Die Jahrhunderthalle ist ein Relikt aus jenen Zeiten, als Bochum noch „vor Arbeit ganz grau“ war, wie es der Volksbarde Grönemeyer in der Hymne an seine Stadt singt. Dabei wurde sie zuerst als Ausstellungshalle des „Bochumer Vereins“ für die Gewerbeausstellung 1902 in Düsseldorf errichtet. Ihre stählerne Konstruktion war von Anfang an so geplant, dass man sie komplett demontieren konnte. Anschließend wurde sie als Gebläsehalle für die Hochöfen des Bochumer Gussstahlwerks wiedererrichtet. Nach Ende der industriellen Nutzung wurde die 8900 m² große Halle 1991 unter Denkmalschutz gestellt. Dank umfangreicher Umbaumaßnahmen im Jahr 2003 ist die Jahrhunderthalle heute die zentrale Spielstätte des Musik- und Theaterfestivals „RuhrTriennale“ und hat sich als spektakulärer Konzertort einen Namen gemacht. Das Opernhaus der Industriekultur sozusagen; auch der Begriff „Kathedrale“ wird oft genannt. In der Tat bildet der stählerne Raum eine imposante Kulisse für die Produktionen der „RuhrTriennale“, wie die Neuinszenierung der Oper „Die Soldaten“ von Bernd Alois Zimmermann (2006) oder „Moses und Aron“ von Willy Decker (2009). Lag der Schwerpunkt der Veranstaltungen in der Jahrhunderthalle anfangs hauptsächlich auf der klassischen Musik, so hat sich die Halle mittlerweile auch für Pop- und Rockkonzerte geöffnet, außerdem finden Veranstaltungen wie die alljährliche Verleihung des Jugendradio-Awards „Eins Live Krone“ und des „Steiger Award“ dort statt.
Jahrhunderthalle | Gahlensche Straße 15 | 44793 Bochum
Tel: 0700/20 02 34 56 (für RuhrTriennale) | Email: info@jahrhunderthalle-bochum.de | Website: http://www.jahrhunderthalle-bochum.de