Hagen Rether in der Stadthalle
19.05.12 20:00

„Liebe“. Der Titel des Programms täuscht – gekuschelt wird woanders. Hagen Rether bringt gern mal einen Baseballschläger mit auf die Bühne. Auch verbal geht es in diese Richtung. Wer hier leichte Comedy-Gags über IKEA-Einkäufe oder Merkels Frisur erwartet, ist fehl am Platz. Der zurückhaltende Mann am Klavier ist dermaßen böse, optimistisch-zynisch und hochpolitisch, dass dem Publikum oft das Lachen im Hals stecken bleibt. „Ich denk mir ja nichts aus, das ist ja das Schlimme“ beschreibt der Folkwang-Absolvent seine Version von „Liebe“, dem Titel seines Programms. Rether hat seine Fans gefunden; seine Tourneen sind schnell ausverkauft, ab und an taucht er in Satiresendungen wie „Mitternachtsspitzen“ oder „Neues aus der Anstalt“ auf, um dort gekonnt die Stimmung auf den Nullpunkt zu bringen und das Publikum mit einer kurzen, verbalen Klatsche in die Nacht zu entlassen. Einfache Bespaßung ist seine Sache nicht, er fordert zum Mit- und Selberdenken auf. Das Programm „Liebe“ läuft schon einige Jahre unter diesem Titel, wird aber laufend aktualisiert. Bei aller intellektuellen Schärfe liebt er auch kurze Abstecher ins Deftige. So stellte er schon früh bei einer Autobahnfahrt durch das Ruhrgebiet fest: „Wenn so Essen aussieht, wie sieht dann erst Kotzen aus?“

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Helge Schneider

Man traute seinen Augen kaum: Die „singende Herrentorte“ in der Reichskanzlei! Als er 2007 in Dani Levys Film-Farce „Mein Führer“ ebenjenen verkörpert, löst Helge Schneider das aus, was er immer auslöst: Irritation. Kann er das? Er kann.

Abschiedstour: René Mariks "KasperPop" in der Stadthalle

Dieser Maulwurf hat es nicht leicht: Er ist blind, hat einen schlimmen Sprachfehler und kam in René Mariks früherem Programm „Autschn!“ in tragischer Weise ums Leben. Aber: Er lebt! Merkwürdigerweise. Und stürzt sich mit dem Kermit-Verschnitt Falkenhorst,

Martin Reinls „Pfoten hoch!“ im Haus der Springmaus

Er ist bei „Zimmer frei!“ im WDR der Mann hinter dem Sofa und gleichzeitig Seele der puscheligen Straßenköter-Puppe „Wiwaldi“, der allsonntäglich die prominenten Gäste in absurde Gespräche verwickelt. Martin Reinl entwirft, baut, spielt und spricht seine Puppen selbst – optisch ist die „Muppets“-Hommage

Martin Reinls „Pfoten hoch!“ im Gloria Theater

Er ist bei „Zimmer frei!“ im WDR der Mann hinter dem Sofa und gleichzeitig Seele der puscheligen Straßenköter-Puppe „Wiwaldi“, der allsonntäglich die prominenten Gäste in absurde Gespräche verwickelt. Martin Reinl entwirft, baut, spielt und spricht seine Puppen selbst – optisch ist die „Muppets“-Hommage

Max Goldt im Stadttheater

Ob „Klofußumpuschelung“ oder „Rohlingsspindel“ – Max Goldt hat Erfahrung mit „sprachlichem Ungeziefer“ und breitet die ganze schreckliche Schönheit verunglückter Grammatik und abseitigen Wortbaus aus.

Kom(m)ödchen, Düsseldorf

Das Düsseldorfer Kom(m)ödchen ist das dienstälteste Kabarett in Deutschland. Nicht weniger als eine Institution. Begonnen hat alles 1947, als die Gründer Kay und Lore Lorentz das erste Programm unter dem Titel „positiv dagegen…“ im Hinterzimmer einer Düsseldorfer Kneipe vorstellten

Christine Prayon im Bürgerhaus Stollwerck

Wer mit dem Namen Christine Prayon nichts anfangen kann, der schaltet vielleicht bei „Birte Schneider“ und „heute-show“. Im satirischen Wochenrückblick des ZDF spielt Prayon die Außenreporterin und „Fundamental-Realistin“ Birte Schneider; wunderbar genervt von ihrem Job und der Welt, aus der sie berichtet. Zur Distanzwahrung wird während der Schalte der Moderator

Max Goldt im Zakk

Ob „Klofußumpuschelung“ oder „Rohlingsspindel“ – Max Goldt hat Erfahrung mit „sprachlichem Ungeziefer“ und breitet die ganze schreckliche Schönheit verunglückter Grammatik und abseitigen Wortbaus aus.

