 als Tag seiner Geburt vermerkt, das Jahr 1959 als jenes, in dem die Familie Alsmann einen Fernseher erwirbt, und in der Rubrik 1961 steht folgender Satz: „Götz beschließt, Musiker zu werden oder einen anderen Weg zu finden, ins Fernsehen zu kommen."

Die Toten Hosen

Das Jahr 1982 war für Deutschland im doppelten Sinne geschichtsträchtig. Nicht nur wurde Helmut Kohl Bundeskanzler in Bonn, auch ein paar Kilometer rheinabwärts ging es um Großes. Laut schallte es aus einem billigen Tonstudio: „Wir sind bereit".

„The Black Rider“ im Grillo-Theater

Nach dem Umweg über Carl Maria von Webers romantische Oper kehrt die Sage vom Freischütz mit „The Black Rider“ zu ihren Ursprüngen aus Gespensterbüchern zurück. Gemeinsam haben William S. Burroughs, Tom Waits und Robert Wilson 1989 den düsteren Kern der Legende postmodern fomatiert. Reinhardt Friese treibt das Spiel der Abstraktion und Reduktion mit seiner Essener Bearbeitung am Grillo noch weiter.

NRW-Forum, Düsseldorf

Das NRW-Forum Kultur und Wirtschaft ist eines der jüngsten Museen des Landes. Es wurde 1998 gegründet und residiert im historischen „Ehrenhof“ nahe des Rheins, in einem 1925/26 von Wilhelm Kreis errichteten baulichen Ensemble gemeinsam mit der Tonhalle und dem museum kunst palast.

Herbert Grönemeyer

Irgendetwas hat sich geändert damals, aber man kann nicht mehr sagen, wann genau es passiert ist und wie. Einer dieser Momente, in denen die Veränderung fühlbar wurde, war am Abend des 9. November 2002 in der Düsseldorfer Messehalle. Herbert Grönemeyer saß am Flügel und spielte das Lied »Der Weg«.

Heinz Nixdorf MuseumsForum, Paderborn

Das Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF) in Paderborn ist das größte Computermuseum der Welt. Benannt ist es nach dem Paderborner Computerpionier und Unternehmer Heinz Nixdorf. Das am 24.10.1996 eröffnete Haus zeigt auf 6.000 m² Ausstellungsfläche die Geschichte,

Helmut Käutner

Der Regisseur Helmut Käutner kam vom Theater und Kabarett, von der Literatur und der Kunst. Aus dieser Prägung entwickelten seine Filme eine Qualität, die auf Eleganz, sensibler Bildgestaltung und der Konzentration auf die Schauspieler beruht.

1949 – In NRW werden wieder Filme gedreht

„Gesucht wird Majora“ – den Film muss man nicht kennen. Interessant ist an dem Streifen vornehmlich sein Entstehungsdatum: Seit seiner Premiere am 7. September 1949 gilt der Krimi als erster in Nordrhein-Westfalen produzierter Nachkriegsfilm.

Stadtgarten, Köln

Mitten in der Kölner Innenstadt findet sich ein „Konzerthaus“ besonderer Ausrichtung: Der „Stadtgarten“, direkt am gleichnamigen Park gelegen, ist ein Veranstaltungsort und Szenetreff, der Konzerte mit Gastronomie wie Restaurant und Biergarten verbindet.

Salon des Amateurs, Düsseldorf

Von außen könnte man den Salon des Amateurs für das Museumscafé der Düsseldorfer Kunsthalle halten. Aber er ist und bietet mehr: eine Mischung aus Café, Bar, Musik-Club und Kultur-Ort – eine Art „öffentliches Wohnzimmer“.

Holger Czukay / CAN

Zwischen ihrer Gründung im Jahre 1968 und den ausklingenden 70ern mischte Can nicht nur die heimische Rockszene auf. Sie wurde und werden gemeinsam mit »Kraftwerk« von Größen wie David Bowie, Brian Eno und Johnny Rotten in der Liste ihrer Einflüsse ganz oben geführt.

Tino Hanekamp im ARTheater

Nein, in diesem Club steht kein Pferd auf dem Flur wie damals im New Yorker „Club 54“, in dem man in den 70ern auf die Tanzfläche zu reiten pflegte und auch von berghainesken Fetischfantasien ist man weit entfernt. Es ist einfach nur Silvester auf St. Pauli und Oskar Wrobel würde am liebsten nur liegen bleiben. Ihm gehört ein Musikclub in einem alten Krankenhaus

Heinrich Heine

Obwohl gefeiert als Klassiker und – neben Goethe – Verfasser der schönsten Gedichte deutscher Zunge, ist er nicht zur Ruhe gekommen. Heinrich Heine passt in keine Schublade. Man kriegt ihn nicht zu packen. Denn Heine ist ein irritierender Widerspruch, als Dichter wie als Mensch.

Frank Goosen

Als Frank Goosen im Jahr 2000 seinen ersten Roman „Liegen lernen“ veröffentlichte, erschienen in rascher Folge Kritiken, die im Autor „ den deutschen Nick Hornby“ sehen wollte. Mittlerweile hat Goosen solche einfallslosen Betitelungen nicht mehr nötig. Der Name trägt allein.

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