Dortmunder „U“

Das Dortmunder „U“ wurde 1927 als erstes „Hochhaus“ Dortmunds errichtet und diente ursprünglich als Lager- und Gärhaus der Union-Brauerei. Das markante, 9 Meter hohe „U“ auf seiner Spitze bekam das Gebäude erst 1968; nach dem Ende des Braubetriebs ist es zum Wahrzeichen der ehemaligen Bierstadt geworden. Bereits 1998 wurde es erstmals einem künstlerischen Eingriff unterzogen: Der „Hartware MedienKunstVerein“ (HMKV) inszenierte die viel beachtete Ausstellung „Reservate der Sehnsucht“ in der damaligen Baustellensituation und zeigte der Öffentlichkeit, welches Potenzial das Gebäude bietet. Seit 2010 bewegt sich der Besucher über Rolltreppen durch das lichte Haus. Das ehemalige Industriegebäude ist das „Europäische Zentrum für Kunst und Kreativität“, eine Schnittstelle von Kunst, Forschung, kultureller Bildung und Wirtschaft. Dafür werden kulturelle Institutionen aus dem Stadtgebiet unter dem Dach des „U“ zusammengefasst. Das Museum am Ostwall präsentiert auf zwei Etagen seine ständige Sammlung sowie Sonderausstellungen. Der HMKV zeigt Medienkunst des 21. Jahrhunderts und veranstaltet Performances, Workshops und Konferenzen. Die TU Dortmund ist mit „Campus Stadt“ und dem interdisziplinären Projekt  „U-kademie" mit den Schwerpunkten „Ökonomisches Denken für Künstler und Kreative / Künstlerisches Denken für Unternehmer“ vertreten. Hinzu kommen Wechselausstellungen, Tagungen, Lesungen, Empfänge, Seminare, und Workshops der Universität. Auf der Dachkrone, unterhalb des goldenen U, sowie im Rolltreppenhaus sind die „Fliegenden Bilder“ von Regisseur Adolf Winkelmann zu sehen - Videoinstallationen, die das Ruhrgebiet in all seinen Facetten zeigen.

 

empfehlungen der redaktion
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Hartware MedienKunstVerein, Dortmund

Medienkunst kann mehr sein als verrauschte Videos in dunklen Museumsecken. Das beweist der „Hartware MedienKunstVerein“ seit seiner Gründung im Jahr 1996. Im Dortmunder „U“ veranstaltet der „HMKV“ Ausstellungen,

2002 – Ein neues Festival im Ruhrgebiet: Die Ruhrtriennale

„Die Landschaft der Industrie ist das aufgeschlagene Buch der menschlichen Psychologie.“ Diese Feststellung von Karl Marx könnte man auch auf die kontroversen Diskussionen beziehen, ob und wie die Relikte des Industriezeitalters zu verwalten, gestalten und nutzen sind.

2007 – Das Domfenster von Gerhard Richter

In ungläubiges Staunen hat das von Gerhard Richter entworfene Südquerhausfenster im Kölner Dom die Besucher nicht versetzt, als es am 25. August 2007, dem 759. Jahrestag der Grundsteinlegung der Kathedrale, erstmals gezeigt wurde. Eher in andächtiges Ergriffensein.

MARTa, Herford

Nur 10 km von Bielefeld entfernt steht seit der Eröffnung im Mai 2005 einer der innovativsten Museumsbauten weltweit: das von Frank Gehry entworfene MARTa Herford. Die dekonstruktivistische, Gehry-typische Raumskulptur aus rotem Klinkerstein und Edelstahl ist an sich schon ein

1946 – Wiedereröffnung Kunstakademie Düsseldorf

Im September 1945 halfen die ersten Kriegsheimkehrer unter den Studenten bei den Räumungs- und Wiederaufbauarbeiten der Kunstakademie Düsseldorf. Anschließend wurden Decken aus Trümmerschuttbeton hergestellt.

MKM – Museum Küppersmühle, Duisburg

Bis in die 1970er Jahre lagerte in der „Küppersmühle“ Getreide – seit 1999 ist hier die Kunst heimisch geworden. Die Basler Architekten „Herzog & de Meuron“ haben das ehemalige Speichergebäude mit seiner historischen Backsteinfassade zu einem Museum für zeitgenössische Kunst umgebaut.

Konzerthaus Dortmund

Im Jahr 2002 eröffnet, setzte das Konzerthaus Dortmund ein Signal. Zum einen für die Stadt, weil mit dem Bau das vernachlässigte Brück-Viertel aufgewertet werden konnte. Die Transparenz des gläsernen Erdgeschosses holt die Straße herein und

Art Cologne

Die Art Cologne wurde 1967 auf Initiative der Galeristen Hein Stünke und Rudolf Zwirner im Kölner Gürzenich gegründet. Sie ist ein Kind der 68er und die älteste Kunstmesse der Welt.

