Lambchop im Zakk
17.03.12 20:00

Für seinen Flüsterton hat Kurt Wagner eine simple Erklärung. Er könne einfach nicht singen. Auch seine Kollegen schlagen nicht gerade Radau. Eigentlich werfen Lambchop eher die Frage auf, wie eine zwölfköpfige Band so leise sein kann. Hier werden Saiten eher touchiert als gezupft, Klaviertasten eher angetippt als gespielt. Das mag sich nicht sehr aufregend anhören; in Wirklichkeit sind Lambchop die beste Band aus der an guten Bands nicht armen Stadt Nashville. In ihrer Musik verschmelzen Country- und Americana-Elemente mit Folk oder Soul zu einem Mix, der – zusammen mit Wagners eigenwilligen Songtexten – ziemlich einzigartig dasteht. Das weiß auch das Publikum, das Lambchop mit einer beeindruckenden Andacht lauscht. Wagners Flüsterton überträgt sich am Ende auf alle.

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Open Source Festival

Besonderer Ort, besondere Bands: Beirut, Mouse on Mars, Who Made Who u.v.a. beehren das Festival an der Düsseldorfer Galopprennbahn.

c/o pop

Acht Jahre nach ihrer Gründung ist die c/o pop zum festen Teil des deutschen Festivalzirkus' geworden.

NRW-Forum, Düsseldorf

Das NRW-Forum Kultur und Wirtschaft ist eines der jüngsten Museen des Landes. Es wurde 1998 gegründet und residiert im historischen „Ehrenhof“ nahe des Rheins, in einem 1925/26 von Wilhelm Kreis errichteten baulichen Ensemble gemeinsam mit der Tonhalle und dem museum kunst palast.

Die Toten Hosen

Das Jahr 1982 war für Deutschland im doppelten Sinne geschichtsträchtig. Nicht nur wurde Helmut Kohl Bundeskanzler in Bonn, auch ein paar Kilometer rheinabwärts ging es um Großes. Laut schallte es aus einem billigen Tonstudio: „Wir sind bereit".

Electronic Beats Festival

Die Electronic Beats muss man wohl eine positive Mogelpackung nennen. Rein "elektronisch" ist nur noch wenig bei diesem Festival. Das gilt erst recht für die aktuelle Ausgabe mit den Kills.

FFT Forum Freies Theater, Düsseldorf

Zwei traditionelle Düsseldorfer Spielstätten, das Juta in der Altstadt und die Kammerspiele in der Jahnstraße, wurden 1999 zum Forum Freies Theater unter einer künstlerischen Leitung zusammengeführt. Ein von der Stadt Düsseldorf und dem Land gestütztes Experiment,

2005 – Charles Wilp stirbt in Düsseldorf

Diese Art von Biografie scheint zu passen: Charles Wilp wird in Berlin geboren, der Vater bringt als Ölsaatenhändler den Raps nach Europa, die Mutter begleitet Stummfilme am Klavier; später wird er Schüler der Fotografenlegende Man Ray in New York.

Superpunk in der Zeche Carl

Deutschlands beste "Motown-Band" geht auf Abschiedstour. Schade.

1981 – Kommissar Schimanskis erster Fall: „Duisburg-Ruhrort“

28. Juni 1981, nach der Tagesschau. Erst brettert der legendäre Tatort-Vorspann, vorangetrieben von Klaus Doldingers Saxofon und Udo Lindenbergs Schlagzeug, über den Bildschirm. Danach kurze Stille, bis ein Mann in einem roten T-Shirt ein Radio einschaltet und aus dem Fenster seiner Hochhauswohnung blickt.

1974 - Carmen Knoebel übernimmt den Ratinger Hof

Für das Entstehen einer eigenständigen deutschen Popmusik gab es lange Zeit keinen wichtigeren Ort im Land als den Ratinger Hof. Auch ein Verdienst von Gastgeberin Carmen Knoebel.

domicil, Dortmund

Das domicil ist das zentrale Forum für zeitgenössischen Jazz und aktuelle Musik im Ruhrgebiet. Auch Weltmusik, ambitionierter Pop oder elektronische Musik stehen hier auf dem Programm. Die Spielstätte im Dortmunder

Hauschka

Die New York Times nennt seine Musik „einfallsreich und bezaubernd“, mit seinem präparierten Klavier ging es für den Düsseldorfer Hauschka um die halbe Welt. Nur zuhause ist er beinahe incognito. Das könnte sich bald ändern.

Heinrich Heine

Obwohl gefeiert als Klassiker und – neben Goethe – Verfasser der schönsten Gedichte deutscher Zunge, ist er nicht zur Ruhe gekommen. Heinrich Heine passt in keine Schublade. Man kriegt ihn nicht zu packen. Denn Heine ist ein irritierender Widerspruch, als Dichter wie als Mensch.

Herbert Grönemeyer

Irgendetwas hat sich geändert damals, aber man kann nicht mehr sagen, wann genau es passiert ist und wie. Einer dieser Momente, in denen die Veränderung fühlbar wurde, war am Abend des 9. November 2002 in der Düsseldorfer Messehalle. Herbert Grönemeyer saß am Flügel und spielte das Lied »Der Weg«.

„The Black Rider“ im Grillo-Theater

Nach dem Umweg über Carl Maria von Webers romantische Oper kehrt die Sage vom Freischütz mit „The Black Rider“ zu ihren Ursprüngen aus Gespensterbüchern zurück. Gemeinsam haben William S. Burroughs, Tom Waits und Robert Wilson 1989 den düsteren Kern der Legende postmodern fomatiert. Reinhardt Friese treibt das Spiel der Abstraktion und Reduktion mit seiner Essener Bearbeitung am Grillo noch weiter.

Salon des Amateurs, Düsseldorf

Von außen könnte man den Salon des Amateurs für das Museumscafé der Düsseldorfer Kunsthalle halten. Aber er ist und bietet mehr: eine Mischung aus Café, Bar, Musik-Club und Kultur-Ort – eine Art „öffentliches Wohnzimmer“.

1949 – In NRW werden wieder Filme gedreht

„Gesucht wird Majora“ – den Film muss man nicht kennen. Interessant ist an dem Streifen vornehmlich sein Entstehungsdatum: Seit seiner Premiere am 7. September 1949 gilt der Krimi als erster in Nordrhein-Westfalen produzierter Nachkriegsfilm.

Helmut Käutner

Der Regisseur Helmut Käutner kam vom Theater und Kabarett, von der Literatur und der Kunst. Aus dieser Prägung entwickelten seine Filme eine Qualität, die auf Eleganz, sensibler Bildgestaltung und der Konzentration auf die Schauspieler beruht.

Willy Fleckhaus

Der Grafiker Willy Fleckhaus erfand mit „twen“ das erste Zeitgeist-Magazin und machte die Buchreihen des Suhrkamp-Verlags zum modernen Klassiker. Seine Karriere begann eher unspektakulär. Zunächst arbeitete er nach dem Krieg als Redakteur bei der Zeitschrift „Fährmann“ und für das gewerkschaftsnahe Jugendmagazin „Aufwärts“. Popkultur sieht irgendwie anders aus.

1987 – Joachim Lottmann erfindet sich als Erfinder der Pop-Literatur

Das Cover ist quietschbunt. Darauf finden sich neben den üblichen Angaben wie Titel (»Mai, Juni, Juli«), Autor (Joachim Lottmann) und Gattungsbezeichnung (Ein Roman) auch ein paar Angaben darüber, was der interessierte Leser auf keinen Fall erwarten sollte.

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