Landschaftspark Duisburg - Nord

Der Landschaftspark Duisburg-Nord in Meiderich ist Landschaft und Park nur in einem sehr erweiterten Sinn dieser Begriffe – handelt es sich bei ihm doch um eine Industriebrache, die im Verlauf der Internationalen Bauausstellung Emscherpark 1989 bis 1999 zu einem Multifunktionspark neuen Stils umgestaltet wurde. Einst arbeitete hier ein Hüttenwerk, also eine großtechnische Anlage zum Ausschmelzen von Eisen aus Erz. Einer der dafür nötigen Hochöfen ist nach der Stilllegung der Anlage 1985 nicht demontiert, sondern erhalten geblieben und für Besucher besteigbar – in 70 Metern Höhe hat man einen wunderbaren Blick über das ganze, über 200 Hektar große Gelände. Dort ist inzwischen sehr viel Grün gewachsen und gepflanzt worden, sind Wege angelegt und Attraktionen geschaffen worden. So fungiert ein ehemaliger Gasometer (Gastank) als riesiges Tauchbecken, wurden die Erzbunker zu Klettergärten für Alpinisten ausgebaut, dienen die alte Gebläsehalle (von wo Luft in die Hochöfen gepustet wurde) sowie die riesige Kraftzentrale als Spielstätten für Konzert und Theater, beispielsweise bei der Ruhrtriennale. Nachts werden die verbliebenen Industrieanlagen durch die farbige Beleuchtung von Jonathan Park effektvoll illuminiert. Der Landschaftspark Duisburg-Nord ist nach dem Kölner Dom die zweithäufigst besuchte Sehenswürdigkeit in Nordrhein-Westfalen.

empfehlungen der redaktion
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2002 – Ein neues Festival im Ruhrgebiet: Die Ruhrtriennale

„Die Landschaft der Industrie ist das aufgeschlagene Buch der menschlichen Psychologie.“ Diese Feststellung von Karl Marx könnte man auch auf die kontroversen Diskussionen beziehen, ob und wie die Relikte des Industriezeitalters zu verwalten, gestalten und nutzen sind.

MKM – Museum Küppersmühle, Duisburg

Bis in die 1970er Jahre lagerte in der „Küppersmühle“ Getreide – seit 1999 ist hier die Kunst heimisch geworden. Die Basler Architekten „Herzog & de Meuron“ haben das ehemalige Speichergebäude mit seiner historischen Backsteinfassade zu einem Museum für zeitgenössische Kunst umgebaut.

Gasometer, Oberhausen

Der Gasometer Oberhausen ist Industriedenkmal und zugleich einer der spektakulärsten Ausstellungsorte im Ruhrgebiet. Früher war der 117 Meter hohe Stahlzylinder das Herz eines Komplexes aus Kokereien, Stahlhütten und Walzwerken – der Gutehoffnungshütte. Die Industriebauten sind verschwunden

Dauerausstellung des Ruhr Museums in Essen

Das Ruhr Museum ist ohne Vergleich. Denn es müssten sich schon Naturhistorisches und Archäologisches Museum, Historisches Museum, Architekturmuseum und vielleicht auch Heimatmuseum zusammenfinden. Es ist ein "Hybrid-Museum" ...

Die Bude

Es gibt wohl keinen anderen Ort, der so sehr das Ruhrgebiet verkörpert und gleichzeitig sein eigenes Klischee ist. Sicher, auch im Rheinland hat man „Kioske“ und „Trinkhallen“, in Berlin den „Nachtkauf“ und im Frankfurter Raum gar das „Wasserhäuschen“.

Lichtburg, Essen

Die Essener Lichtburg war und ist Deutschlands größter und wohl auch schönster Filmpalast. Bereits zur Eröffnung 1928 galt das Kino als das modernste in Deutschland. 1943 brannte der Zuschauerraum völlig aus. Der Wiederaufbau im Stil der 50er Jahre machte die Lichtburg zu einem der elegantesten deutschen Filmtheater.

LWL-Industriemuseum Zeche Zollern, Dortmund

Zeche Zollern war eine Musterzeche: Sie entstand Ende des 19. Jahrhunderts und sollte durch ihr Erscheinungsbild gleich einen Eindruck von der Macht und Modernität des Bergbaus vermitteln. Das gelang Architekt Paul Knobbe tatsächlich mustergültig: Noch heute sind Besucher überwältigt von der prunkvollen Backsteinfassade, der farbige Verglasung, den mächtigen Portalen und den Giebeln

red dot design museum, Essen

Das red dot design museum zeigt die größte Ausstellung zeitgenössischen Designs weltweit. Auf einer Fläche von gut 4.000 Quadratmetern werden mehr als 1.500 Gebrauchs- und Alltagsgegenstände präsentiert, denen eines gemeinsam ist: ihr herausragendes Design.

