FFT Forum Freies Theater, Düsseldorf

Zwei traditionelle Düsseldorfer Spielstätten, das Juta in der Altstadt und die Kammerspiele in der Jahnstraße, wurden 1999 zum Forum Freies Theater unter einer künstlerischen Leitung zusammengeführt. Ein von der Stadt Düsseldorf und dem Land gestütztes Experiment, das die zwischen Amateurstatus und (semi-)professioneller Arbeit gespaltene lokale freie Szene auf ein anderes Niveau gehoben hat. Dank organisatorischer Konzentration und gebündelter Förderung ist das FFT zu einem Zentrum für zeitgenössische Darstellungsformen geworden, eingebettet in ein Netzwerk vergleichbarer Institutionen in Berlin, Dresden, Frankfurt und Hamburg. Ein festes Ensemble gibt es nicht. Als Koproduzent ist das FFT jährlich an rund 30 Projekten beteiligt, von denen circa ein Drittel am Haus produziert, geprobt und uraufgeführt wird. Sie machen die Hälfte des jährlichen Gesamtprogramms von knapp 300 Vorstellungen aus, die andere Hälfte wird aus Gastspielen bestritten. Im Sinne der künstlerischen Profilschärfung – kontinuierlich wiederkehrende Gruppen sind etwa "She She Pop", "Showcase beat Le Mot", "Norton Commander Productions", Helena Waldmann – erweitert das FFT den eng gefassten Theaterbegriff: vom Sprech-, Musik- und Tanztheater, zu Performance, Video, Installation, zur Diskurs-Plattform und zum Geschichts-Labor.

empfehlungen der redaktion
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„Naked Lenz“ nach Büchner und Cronenberg im Studio

So viel Schein, Trug, Halluzination und Wahn ist selten im Theater. Am Schauspiel Dortmund kombiniert Martin Laberenz’ eine „reale Illusion" frei nach Georg Büchners "Lenz" und David Cronenbergs Film "Naked Lunch" nach dem Burroughs-Roman.

tanzhaus nrw, Düsseldorf

Hervorgegangen aus der 1978 gegründeten soziokulturellen Kulturinitiative „Die Werkstatt“, residiert das „tanzhaus nrw“ seit 1998 in einem ehemaligen Straßenbahndepot unweit des Düsseldorfer Hauptbahnhofs. Seit 2000 ist das deutschlandweit einzigartige Haus ausschließlich dem freien zeitgenössischen

Salon des Amateurs, Düsseldorf

Von außen könnte man den Salon des Amateurs für das Museumscafé der Düsseldorfer Kunsthalle halten. Aber er ist und bietet mehr: eine Mischung aus Café, Bar, Musik-Club und Kultur-Ort – eine Art „öffentliches Wohnzimmer“.

Uwe Loesch

Steigt man die vielen Stufen zu Uwe Loeschs Atelier hinauf, fallen einem die Zeilen aus dem „Türmer“ ein: „Zum Sehen geboren, zum Schauen bestellt, zum Turme geschworen, gefällt mir die Welt.“ Worte jenes Dichters, den Loesch so absichtlich wie lustvoll falsch geschrieben hat: „GOEHTE“.

PACT Zollverein, Essen

Anfang der 1990er Jahre entdeckten junge Choreografen die ehemalige Waschkaue der 1986 stillgelegten Zeche Zollverein in Essen für sich als Aufführungsort. Seit dem Umbau Ende der 1990er Jahre zum „Choreografischen Zentrum NRW" verfügt das Haus über zwei Bühnen und drei Studios.

Samir Akika

Psychologen würden bei Samir Akika vermutlich ein Peter-Pan-Syndrom diagnostizieren. Der Franzose mit algerischem Hintergrund, Jahrgang 1967, hat die Vierzig überschritten, doch in seinem Werk zelebriert er unbeirrt die Jugend- und Subkultur.

„Der erhobene Zeigefinger“ am Jungen Schauspielhaus

Es gibt Momente, in denen muss der Zeigefinger einfach erhoben werden, zumindest symbolisch, sonst verändert sich nie etwas. Am Jungen Schauspielhaus in Düsseldorf ist nun so ein Moment gekommen. Um endlich einmal etwas gegen die allgemeine Unruhe...

Julia Stoschek Collection, Düsseldorf

Hinter diesen Mauern im schmucken Düsseldorfer Stadtteil Oberkassel hat sich schon vielerlei ereignet. Nach industrieller Nutzung wie der Herstellung von Theaterausstattung, Maschinenteilen, Leuchtmitteln, Damenkorsagen, Matratzen

Klopsztanga – Polen grenzenlos NRW 2012/2013

Nordrhein-Westfalen freut sich auf Gäste. Von September 2011 bis Januar 2012 hat sich die Kulturszene NRWs mit dem Projekt „Tam’Tam“ in Polen vorgestellt – zu sehen waren u.a. das Tanztheater Pina Bausch, die Sammlung Werner Nekes oder das fotografische Werk von Wolfgang Tillmanns.

