„Fantasia“ in der Oper Dortmund
23.02.12 19:30

Ein „Fest der Kreativität“ feiert das Ballett Dortmund. Es widmet die gesamte Spielzeit dem Märchenhaften und Phantastischen. „In unserer Zeit ist es ganz leicht, in der Wirklichkeit verloren zu gehen. Immer mehr Menschen – vor allem Jugendliche – flüchten sich in diese Sphären des Scheins. Ihr Persönlichkeit und Kreativität gehen der Gesellschaft verloren“, meint Xin Peng Wang. Im Unterschied zur virtuellen Welt führe uns das Märchen nicht von uns fort, sondern auf Umwegen zu uns zurück. „Fantasia“ nennte der Chinese das Handlungsballett, das er mit seinem Chefdramaturgen Christian Baier erarbeitete.

Das Stück wagt es, ein Tabuthema auf die Bühne zu bringen: körperliche Behinderungen. Alicia und Florian sitzen beide im Rollstuhl. Während das Mädchen gegen sein Handicap ankämpft, ergibt sich der Junge seinem Schicksal, verbittert und entwickelt sich zu einem Monster. Alicia schafft es, dem Rollstuhl zu entkommen, muss sich dann aber gegen die Vorurteile in der Gesellschaft wehren. Ihr unerschütterlicher Glaube an sich selbst lässt sie dunkle Abenteuer bestehen, die tief in die Natur des Menschen hineinführen.

„Fantasia“ ist ein Familien-Ballett. Es spielt in einem Kinderzimmer und in einem lebendigen Wald, wo sich riesige Käfer, Glühwürmchen, hinterlistige Kitzelmänner und räuberische Vogelmenschen tummeln. Alicia muss sich, unterstützt von der Fee der Zuversicht, einem feuerspeienden Drachen entgegen stellen, der sich von den Kräften der Menschen ernährt. Kompositionen von Modest Mussorgsky, dem großen musikalischen Phantasten, begleiten das Ballettmärchen.

empfehlungen der redaktion
25833_thumb
110_thumb
140_thumb
190_thumb
294_thumb
48_thumb
24_thumb
98_thumb
13947_thumb
26921_thumb
26982_thumb
26636_thumb
26252_thumb
65_thumb
71_thumb
81_thumb
88_thumb
8682_thumb
25201_thumb
25133_thumb

Klopsztanga – Polen grenzenlos NRW 2012/2013

Nordrhein-Westfalen freut sich auf Gäste. Von September 2011 bis Januar 2012 hat sich die Kulturszene NRWs mit dem Projekt „Tam’Tam“ in Polen vorgestellt – zu sehen waren u.a. das Tanztheater Pina Bausch, die Sammlung Werner Nekes oder das fotografische Werk von Wolfgang Tillmanns.

1973 – Pina Bausch übernimmt die Ballettsparte in Wuppertal

Als der Generalintendant der Wuppertaler Bühnen 1973 die junge Choreografin Pina Bausch fragte, ob sie das Ballett an seinem Haus übernehmen wolle, holte er sich zunächst einen Korb. Aber er war beharrlich und fragte wieder und wieder, bis Pina Bausch antwortete: „Ich kann es ja mal probieren.“

Konzerthaus Dortmund

Im Jahr 2002 eröffnet, setzte das Konzerthaus Dortmund ein Signal. Zum einen für die Stadt, weil mit dem Bau das vernachlässigte Brück-Viertel aufgewertet werden konnte. Die Transparenz des gläsernen Erdgeschosses holt die Straße herein und

Folkwang Tanzstudio, Essen

Das Folkwang Tanzstudio (FTS), das 1928 von dem legendären Kurt Jooss gegründet wurde, kann auf eine 80jährige wechselvolle Erfolgsgeschichte zurückblicken. Choreografinnen wie Pina Bausch, Susanne Linke, Reinhild Hoffmann, Henrietta Horn und Choreografen wie Urs Dietrich und Mark Sieczkarek haben

Aalto-Musiktheater, Essen

Es ist das schönste Musiktheater im Revier und kann den prominentesten Architekten vorweisen. Zugleich ist es das künstlerisch anerkannteste Haus und hat den meist gepriesenen Intendanten und Generalmusikdirektor in Personalunion: das Aalto-Musiktheater. Entworfen wurde es in kühnen, asymmetrischen Linien nach Plänen des Finnen Alvar Aalto,

Ruhr Museum, Essen

Das Ruhr Museum zeigt mit über 6.000 Exponaten die Geschichte des Ruhrgebiets im Gebäude der ehemaligen Kohlenwäsche der Zeche Zollverein. In dem komplexen Übertagegebäude auf Schacht XII folgt der Besucher dem Weg der Kohle und steigt in die Geschichte hinab. Die ehemalige Kohlenwäsche wurde vom Architekten Rem Koolhaas umgebaut und ist über eine orangefarbene Rolltreppe erreichbar.

PACT Zollverein, Essen

Anfang der 1990er Jahre entdeckten junge Choreografen die ehemalige Waschkaue der 1986 stillgelegten Zeche Zollverein in Essen für sich als Aufführungsort. Seit dem Umbau Ende der 1990er Jahre zum „Choreografischen Zentrum NRW" verfügt das Haus über zwei Bühnen und drei Studios.

