Deutsche Oper am Rhein

Die Deutsche Oper am Rhein ist ein Musterfall und ein gelungenes Beispiel einer Theater-Ehe zwischen ungleichen Partnern. Seit 1956 gilt das Prinzip Solidarität zwischen Düsseldorf und dem finanziell schwächeren Duisburg. Die Gemeinschaft, austariert im Verhältnis Zwei zu Eins, hat sich stets bewährt und funktioniert auch als logistischer Kraftakt. Symbolisch genommen ist der Rhein das Bindeglied, praktisch gesprochen sind es Busse, Transporter und Sattelschlepper, die die Verbindung halten. Das Düsseldorfer Opernhaus an der Heinrich-Heine-Allee (dort, wo 1875 das neue Stadttheater eröffnete, das 1943 stark beschädigt wurde) erhielt Mitte der 50er Jahre sein heutiges Gesicht. Nach aufwendiger Sanierung, Restaurierung sowie sicherheits- und bühnentechnischer Erneuerung erstrahlt es seit 2007 in neuem Glanz – inklusive eines lichthellen Orchester- und Ballettprobensaals und des riesigen Fundus im Keller. Äußerlich eher klobig, steht das Haus mit seinen schön geschwungenen Treppen des Foyers und typischen Stilelementen der 50er Jahre zu Recht unter Denkmalschutz. Auf die prägenden Generalintendanten Grischa Barfuss und Kurt Horres folgte von 1996 bis 2009 Tobias Richter. Ein Charakteristikum der Rheinoper ist ihr – nicht nur personell – starkes Ensemble, das selbst anspruchsvolle Partien mit hauseigenen Kräften besetzen kann. Regisseure wie Christoph Loy haben dem Haus in den letzten Jahren Profil verliehen. Ans Ballett wurde Martin Schläpfer berufen, dessen künstlerisches Format gemeinsam mit der exquisiten Compagnie sich eigenständig behauptet. Manifestiert auch im neuen Namen: „Ballett am Rhein“.

empfehlungen der redaktion
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Marlúcia do Amaral

Marlúcia do Amaral kann auch den schwarzen Schwan. Eine Forelle? Kein Problem. Den Schmetterling sowieso. Und eine verkrüppelte Irre. Die Brasilianerin verkörpert nicht den Typus der klassischen, grazilen Ballerina. Sie ist eine moderne Tanzvirtuosin, voller Lebenskraft und -lust.

„Karte und Gebiet“ von Michel Houellebecq im Schauspielhaus

„Karte und Gebiet“ von Michel Houellebecq ist Künstler-Biografie und Farce über den Kunstbetrieb, ist Lob der Provinz jenseits von Paris, eine Geschichte über das Altern und das Verhältnis Vater und Sohn. Und nicht zuletzt ein Science-Fiction-Roman, der 2048 endet. Im Düsseldorfer Schauspielhaus hat ihn Falk Richter für die Bühne bearbeitet.

Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen

Die organische Verbindung von spektakulärer Architektur und bildender Kunst macht das Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen zu einem der bedeutendsten Theatergebäude der Nachkriegszeit. Im Foyer sind die berühmten blauen Wandreliefs von Yves Klein zu bewundern,

1959 – Eröffnung des Theaters Gelsenkirchen

Eine Stadt spielt Stadt. Das ist das Schauspiel, das im Musiktheater im Revier Abend für Abend mit jeder Aufführung auf der Bühne steht. Schau-Spiel im Wortsinn. Erst bei künstlichem Licht beginnt es sich zu entfalten und sich nach außen hin mitzuteilen.

Strauss’ „Die Frau ohne Schatten“ an der Rheinoper

Richard Strauss’ „Die Frau ohne Schatten“ ist in einer exotischen Märchenwelt angesiedelt. Die Oper wird auch deshalb selten gegeben, da sie an alle Beteiligten ungewöhnliche Herausforderungen stellt. Die Rheinoper nimmt die Produktion, inszeniert von Guy Joosten und auch aufgrund ihrer Werktreue begeistert aufgenommen, wieder ins Repertoire.

PACT Zollverein, Essen

Anfang der 1990er Jahre entdeckten junge Choreografen die ehemalige Waschkaue der 1986 stillgelegten Zeche Zollverein in Essen für sich als Aufführungsort. Seit dem Umbau Ende der 1990er Jahre zum „Choreografischen Zentrum NRW" verfügt das Haus über zwei Bühnen und drei Studios.

Aalto-Musiktheater, Essen

Es ist das schönste Musiktheater im Revier und kann den prominentesten Architekten vorweisen. Zugleich ist es das künstlerisch anerkannteste Haus und hat den meist gepriesenen Intendanten und Generalmusikdirektor in Personalunion: das Aalto-Musiktheater. Entworfen wurde es in kühnen, asymmetrischen Linien nach Plänen des Finnen Alvar Aalto,

1971 - Joseph Beuys fordert die Abschaffung des Numerus clausus

Joseph Beuys, Professor für monumentale Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf, gründete 1967 die Deutsche Studentenpartei, um das Schul- und Hochschulwesen vom Staat zu „befreien“. 1971 kommt es zum Eklat.

