Florence + the Machine im E-Werk
30.03.12 20:00

Im Lichtkegel sieht sie manchmal aus wie eine Marienerscheinung. Das lange Haar in der Mitte geteilt, der Blick entrückt, die Kleider wallend. Auch sonst kann man kaum behaupten, die Auftritte von Florence Welsh aus London seien irgendwie unterinszeniert. Zum barocken Äußeren kommt ein barocker Sound. Eigentlich sind Florence + the Machine mehr Orchester als normale Band. Auftreten, Musik und Gesang verdanken Kate Bush eine Menge; der Unterschied besteht in einem größeren Pop-Appeal der jüngeren Musikerin. Songs über duftende Briefe, Romane des 19. Jahrhunderts und Ähnliches sucht man bei Florence + the Machine vergebens. Vielleicht sollte man ein neues Maß einführen. 1 Welsh = die maximale Dosis Exzentrik, mit der man zwei Millionen Alben verkaufen kann. Allein in England.

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c/o pop

Acht Jahre nach ihrer Gründung ist die c/o pop zum festen Teil des deutschen Festivalzirkus' geworden.

Electronic Beats Festival

Die Electronic Beats muss man wohl eine positive Mogelpackung nennen. Rein "elektronisch" ist nur noch wenig bei diesem Festival. Das gilt erst recht für die aktuelle Ausgabe mit den Kills.

Open Source Festival

Besonderer Ort, besondere Bands: Beirut, Mouse on Mars, Who Made Who u.v.a. beehren das Festival an der Düsseldorfer Galopprennbahn.

1954 – Das WDR-Gesetz wird ratifiziert

Als der Düsseldorfer Landtag am 25. Mai 1954 das WDR-Gesetz ratifizierte und damit das Ende des NWDR einläutete, blieb das erst einmal ohne Folgen. Noch galt nämlich eine britische Verordnung, die der alten Vierländeranstalt das Sendemonopol zusprach.

Superpunk in der Zeche Carl

Deutschlands beste "Motown-Band" geht auf Abschiedstour. Schade.

Kompakt

Am Anfang war Delirium. So hieß der Kölner Plattenladen zunächst, weil er als Ableger des gleichnamigen Frankfurter Underground-Techno-Franchise-Unternehmens begann. Eröffnet wurde er 1993 von einer Gruppe von Künstlern, Produzenten und DJs, die im Techno-Universum kreisten.

Die Toten Hosen

Das Jahr 1982 war für Deutschland im doppelten Sinne geschichtsträchtig. Nicht nur wurde Helmut Kohl Bundeskanzler in Bonn, auch ein paar Kilometer rheinabwärts ging es um Großes. Laut schallte es aus einem billigen Tonstudio: „Wir sind bereit".

Harald Schmidt

Irgendwann vor ein paar Jahren hat Harald Schmidt einen Zustand der intellektuellen Glückseligkeit erreicht, der nur wenigen zugänglich ist. Seitdem ist ihm alles egal. Weil er nichts mehr will, kann er alles wagen. „Was mich interessiert, ist Thema in der Show", sagt er, und so verfährt er dann auch.

PeterLicht

Ein Mann ohne Gesicht, aber mit einem Lied: „Wenn ich nicht hier bin, bin ich auf dem Sonnendeck!" Das kleine Elektro-Stück fand sich auf einer CD, die dem Musikmagazin „Spex" beigelegt war. Vorher hatte PeterLicht das Stück auf seiner EP „Sechs Lieder" veröffentlicht - unbemerkt von der Öffentlichkeit.

Ralf König

Nur um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Das Kreuz, das ein bisschen aussieht wie ein christliches Tattoo, hat sich Ralf König im Alter von 12 Jahren auf den Oberarm experimentiert. Kinder, die wie König in einem katholischen Kuhdorf mitten in Westfalen aufgewachsen sind, tragen ihr Kreuz häufig ein Leben lang mit sich herum. Ganz tief in sich drin.