Wuppertaler Bühnen

Die Wuppertaler Bühnen sind bekannt für die intensive Zusammenarbeit der Sparten Schauspiel und Oper. Interdisziplinäre Projekte entstehen in beiden Häusern, zusammen mit Kooperationspartnern aus dem kulturellen Umfeld des Theaters. Der Focus des Musiktheaters liegt dabei auf den Ethnien, die in den heutigen Großstädten

Xin Peng Wang

Xin Peng Wang zählt zu den wenigen Choreografen, die dem klassischen Handlungsballett eine Perspektive weisen. Nicht, dass er „Schwanensee“, „Dornröschen“ oder „Der Nussknacker“ vom Blatt in Szene setzen würde. Der Direktor des Dortmunder Balletts hat durchaus seine eigenen Vorstellungen.

W.G. Sebalds „Die Ringe des Saturn“ in der Halle Kalk

„Eine englische Wallfahrt“ nannte der Schriftsteller W.G. Sebald seinen 1995 erschienenen Reisebericht „Die Ringe des Saturn“. Was das Buch unzulänglich charakterisiert. Der Form nach eine Wanderung durch Suffolk, ist es sehr viel mehr: ein an der Wirklichkeit gehärtetes Traumbuch, trauernd über Verlorenes und Vernichtetes. In der Halle Kalk findet die Regisseurin Katie Mitchell den idealen Echoraum für ihre Annäherung an den deutschen, in England heimisch gewordenen Sebald.

DIN A 13 im Theater im Depot

Gerda König ist die Pionierin des deutschen Mixed-abled-dance, also: Tanz für Menschen mit und ohne Behinderung.

Maitanztage in der Oper

Die Oper Bonn tanzt in den Mai – fast den ganzen Monat lang. Vier hochkarätige Ensembles reisen mit je zwei Gastspielen an den Rhein.

Klangvokal-Festival: Christina Pluhar & das Ensemble L’Arpeggiata in der Kirche St. Reinoldi

Im Rahmen des Dortmunder „Klangvokal“-Festivals (16.5. – 3.6.) präsentiert Christina Pluhar mit ihrem Ensemble L’Arpeggiata nicht ausschließlich ein ausgelassenes Barock-Potpourri. Diesmal beschreitet sie vorrangig, zusammen mit der Sopranistin Nuria Rial und einem korsischen Chor, den Kreuzweg und schildert Marias Visionen,

Sigmar Polke

Sigmar Polke war der Ironiker unter den Malerstars. Ein Mann, der dem hehren Geschäft des Kunst-Machens mit guter Laune nachging. Er galt als großer Experimentator, dem die Chemie zum „Malen“ von Bildern und das Riffelglas zum Erzeugen von Wackelbildern dienten. Obwohl er in Rankings stets an vorderster Stelle geführt wurde, hatte er sich das Lachen über Kunst und Gesellschaft bewahrt. Sigmar Polke spielte, wo andere kämpften.

Museum Insel Hombroich, Neuss

Karl Heinrich Müller nannte seine Stiftung Insel Hombroich „einen offenen Versuch“ und ergänzte: „Sie ist kein Muss, sondern ein Darf. Sie ist nicht entweder oder, sondern sowohl als auch.“

Jahrhunderthalle, Bochum

Die Jahrhunderthalle ist ein Relikt aus jenen Zeiten, als Bochum noch „vor Arbeit ganz grau“ war, wie es der Volksbarde Grönemeyer in der Hymne an seine Stadt singt. Dabei wurde sie zuerst als Ausstellungshalle des „Bochumer Vereins“ für die Gewerbeausstellung 1902 in Düsseldorf errichtet. Ihre stählerne Konstruktion war von Anfang an so geplant, dass man sie komplett demontieren konnte.

Dortmunder „U“

Das Dortmunder „U“ wurde 1927 als erstes „Hochhaus“ Dortmunds errichtet und diente ursprünglich als Lager- und Gärhaus der Union-Brauerei. Das markante, 9 Meter hohe „U“ auf seiner Spitze bekam das Gebäude erst 1968; nach dem Ende des Braubetriebs ist es zum Wahrzeichen der ehemaligen

"Bal – Honig" von Semih Kaplanoglu

Mit "Bal – Honig" beendet der türkische Regisseur Semih Kaplanoglu seine anatolische Trilogie. Der Film, der auf der Berlinale den Goldenen Bären gewann, erzählt die Geschichte des sechsjährigen Yusuf und seines Vaters, eines Imkers.

„Delhi, ein Tanz“ von Iwan Wyrypajew

Was ist „Delhi, ein Tanz“? Ein Stück in sieben Szenen oder sieben Stücke, verbunden zu einem szenischen Ablauf, wie der russische Autor Iwan Wyrypajew es möchte. Im Kleinen Haus des Düsseldorfer Schauspiels inszeniert Felix Rothenhäusler die deutschsprachige Erstaufführung. Sechs Personen treffen in einem Krankenhaus aufeinander: Mutter und Tochter Ekaterina, beider Freundin, Ekaterinas Geliebter Andrej, dessen Ehefrau sowie eine Krankenschwester.

„Der Meister und Margarita“ im Schauspielhaus

Was und wer der Teufel letztendlich auch immer ist, er ist auf jeden Fall der größte aller Schauspieler und Theatermacher. Wie sollte es auch anders sein. Schließlich ist sein höchstes Ziel, die Menschen zu verführen, und dafür muss er sie...

Loader

GEMISCHTE TÜTE