Two Door Cinema Club in Köln
27.11.10 20:00

Das französische Kitsuné-Label ist eigentlich bekannt für ultrahippe Clubmusik. Mag sein, dass den Machern das eigene Profil ein bisschen zu eindimensional geworden ist. Mit Two Door Cinema Club ist nun jedenfalls eine klassische Indie-Band hinzugekommen. Die Nordiren wurden quasi von der Schulbank weggecastet, was man der Band auch ansieht. Von den rotwangigen Wonneproppengesichtern sollte man sich allerdings nicht täuschen lassen: Das Trio spielt einen mehr als frühreifen Sound zwischen Power- und Indiepop, mit dem ein oder anderen Abstecher ins Elektronische (insofern gibt es doch eine kleine Schnittmenge mit dem Rest der Kitsuné-Belegschaft). Im letzten Jahr wurden TDCC zur "NME Radar Tour" eingeladen, eine Veranstaltung, mit der das englische Musikmagazin besonders viel versprechende Newcomer ehrt.

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c/o pop

Acht Jahre nach ihrer Gründung ist die c/o pop zum festen Teil des deutschen Festivalzirkus' geworden.

Electronic Beats Festival

Die Electronic Beats muss man wohl eine positive Mogelpackung nennen. Rein "elektronisch" ist nur noch wenig bei diesem Festival. Das gilt erst recht für die aktuelle Ausgabe mit den Kills.

Open Source Festival

Besonderer Ort, besondere Bands: Beirut, Mouse on Mars, Who Made Who u.v.a. beehren das Festival an der Düsseldorfer Galopprennbahn.

Ralf König

Nur um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Das Kreuz, das ein bisschen aussieht wie ein christliches Tattoo, hat sich Ralf König im Alter von 12 Jahren auf den Oberarm experimentiert. Kinder, die wie König in einem katholischen Kuhdorf mitten in Westfalen aufgewachsen sind, tragen ihr Kreuz häufig ein Leben lang mit sich herum. Ganz tief in sich drin.

Superpunk in der Zeche Carl

Deutschlands beste "Motown-Band" geht auf Abschiedstour. Schade.

Kompakt

Am Anfang war Delirium. So hieß der Kölner Plattenladen zunächst, weil er als Ableger des gleichnamigen Frankfurter Underground-Techno-Franchise-Unternehmens begann. Eröffnet wurde er 1993 von einer Gruppe von Künstlern, Produzenten und DJs, die im Techno-Universum kreisten.

Die Toten Hosen

Das Jahr 1982 war für Deutschland im doppelten Sinne geschichtsträchtig. Nicht nur wurde Helmut Kohl Bundeskanzler in Bonn, auch ein paar Kilometer rheinabwärts ging es um Großes. Laut schallte es aus einem billigen Tonstudio: „Wir sind bereit".

Harald Schmidt

Irgendwann vor ein paar Jahren hat Harald Schmidt einen Zustand der intellektuellen Glückseligkeit erreicht, der nur wenigen zugänglich ist. Seitdem ist ihm alles egal. Weil er nichts mehr will, kann er alles wagen. „Was mich interessiert, ist Thema in der Show", sagt er, und so verfährt er dann auch.

1949 – In NRW werden wieder Filme gedreht

„Gesucht wird Majora“ – den Film muss man nicht kennen. Interessant ist an dem Streifen vornehmlich sein Entstehungsdatum: Seit seiner Premiere am 7. September 1949 gilt der Krimi als erster in Nordrhein-Westfalen produzierter Nachkriegsfilm.

1981 – Kommissar Schimanskis erster Fall: „Duisburg-Ruhrort“

28. Juni 1981, nach der Tagesschau. Erst brettert der legendäre Tatort-Vorspann, vorangetrieben von Klaus Doldingers Saxofon und Udo Lindenbergs Schlagzeug, über den Bildschirm. Danach kurze Stille, bis ein Mann in einem roten T-Shirt ein Radio einschaltet und aus dem Fenster seiner Hochhauswohnung blickt.

