Er trägt das Gesichtshaar lang, ist Autor, Übersetzer, Rezitator und Deutschlands Konsens-Obdachloser in der Lindenstraße. Harry Rowohlt hat über 100 Bücher ins Deutsche übertragen, darunter Frank Mc-Courts’ „Die Asche meiner Mutter“ und natürlich A. A. Milnes’ „Pu der Bär“. Letzterer war auch Namensgeber für Rowohlts ZEIT-Kolumne „Pooh’s Corner“. Aus der Zeitung hat es diese Kolumne in die Buchform geschafft, handlich verpackt in zwei Bände für den heimischen Nachttisch, aus denen er heute Abend lesen wird. Themen gibts viele bei Rowohlt, so ist der Problembär los, der Papst bereist Polen, und der Autor denkt über die Theodizee nach.
Dann wird auch Axel aus St. Pauli Ruhe geben, der sich in der Phase, als die ZEIT keine Pooh-Kolumnen druckte, bei Harry Rowohlt beschwerte: „Schreiben Sie verdammt nochmal endlich mal wieder einen Corner. Was soll denn die Scheiße? Sehr freundliche Grüße, Axel“.
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