„Der Meister und Margarita“ im Schauspielhaus

Was und wer der Teufel letztendlich auch immer ist, er ist auf jeden Fall der größte aller Schauspieler und Theatermacher. Wie sollte es auch anders sein. Schließlich ist sein höchstes Ziel, die Menschen zu verführen, und dafür muss er sie...

Das Festival der Uraufführungen im Rahmen der 66. Ruhrfestspiele Recklinghausen

Inzwischen hat sich das Festival der Uraufführungen als zentraler Bestandteil des Programms der Ruhrfestspiele etabliert. Daran hat auch der jährlich in Frankfurt (Oder) vergebene Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker seinen Anteil. Seit 2010 ist an den mit 7.500 Euro dotierten Preis...

„Winkelmanns Reise ins U“ im Schauspielhaus

Filmemacher Adolf Winkelmann hat mit dem Koautor Jost Krüger seine Erfahrungen mit dem „Dortmunder U“ zum Roman „Winkelmanns Reise ins U“ verarbeitet: nun Grundlage für Winkelmanns Theater-Debüt, natürlich ebenfalls in Dortmund.

Wolfgang Tillmans

Wolfgang Tillmans, 1968 in Remscheid geboren, ist kein Fotograf im herkömmlichen Sinn. Nie geht es ihm um das Konservieren oder Einfrieren von Erlebnissen, Wahrnehmungen und Ereignissen. Seine Fotografie ist ein Amoklauf gegen den Tod.

Kunstmuseum Bonn

Schon das Äußere macht Eindruck. Vis-a-vis der schlichten Bundeskunsthalle plante Axel Schultes seinen bewegten Bau für das Bonner Kunstmuseum mit Wellen und Windungen, mit großen Fensterflächen und unregelmäßig gruppierten Säulen. Im Inneren findet sich ein anspruchsvolles, fließendes Raumkonzept

Die Baumeister-Familie Böhm

Die Böhms sind eine Architekten-Familie aus Köln – fast möchte man sagen: eine Architekten-Dynastie, denn die Männer dieses Hauses sind nun schon in der vierten Generation Baumeister. Der erste berühmte Böhm war Dominikus, er zog aus dem Schwäbischen an den Rhein und errichtete im Westen vor allem zahlreiche Kirchen.

Heimatdesign

Der Mann ist pures Understatement, wenn man bedenkt, dass er die kreative Szene im Ruhrgebiet und darüber hinaus zu neuem Selbstbewusstsein befeuert. Marc Röbbecke könnte rein optisch bei einer Band wie „Blumfeld“ mitspielen – einfacher grauer Pullover, Indie-Scheitel und ein zurückhaltendes Lächeln.

1970 – Das Düsseldorfer Schauspielhaus wird neu eröffnet

Mit Georg Büchners Endzeit-Drama „Dantons Tod“ beabsichtigte Generalintendant Karl Heinz Stroux den Neubau des Düsseldorfer Schauspielhauses in markanter Lage zu eröffnen. Ein Revolutionsstück!

Rosemarie Trockel

Rosemarie Trockel, 1952 in Schwerte (Westfalen) geboren, ist Zeichnerin, Malerin, Filmerin, Video- und Installationskünstlerin. Sie ist berühmt für ihren subversiven Humor, ihre aggressive Ironie, ihre Kunst der Doppeldeutigkeiten.

Felix Mendelssohn Bartholdy „Elias“ auf der Opernbühne

in Dortmund bringt Intendant Jens-Daniel Herzog das Oratorium von Felix Mendelssohn Bartholdy – seinen gewaltigen „Elias“ – auf die Bühne. „Elias“ erzählt eine Geschichte aus dem Alten Testament: den Abfall des Volkes Israel von seinem Gott Jahwe.

K21 - Kunstsammlung NRW, Düsseldorf

Es hat lange gedauert, aber wenn 2010 der Erweiterungsbau der Kunstsammlung NRW am Düsseldorfer Grabbeplatz eröffnet, wird das Haus K20 seine exquisite Sammlung endlich angemessen präsentieren können. Der voluminös geschwungene, schwarz-glänzende Granitbau

William Shakespeares „Der Sturm“ am Theater Oberhausen

In Oberhausen hat der sonst als Opernregisseur bekannte Tilman Knabe Shakespeares luftiges Traumspiel zurück auf den sumpfigen Boden der Macht geholt. Im taktischen Spiel der Politik müssen die Magie und ihre utopische Poesie rein prosaischen Manipulationen weichen.

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