1981 – Kommissar Schimanskis erster Fall: „Duisburg-Ruhrort“

28. Juni 1981, nach der Tagesschau. Erst brettert der legendäre Tatort-Vorspann, vorangetrieben von Klaus Doldingers Saxofon und Udo Lindenbergs Schlagzeug, über den Bildschirm. Danach kurze Stille, bis ein Mann in einem roten T-Shirt ein Radio einschaltet und aus dem Fenster seiner Hochhauswohnung blickt.

domicil, Dortmund

Das domicil ist das zentrale Forum für zeitgenössischen Jazz und aktuelle Musik im Ruhrgebiet. Auch Weltmusik, ambitionierter Pop oder elektronische Musik stehen hier auf dem Programm. Die Spielstätte im Dortmunder

Joachim Król

Als sein Schauspieler-Vorbild nennt Joachim Król den zwanzig Jahre älteren Briten Sir Anthony Hopkins. Vom Typ her kann das verwundern, weil zwischen dem aristokratischen Gentleman und dem 1957 in Herne geborenen Bergmannssohn mit polnischen Vorfahren kaum Ähnlichkeit besteht.

Tino Hanekamp im ARTheater

Nein, in diesem Club steht kein Pferd auf dem Flur wie damals im New Yorker „Club 54“, in dem man in den 70ern auf die Tanzfläche zu reiten pflegte und auch von berghainesken Fetischfantasien ist man weit entfernt. Es ist einfach nur Silvester auf St. Pauli und Oskar Wrobel würde am liebsten nur liegen bleiben. Ihm gehört ein Musikclub in einem alten Krankenhaus

NRW-Forum, Düsseldorf

Das NRW-Forum Kultur und Wirtschaft ist eines der jüngsten Museen des Landes. Es wurde 1998 gegründet und residiert im historischen „Ehrenhof“ nahe des Rheins, in einem 1925/26 von Wilhelm Kreis errichteten baulichen Ensemble gemeinsam mit der Tonhalle und dem museum kunst palast.

„The Black Rider“ im Grillo-Theater

Nach dem Umweg über Carl Maria von Webers romantische Oper kehrt die Sage vom Freischütz mit „The Black Rider“ zu ihren Ursprüngen aus Gespensterbüchern zurück. Gemeinsam haben William S. Burroughs, Tom Waits und Robert Wilson 1989 den düsteren Kern der Legende postmodern fomatiert. Reinhardt Friese treibt das Spiel der Abstraktion und Reduktion mit seiner Essener Bearbeitung am Grillo noch weiter.

1987 – Joachim Lottmann erfindet sich als Erfinder der Pop-Literatur

Das Cover ist quietschbunt. Darauf finden sich neben den üblichen Angaben wie Titel (»Mai, Juni, Juli«), Autor (Joachim Lottmann) und Gattungsbezeichnung (Ein Roman) auch ein paar Angaben darüber, was der interessierte Leser auf keinen Fall erwarten sollte.

Herbert Grönemeyer

Irgendetwas hat sich geändert damals, aber man kann nicht mehr sagen, wann genau es passiert ist und wie. Einer dieser Momente, in denen die Veränderung fühlbar wurde, war am Abend des 9. November 2002 in der Düsseldorfer Messehalle. Herbert Grönemeyer saß am Flügel und spielte das Lied »Der Weg«.

Holger Czukay / CAN

Zwischen ihrer Gründung im Jahre 1968 und den ausklingenden 70ern mischte Can nicht nur die heimische Rockszene auf. Sie wurde und werden gemeinsam mit »Kraftwerk« von Größen wie David Bowie, Brian Eno und Johnny Rotten in der Liste ihrer Einflüsse ganz oben geführt.

Stadtgarten, Köln

Mitten in der Kölner Innenstadt findet sich ein „Konzerthaus“ besonderer Ausrichtung: Der „Stadtgarten“, direkt am gleichnamigen Park gelegen, ist ein Veranstaltungsort und Szenetreff, der Konzerte mit Gastronomie wie Restaurant und Biergarten verbindet.

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GEMISCHTE TÜTE