Two Door Cinema Club in Köln

Das französische Kitsuné-Label ist eigentlich bekannt für ultrahippe Clubmusik. Mag sein, dass den Machern das eigene Profil ein bisschen zu eindimensional geworden ist. Mit Two Door Cinema Club ist nun jedenfalls eine klassische Indie-Band hinzugekommen. Die Nordiren wurden quasi von der Schulbank weggecastet, was man der Band auch ansieht. Von den rotwangigen Wonneproppengesichtern sollte man sich allerdings nicht täuschen lassen: Das Trio spielt einen mehr als frühreifen Sound zwischen Power- und Indiepop, mit dem ein oder anderen Abstecher ins Elektronische (insofern gibt es doch eine kleine Schnittmenge mit dem Rest der Kitsuné-Belegschaft). Im letzten Jahr wurden TDCC zur "NME Radar Tour" eingeladen, eine Veranstaltung, mit der das englische Musikmagazin besonders viel versprechende Newcomer ehrt.

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Future Islands im Gebäude 9

Samuel Herrings Stimme klingt nach Rot-Händle und Bourbon, seine Songs trägt er mit der Verzweiflung eines angeschlagenen Boxers vor. Das passt beim ersten Hören gar nicht zum Sound seiner Band. Zöge man den Gesang von Herring ab, wären Future Islands "nur" eine gute Wave-Formation. In der Kombination werden sie zu etwas Besonderem – einer Synthie-Band mit Punk-Attitüde.

The Maccabees im Gebäude 9

2005 als ziemlich normale Indie-Band gestartet, sind die Maccabees inzwischen Stammgäste im britischen Feuilleton, spielen Live-Gigs in den Studios der BBC und arbeiten mit Produzenten, die es unter Arcade-Fire-Niveau normalerweise nicht machen. Das neue Album "Given to the Wild" wird diesen Trend eher noch anfachen.

Lambchop in der Kulturkirche

Für seinen Flüsterton hat Kurt Wagner eine simple Erklärung. Er könne einfach nicht singen. Auch seine Kollegen schlagen nicht gerade Radau. Eigentlich werfen Lambchop eher die Frage auf, wie eine zwölfköpfige Band so leise sein kann. Und so gut.

Florence + the Machine im E-Werk

Im Lichtkegel sieht sie manchmal aus wie eine Marienerscheinung. Das lange Haar in der Mitte geteilt, der Blick entrückt, die Kleider wallend. Auch sonst kann man kaum behaupten, die Auftritte von Florence Welsh aus London seien irgendwie unterinszeniert.

Feist im E-Werk

Zu ihren Auftraggebern gehören so unterschiedliche Institutionen wie Peaches, Broken Social Scene und die Sesamstraße. Als Solo-Künstlerin spielt Feist einen seltsam-schönen Zwittersound, der am Lagerfeuer und auf der Tanzfläche gleichermaßen funktioniert.

Mayer Hawthorne im Gloria

Mit Nerdbrille, Krawatte und akkurat gescheitelter Frisur könnte Mayer Hawthorne der Inbegriff der amerikanischen Vorstadt sein. Der Look ist vermutlich ironisch gemeint. Zumindest, wenn man Hawthornes Musik hört. Die bezieht sich nämlich zum Großteil auf klassische Motown-Vorbilder.

20 Jahre "Intro" im E-Werk

So kann man der Krise auch trotzen. Vor ein paar Jahren expandierte die Musikzeitschrift "Intro" in den Konzertbereich, inzwischen ist sie an großen Festivals wie "Melt!" und "Splash" beteiligt. Diese Booking-Erfahrung kommt der eigenen Jubiläumsparty zugute. Mit dabei: M83, Thees Uhlmann, Maximo Park, Mouse on Mars u.a.

Lambchop im Zakk

Für seinen Flüsterton hat Kurt Wagner eine simple Erklärung. Er könne einfach nicht singen. Auch seine Kollegen schlagen nicht gerade Radau. Eigentlich werfen Lambchop eher die Frage auf, wie eine zwölfköpfige Band so leise sein kann. Und so gut.

Loney Dear im Gleis 22

Per Internet vom Wohnzimmermusiker zum Orchesterchef. Was nach Netz-Folklore klingt, stimmt im Fall von Emil Svanängen einmal wirklich. In den USA ist seine Kammerpop-Band Loney Dear inzwischen bekannter als in Europa.

