Es herrscht mal wieder literarischer Ausnahmezustand in Köln, zum zwölften Mal lockt die „Lit.Cologne“ mit interessanten Lesungen und Begegnungen, spannenden Gästen und großen Namen. Auf dem Programm des „größten Literaturfests Europas“ stehen 172 Veranstaltungen; 73 davon richten sich an Kinder und Jugendliche, wie z.B. die 43 „Klasse-Buch-Lesungen“, die für Schulklassen diverser Altersgruppen angeboten werden. Auch die Veranstaltungsorte sind wie immer ungewöhnlich: Von der kleinen Kleinkunstbühne über die Philharmonie bis zur „Lanxess-Arena“ ist alles dabei. Auch das Literaturschiff „MS RheinEnergie“ legt dieses Mal wieder ab.
Eine kleine Termin-Auswahl: Stéphane Hessel, der Autor des höchst erfolgreichen Manifests „Empört Euch!“ liest und berichtet aus seinem wechselvollen Leben – der Mann war Angehöriger der Résistance, überlebte das KZ Buchenwald und arbeitet später an der UN-Menschenrechts-Charta mit (15.3.).
Olli Dittrich erinnert an den Maler, Satiriker und „ewigen Geheimtipp“ Heino Jaeger (15.3), den Eckard Henscheid den „Mozart der Komik“ nannte. Karl Lagerfeld spricht mit Elke Heidenreich über seine Lieblingsbücher (16.3.) und Christian Brückner, Annette Frier, Michael Lentz, Angela Winkler u.a. feiern die Literatur der goldenen 20er Jahre (16.3.). Clemens J. Setz tritt ohne Manuskript vor sein Publikum (17.3.) und erzählt in der Tradition von Peter Kurzeck Geschichten: vom Sohn der Weltraumhunde Belka und Strelka oder einem Experiment zur Leitfähigkeit von Mönchen.
Christian Kracht liest aus seinem neuen Roman „Imperium“ (17.3.), während zeitgleich Matthias Brandt und Paul Ingendaay sich mit Joseph Conrad und dem Herz der Finsternis beschäftigen (17.3.). Jeffrey Eugenides liest aus seinem Roman „Die Liebeshandlung“ (17.3.). Hannelore Hoger und Richy Müller wagen eine Expedition (18.3.) ins Reich des Fetischismus: „Ich bin so wild nach deinem Gummihund!“. Senta Berger und Roger Willemsen stellen mit Nina Berberova eine der bemerkenswertesten Frauen der russischen Literaturgeschichte vor (19.3.); Javier Marías liest aus seinen neuen Roman „Die sterblich Verliebten“ (19.3.).
Sebastian Fitzeck, Volker Klüpfel, Michael Kobr, Claudia Michelsen, Matthias Brandt, Frank Schätzing und 62 MusikerInnen veranstalten ein „literarisches Gemetzel“ (20.3.) in Sachen Kriminalliteratur; Buchpreisträger Eugen Ruge liest aus seinem Familienroman „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ (21.3.), zudem gibt sich mit Tomas Tranströmer der Literaturnobelpreisträger 2011 die Ehre (21.3.). Der zärtliche Schauspiel-Berseker Josef Bierbichler liest aus seinem Erstling „Mittelreich“ (22.3.) und Zeruya Shalev stellt gemeinsam mit Maria Schrader ihr neues Werk „Für den Rest des Lebens“ vor (22.3.). De Niro-Stimme Christian Brückner trifft auf Harry Belafonte und dessen Biografie „My Song“ (23.3.).
Bei der „lit.kid.Cologne“ liest Paul Maar aus „Sams im Glück“ (18.3.), Erwin Grosche und das WDR-Sinfonieorchester Köln bringen die Janosch-Geschichte „Der Josa mit der Zauberfibel“ auf die Bühne (18.3.) und Michael Kessler liest eine Geschichte von Michael Ende über den Elefanten „Filemon Faltenreich“ (20.3.), passenderweise im Elefantenhaus des Kölner Zoos; zudem gibt es das Kindermusical „Pünktchen und Anton op Kölsch“ (23.3.).
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