Wilfried Schmickler im Senftöpfchen

Drei Jahrzehnte auf Kabarett-Tour durch Deutschland: zuerst mit den legendären „Matsche, Wörks und Pullrich“, dann im „3Gestirn“ und seit 2002 als Solist. Er gehört zum Stammpersonal der „Mitternachtsspitzen“, jeden Montag um kurz vor 11 stellt er

Michael Kumpfmüller liest in der Stadtbibliothek

Das war eine Frage für echte Kulturkenner: „Wie hieß Franz Kafkas letzte Lebensgefährtin, die er 1923, ein Jahr vor seinem Tod, kennenlernte? A) Dora Diamant, B) Sarah Saphir, C) Rita Rubin oder D) Olga Opal?“ Es war die Millionenfrage bei einer Promi-Ausgabe von „Wer wird Millionär?“:

Götz Alsmann

In Götz Alsmanns Biografie stehen drei Termine dicht beieinander. Da ist der 12. Juli 1957 als Tag seiner Geburt vermerkt, das Jahr 1959 als jenes, in dem die Familie Alsmann einen Fernseher erwirbt, und in der Rubrik 1961 steht folgender Satz: „Götz beschließt, Musiker zu werden oder einen anderen Weg zu finden, ins Fernsehen zu kommen."

Kunstquartier, Hagen

Nachdem Hagen 1922 Karl Ernst Osthaus’ bedeutende Sammlung von Werken der Klassischen Moderne an Essen verloren hatte, geriet die Stadt an der Volme für Jahrzehnte ins museumspolitische Abseits. Seit Mitte 2009, mit der Eröffnung des Hagener Kunstquartier,

„Die Schnecke von Oberhausen“ – Eine Uraufführung im Malersaal

Dem Reisenden, der in Oberhausen aus dem Bahnhof kommt, bietet sich ein überraschender Anblick. In einem ganz nahegelegenen kleinen Park steht eine riesige Stahlskulptur einer Schnecke. Sie war es, die Lia Bugnar zu ihrer bittersüßen Komödie inspiriert hat.

Michael Kumpfmüller liest in der Alanus-Hochschule

Das war eine Frage für echte Kulturkenner: „Wie hieß Franz Kafkas letzte Lebensgefährtin, die er 1923, ein Jahr vor seinem Tod, kennenlernte? A) Dora Diamant, B) Sarah Saphir, C) Rita Rubin oder D) Olga Opal?“ Es war die Millionenfrage bei einer Promi-Ausgabe von „Wer wird Millionär?“:

Michael Kumpfmüller liest im Bilderbuchmuseum Burg Wissem

Das war eine Frage für echte Kulturkenner: „Wie hieß Franz Kafkas letzte Lebensgefährtin, die er 1923, ein Jahr vor seinem Tod, kennenlernte? A) Dora Diamant, B) Sarah Saphir, C) Rita Rubin oder D) Olga Opal?“ Es war die Millionenfrage bei einer Promi-Ausgabe von „Wer wird Millionär?“:

Molières „Der Geizige“ im Schloss

Es gibt wirklich kein Regietheater-Mittel und Klischee, dass dem Regisseur Philipp Preuss an diesem Abend im Moerser Schloss zu abgegriffen oder banal wäre. Aber genau so muss es sein. Schließlich inszeniert er Molières "Der Geizige" als ironische Abrechnung mit der konservativen Kritik am Regietheater.

Michael Kumpfmüller liest im Trimborn-Hof

Das war eine Frage für echte Kulturkenner: „Wie hieß Franz Kafkas letzte Lebensgefährtin, die er 1923, ein Jahr vor seinem Tod, kennenlernte? A) Dora Diamant, B) Sarah Saphir, C) Rita Rubin oder D) Olga Opal?“ Es war die Millionenfrage bei einer Promi-Ausgabe von „Wer wird Millionär?“:

Harry Rowohlt im Kulturzentrum Klosterkirche

Er trägt das Gesichtshaar lang, ist Autor, Übersetzer, Rezitator und Deutschlands Konsens-Obdachloser in der Lindenstraße. Harry Rowohlt hat über 100 Bücher ins Deutsche übertragen, darunter Frank Mc-Courts’ „Die Asche meiner Mutter“

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Max Ernst Museum, Brühl

Am Bahnhof Brühl erfolgt bereits der Hinweis, dass sich die Stadt als Max-Ernst-Stadt definiert. Das war nicht immer so, das Verhältnis von Künstler und Heimatort war lange von Distanz und Ablehnung geprägt. Gewiss hat das Max Ernst Museum diese Versöhnung gestiftet. Im September 2005

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