Ralf König

Nur um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Das Kreuz, das ein bisschen aussieht wie ein christliches Tattoo, hat sich Ralf König im Alter von 12 Jahren auf den Oberarm experimentiert. Kinder, die wie König in einem katholischen Kuhdorf mitten in Westfalen aufgewachsen sind, tragen ihr Kreuz häufig ein Leben lang mit sich herum. Ganz tief in sich drin.

„11 Freunde“ im Alten Schlachthof

11 Freunde sind angekündigt, kommen werden aber nur zwei. Philipp Köster und Jens Kirschneck von der Zeitschrift „11 Freunde“, dem „Magazin für Fußballkultur“; quasi die intellektuelle Ersatzbank Fußballdeutschlands. Das Magazin beweist seit dem Jahr 2000, dass Fußballjournalismus nichts mit Hofberichtstattung

PeterLicht

Ein Mann ohne Gesicht, aber mit einem Lied: „Wenn ich nicht hier bin, bin ich auf dem Sonnendeck!" Das kleine Elektro-Stück fand sich auf einer CD, die dem Musikmagazin „Spex" beigelegt war. Vorher hatte PeterLicht das Stück auf seiner EP „Sechs Lieder" veröffentlicht - unbemerkt von der Öffentlichkeit.

Stadtgarten, Köln

Mitten in der Kölner Innenstadt findet sich ein „Konzerthaus“ besonderer Ausrichtung: Der „Stadtgarten“, direkt am gleichnamigen Park gelegen, ist ein Veranstaltungsort und Szenetreff, der Konzerte mit Gastronomie wie Restaurant und Biergarten verbindet.

Harald Schmidt

Irgendwann vor ein paar Jahren hat Harald Schmidt einen Zustand der intellektuellen Glückseligkeit erreicht, der nur wenigen zugänglich ist. Seitdem ist ihm alles egal. Weil er nichts mehr will, kann er alles wagen. „Was mich interessiert, ist Thema in der Show", sagt er, und so verfährt er dann auch.

1981 – Kommissar Schimanskis erster Fall: „Duisburg-Ruhrort“

28. Juni 1981, nach der Tagesschau. Erst brettert der legendäre Tatort-Vorspann, vorangetrieben von Klaus Doldingers Saxofon und Udo Lindenbergs Schlagzeug, über den Bildschirm. Danach kurze Stille, bis ein Mann in einem roten T-Shirt ein Radio einschaltet und aus dem Fenster seiner Hochhauswohnung blickt.

1954 – Das WDR-Gesetz wird ratifiziert

Als der Düsseldorfer Landtag am 25. Mai 1954 das WDR-Gesetz ratifizierte und damit das Ende des NWDR einläutete, blieb das erst einmal ohne Folgen. Noch galt nämlich eine britische Verordnung, die der alten Vierländeranstalt das Sendemonopol zusprach.

Die Toten Hosen

Das Jahr 1982 war für Deutschland im doppelten Sinne geschichtsträchtig. Nicht nur wurde Helmut Kohl Bundeskanzler in Bonn, auch ein paar Kilometer rheinabwärts ging es um Großes. Laut schallte es aus einem billigen Tonstudio: „Wir sind bereit".

„11 Freunde“ in der Aula am Aasee

11 Freunde sind angekündigt, kommen werden aber nur zwei. Philipp Köster und Jens Kirschneck von der Zeitschrift „11 Freunde“, dem „Magazin für Fußballkultur“; quasi die intellektuelle Ersatzbank Fußballdeutschlands. Das Magazin beweist seit dem Jahr 2000, dass Fußballjournalismus nichts mit Hofberichtstattung

Kompakt

Am Anfang war Delirium. So hieß der Kölner Plattenladen zunächst, weil er als Ableger des gleichnamigen Frankfurter Underground-Techno-Franchise-Unternehmens begann. Eröffnet wurde er 1993 von einer Gruppe von Künstlern, Produzenten und DJs, die im Techno-Universum kreisten.

1987 – Joachim Lottmann erfindet sich als Erfinder der Pop-Literatur

Das Cover ist quietschbunt. Darauf finden sich neben den üblichen Angaben wie Titel (»Mai, Juni, Juli«), Autor (Joachim Lottmann) und Gattungsbezeichnung (Ein Roman) auch ein paar Angaben darüber, was der interessierte Leser auf keinen Fall erwarten sollte.

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GEMISCHTE TÜTE