"Schwanensee" im Opernhaus

Es war 1876, im Entstehungsjahr von „Schwanensee", als Peter Iljitsch Tschaikowsky in die eiskalte Moskwa ging.

Puccinis „Butterfly“ an der Rheinoper Düsseldorf

Die Oper zählt zu den Repertoire-Lieblingen. Puccinis „Madama Butterfly“, das traurige Schicksal der Japanerin Cio-Cio-San, wird in der frühen, herberen Werkfassung von Robert Carsen an der Rheinooer in starken, symbolhaften Bildern inszeniert.

Bettina Rheims: "Gender Studies" im NRW-Forum

Transsexualität und Travestie sind Themen, die die Kunst seit jeher faszinieren. Das androgyne Individuum ohne eindeutige Geschlechtsausprägung galt schon in den antiken Ursprungsmythen als etwas Besonderes.

Folkwang Tanzstudio, Essen

Das Folkwang Tanzstudio (FTS), das 1928 von dem legendären Kurt Jooss gegründet wurde, kann auf eine 80jährige wechselvolle Erfolgsgeschichte zurückblicken. Choreografinnen wie Pina Bausch, Susanne Linke, Reinhild Hoffmann, Henrietta Horn und Choreografen wie Urs Dietrich und Mark Sieczkarek haben

7. Musikfestival Schloss Cappenberg

Zum siebten Mal findet im südlichen Münsterland ein auf Kammermusik spezialisiertes Musikfestival statt. Für sieben Tage ist dann die Festival-Gründerin, die Geigerin und ECHO-Preisträgerin Mirijam Contzen Hausherrin von Schloss Cappenberg. Contzen lädt vorrangig junge hochtalentierte Kollegen ein;

Konrad Klapheck

Wenn es um das Unheimliche geht oder um eine gegenständliche Malerei, die sich mit keiner anderen vergleichen lässt, dann ist Konrad Klapheck gemeint. Ein Meister, der alle Moden überlebt, weil er nie einer angehört hat. Eine Ausnahmeerscheinung, zu Lebzeiten bereits Klassiker.

Klangvokal-Festival: Christina Pluhar & das Ensemble L’Arpeggiata in der Kirche St. Reinoldi

Im Rahmen des Dortmunder „Klangvokal“-Festivals (16.5. – 3.6.) präsentiert Christina Pluhar mit ihrem Ensemble L’Arpeggiata nicht ausschließlich ein ausgelassenes Barock-Potpourri. Diesmal beschreitet sie vorrangig, zusammen mit der Sopranistin Nuria Rial und einem korsischen Chor, den Kreuzweg und schildert Marias Visionen,

Ruhr Museum, Essen

Das Ruhr Museum zeigt mit über 6.000 Exponaten die Geschichte des Ruhrgebiets im Gebäude der ehemaligen Kohlenwäsche der Zeche Zollverein. In dem komplexen Übertagegebäude auf Schacht XII folgt der Besucher dem Weg der Kohle und steigt in die Geschichte hinab. Die ehemalige Kohlenwäsche wurde vom Architekten Rem Koolhaas umgebaut und ist über eine orangefarbene Rolltreppe erreichbar.

Molières „Der Geizige“ im Schloss

Es gibt wirklich kein Regietheater-Mittel und Klischee, dass dem Regisseur Philipp Preuss an diesem Abend im Moerser Schloss zu abgegriffen oder banal wäre. Aber genau so muss es sein. Schließlich inszeniert er Molières "Der Geizige" als ironische Abrechnung mit der konservativen Kritik am Regietheater.

Joseph Beuys

Joseph Beuys, am 12. Mai 1921 in Krefeld geboren und in Kleve und Kranenburg aufgewachsen, ist der Utopist des 20. Jahrhunderts. Er wollte die Welt durch Kunst erlösen und forderte die kreative Mitgestaltung der Gesellschaft ein.

Klopsztanga – Polen grenzenlos NRW 2012/2013

Nordrhein-Westfalen freut sich auf Gäste. Von September 2011 bis Januar 2012 hat sich die Kulturszene NRWs mit dem Projekt „Tam’Tam“ in Polen vorgestellt – zu sehen waren u.a. das Tanztheater Pina Bausch, die Sammlung Werner Nekes oder das fotografische Werk von Wolfgang Tillmanns.

Puccinis „Tosca“ an der Deutschen Oper am Rhein

An der Rheinoper wird Dietrich Hilsdorfs dramatische Deutung des Puccini-Hits „Tosca“ wieder gespielt. Seinem Ruf als Meister der Dekonstruktion von Repertoireklassikern wird der Regisseur in seiner Produktion von 2002 besonders gerecht. Der französische Schriftsteller Victorien Sardou brachte seinerzeit das Rezept für einen Publikumserfolg auf die simple, doch wirkungsvolle Formel: “Quäle die Heldin.“

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