1981 – Kommissar Schimanskis erster Fall: „Duisburg-Ruhrort“

28. Juni 1981, nach der Tagesschau. Erst brettert der legendäre Tatort-Vorspann, vorangetrieben von Klaus Doldingers Saxofon und Udo Lindenbergs Schlagzeug, über den Bildschirm. Danach kurze Stille, bis ein Mann in einem roten T-Shirt ein Radio einschaltet und aus dem Fenster seiner Hochhauswohnung blickt.

1999 - Finale der IBA Emscher Park

Es war ein historischer Tag für das Ruhrgebiet, als am 21. April 1999 im Landschaftspark Duisburg-Nord das Finale der Internationalen Bauausstellung Emscher Park (IBA) eingeläutet wurde. Die ehemalige Kraftzentrale des stillgelegten Hüttenwerks Meiderich hatte Festkleidung angelegt:

LehmbruckMuseum, Duisburg

Mitten in einem Park, in der Innenstadt Duisburgs, befindet sich eine einzigartige Sammlung von Skulpturen der Moderne: das LehmbruckMuseum. Beginnend bei Rodin, kann man hier einen bruchlosen Spaziergang durch die Geschichte der modernen Plastik unternehmen,...

Ruhr Museum, Essen

Das Ruhr Museum zeigt mit über 6.000 Exponaten die Geschichte des Ruhrgebiets im Gebäude der ehemaligen Kohlenwäsche der Zeche Zollverein. In dem komplexen Übertagegebäude auf Schacht XII folgt der Besucher dem Weg der Kohle und steigt in die Geschichte hinab. Die ehemalige Kohlenwäsche wurde vom Architekten Rem Koolhaas umgebaut und ist über eine orangefarbene Rolltreppe erreichbar.

2001 – Zeche Zollverein wird Weltkulturerbe

Die Größte, die Modernste, die Leistungsfähigste: Mindestens diese drei Superlative vermag die Schachtanlage Zeche Zollverein XII in Essen auf sich zu vereinen, als sich am 1.2.1932 die Räder ihres Förderturms zum ersten Mal drehen. 12.000 Tonnen verwertbarer Steinkohle pro Tag, das bedeutet die unglaubliche Vervierfachung der Durchschnittsleistung im Revier.

Villa Hügel, Essen

Die Villa Hügel in Essen-Bredeney ist das ehemalige Wohnhaus der Industriellen-Dynastie Krupp. Von Alfred Krupp (1812-1887), dem Sohn des Firmengründers Friedrich, erbaut und 1873 fertiggestellt, diente das Gebäude gut sieben Jahrzehnte lang

Die Baumeister-Familie Böhm

Die Böhms sind eine Architekten-Familie aus Köln – fast möchte man sagen: eine Architekten-Dynastie, denn die Männer dieses Hauses sind nun schon in der vierten Generation Baumeister. Der erste berühmte Böhm war Dominikus, er zog aus dem Schwäbischen an den Rhein und errichtete im Westen vor allem zahlreiche Kirchen.

Jahrhunderthalle, Bochum

Die Jahrhunderthalle ist ein Relikt aus jenen Zeiten, als Bochum noch „vor Arbeit ganz grau“ war, wie es der Volksbarde Grönemeyer in der Hymne an seine Stadt singt. Dabei wurde sie zuerst als Ausstellungshalle des „Bochumer Vereins“ für die Gewerbeausstellung 1902 in Düsseldorf errichtet. Ihre stählerne Konstruktion war von Anfang an so geplant, dass man sie komplett demontieren konnte.

Haus der Geschichte, Bonn

Auch wenn die Bundesregierung fast vollständig nach Berlin umgezogen ist – die deutsche Nachkriegsgeschichte bleibt mit der ehemaligen Hauptstadt fest verbunden. Im Haus der Geschichte kann man einen Blick in die jüngere Vergangenheit werfen, von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart. Bereits 1982 schlug der damalige Bundeskanzler

„Ziemlich beste Freunde“ von Nackache und Toledano

15 Millionen Franzosen haben diesen Film gesehen und mehr und besser gelacht, als wenn sie sich über die Provinzler aus Nord-Pas-de-Calais amüsieren. Die Geschichte von "Ziemlich beste Freunde" ist simpel, aber wirksam. Und beruht auf einem Schwarzweiß-Schema: Arm trifft Reich, Gesund trifft Krank.

Dortmunder „U“

Das Dortmunder „U“ wurde 1927 als erstes „Hochhaus“ Dortmunds errichtet und diente ursprünglich als Lager- und Gärhaus der Union-Brauerei. Das markante, 9 Meter hohe „U“ auf seiner Spitze bekam das Gebäude erst 1968; nach dem Ende des Braubetriebs ist es zum Wahrzeichen der ehemaligen

2007 – Das Domfenster von Gerhard Richter

In ungläubiges Staunen hat das von Gerhard Richter entworfene Südquerhausfenster im Kölner Dom die Besucher nicht versetzt, als es am 25. August 2007, dem 759. Jahrestag der Grundsteinlegung der Kathedrale, erstmals gezeigt wurde. Eher in andächtiges Ergriffensein.

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