„Freie Sicht“ am Jungen Schauspielhaus

Manchmal schafft schon eine andere Perspektive freie Sicht. Also drehen die Performance-Künstlerinnen Isabel Dorn und Verena Ries die Zeit zurück. Der irrwitzige Schlusspunkt einer Tragödie elterlicher Paranoia wird zum Ausgangspunkt für ihr „Treibhaus-Projekt nach Marius von Mayenburg“.

„Karte und Gebiet“ von Michel Houellebecq im Schauspielhaus

„Karte und Gebiet“ von Michel Houellebecq ist Künstler-Biografie und Farce über den Kunstbetrieb, ist Lob der Provinz jenseits von Paris, eine Geschichte über das Altern und das Verhältnis Vater und Sohn. Und nicht zuletzt ein Science-Fiction-Roman, der 2048 endet. Im Düsseldorfer Schauspielhaus hat ihn Falk Richter für die Bühne bearbeitet.

Ben J. Riepe

Anders als viele Tänzer konnte sich Ben J. Riepe über mangelnde Engagements nicht beklagen. Noch während seines Tanz- und Choreografiestudiums an der Folkwang Hochschule engagierte Pina Bausch ihn 2002 für ihr „Frühlingsopfer“.

Grillo-Theater, Essen

Das Theater ist nach dem Industriellen Friedrich Grillo benannt, der die Errichtung des Hauses ermöglicht hat. 1892 eröffnet, ist es eine der ältesten Bühnen im Ruhrgebiet. Im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt, wurde das Gebäude mit einer neoklassizistischen Front-Fassade wiederaufgebaut und 1950 neu eröffnet.

NRW-Forum, Düsseldorf

Das NRW-Forum Kultur und Wirtschaft ist eines der jüngsten Museen des Landes. Es wurde 1998 gegründet und residiert im historischen „Ehrenhof“ nahe des Rheins, in einem 1925/26 von Wilhelm Kreis errichteten baulichen Ensemble gemeinsam mit der Tonhalle und dem museum kunst palast.

„Im Angesicht der Moderne – die Magie des Tanzes 1900 – 1932“ im Tanzmuseum

Es ist nur ein kleiner Filmschnipsel, doch er zeigt etwas, das von überragender Bedeutung für die Tanzgeschichte gewesen ist: Das einzig erhaltene Fragment von Mary Wigmans legendärem „Hexentanz“, knapp zwei Minuten lang, flimmert über den Monitor im Foyer des Tanzmuseums Köln.

Skulpturenpark Waldfrieden, Wuppertal

Der Skulpturenpark Waldfrieden entstand auf Initiative des in Wuppertal lebenden und arbeitenden britischen Künstlers Tony Cragg. Das Grundstück des Anwesens gehörte ursprünglich dem Unternehmer und Kunstmäzen Kurt Herberts,

Molières „Der Geizige“ im Schloss

Es gibt wirklich kein Regietheater-Mittel und Klischee, dass dem Regisseur Philipp Preuss an diesem Abend im Moerser Schloss zu abgegriffen oder banal wäre. Aber genau so muss es sein. Schließlich inszeniert er Molières "Der Geizige" als ironische Abrechnung mit der konservativen Kritik am Regietheater.

Wuppertaler Bühnen

Die Wuppertaler Bühnen sind bekannt für die intensive Zusammenarbeit der Sparten Schauspiel und Oper. Interdisziplinäre Projekte entstehen in beiden Häusern, zusammen mit Kooperationspartnern aus dem kulturellen Umfeld des Theaters. Der Focus des Musiktheaters liegt dabei auf den Ethnien, die in den heutigen Großstädten

„Der Blitz (Fukushima Sunrise)“ im Kleinen Schauspielhaus

Das Textmaterial für „Der Blitz (Fukushima Sunrise)“, das Erstlingswerk des noch unbekannten Dramatikers Fred Hundt, ist eine Art sprachliches Abfallprodukt der Reaktorkatastrophe in Japan. Die verstrahlten Sätze und von selbst zerfallenden Floskeln...

Helge Schneider

Man traute seinen Augen kaum: Die „singende Herrentorte“ in der Reichskanzlei! Als er 2007 in Dani Levys Film-Farce „Mein Führer“ ebenjenen verkörpert, löst Helge Schneider das aus, was er immer auslöst: Irritation. Kann er das? Er kann.

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