Bereits mit 18 Jahren hatte sich Wolfgang Rihm an sein erstes Streichquartett gesetzt. Das war 1970. Seitdem widmete er sich dieser kammermusikalischen Königsgattung in schöner Regelmäßigkeit. Insgesamt ein Dutzend Streichquartette hat Rihm inzwischen komponiert. Wie sensibel sie weiterhin für konfliktreiche Klangbrüche sind, belegt das englische Arditti Quartet. Als deutsche Erstaufführung präsentiert es das 13. Streichquartett Rihms. Eingerahmt wird es von drei weiteren Werken aus dem 20. und 21. Jahrhundert. Auf das Quartett op. 3 des Wieners Alban Berg folgt das aus dem Jahr 2010 stammende 6. Quartett des Schotten James Dillon. Und so wie Rihm das vierstimmige Streicherspiel immer auch mit percussiven Geräuschen durchsetzt hat, galt dies nicht weniger für den Griechen Iannis Xenakis und speziell für sein Quartett „Tetras“ von 1983.
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