1954 – Das WDR-Gesetz wird ratifiziert

Als der Düsseldorfer Landtag am 25. Mai 1954 das WDR-Gesetz ratifizierte und damit das Ende des NWDR einläutete, blieb das erst einmal ohne Folgen. Noch galt nämlich eine britische Verordnung, die der alten Vierländeranstalt das Sendemonopol zusprach.

domicil, Dortmund

Das domicil ist das zentrale Forum für zeitgenössischen Jazz und aktuelle Musik im Ruhrgebiet. Auch Weltmusik, ambitionierter Pop oder elektronische Musik stehen hier auf dem Programm. Die Spielstätte im Dortmunder

Joachim Król

Als sein Schauspieler-Vorbild nennt Joachim Król den zwanzig Jahre älteren Briten Sir Anthony Hopkins. Vom Typ her kann das verwundern, weil zwischen dem aristokratischen Gentleman und dem 1957 in Herne geborenen Bergmannssohn mit polnischen Vorfahren kaum Ähnlichkeit besteht.

NRW-Forum, Düsseldorf

Das NRW-Forum Kultur und Wirtschaft ist eines der jüngsten Museen des Landes. Es wurde 1998 gegründet und residiert im historischen „Ehrenhof“ nahe des Rheins, in einem 1925/26 von Wilhelm Kreis errichteten baulichen Ensemble gemeinsam mit der Tonhalle und dem museum kunst palast.

Herbert Grönemeyer

Irgendetwas hat sich geändert damals, aber man kann nicht mehr sagen, wann genau es passiert ist und wie. Einer dieser Momente, in denen die Veränderung fühlbar wurde, war am Abend des 9. November 2002 in der Düsseldorfer Messehalle. Herbert Grönemeyer saß am Flügel und spielte das Lied »Der Weg«.

1987 – Joachim Lottmann erfindet sich als Erfinder der Pop-Literatur

Das Cover ist quietschbunt. Darauf finden sich neben den üblichen Angaben wie Titel (»Mai, Juni, Juli«), Autor (Joachim Lottmann) und Gattungsbezeichnung (Ein Roman) auch ein paar Angaben darüber, was der interessierte Leser auf keinen Fall erwarten sollte.

Holger Czukay / CAN

Zwischen ihrer Gründung im Jahre 1968 und den ausklingenden 70ern mischte Can nicht nur die heimische Rockszene auf. Sie wurde und werden gemeinsam mit »Kraftwerk« von Größen wie David Bowie, Brian Eno und Johnny Rotten in der Liste ihrer Einflüsse ganz oben geführt.

„The Black Rider“ im Grillo-Theater

Nach dem Umweg über Carl Maria von Webers romantische Oper kehrt die Sage vom Freischütz mit „The Black Rider“ zu ihren Ursprüngen aus Gespensterbüchern zurück. Gemeinsam haben William S. Burroughs, Tom Waits und Robert Wilson 1989 den düsteren Kern der Legende postmodern fomatiert. Reinhardt Friese treibt das Spiel der Abstraktion und Reduktion mit seiner Essener Bearbeitung am Grillo noch weiter.

Stadtgarten, Köln

Mitten in der Kölner Innenstadt findet sich ein „Konzerthaus“ besonderer Ausrichtung: Der „Stadtgarten“, direkt am gleichnamigen Park gelegen, ist ein Veranstaltungsort und Szenetreff, der Konzerte mit Gastronomie wie Restaurant und Biergarten verbindet.

PeterLicht

Ein Mann ohne Gesicht, aber mit einem Lied: „Wenn ich nicht hier bin, bin ich auf dem Sonnendeck!" Das kleine Elektro-Stück fand sich auf einer CD, die dem Musikmagazin „Spex" beigelegt war. Vorher hatte PeterLicht das Stück auf seiner EP „Sechs Lieder" veröffentlicht - unbemerkt von der Öffentlichkeit.

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