Im Lichtkegel sieht sie manchmal aus wie eine Marienerscheinung. Das lange Haar in der Mitte geteilt, der Blick entrückt, die Kleider wallend. Auch sonst kann man kaum behaupten, die Auftritte von Florence Welsh aus London seien irgendwie unterinszeniert. Zum barocken Äußeren kommt ein barocker Sound. Eigentlich sind Florence + the Machine mehr Orchester als normale Band. Auftreten, Musik und Gesang verdanken Kate Bush eine Menge; der Unterschied besteht in einem größeren Pop-Appeal der jüngeren Musikerin. Songs über duftende Briefe, Romane des 19. Jahrhunderts und Ähnliches sucht man bei Florence + the Machine vergebens. Vielleicht sollte man ein neues Maß einführen. 1 Welsh = die maximale Dosis Exzentrik, mit der man zwei Millionen Alben verkaufen kann. Allein in England.
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