Theater Krefeld – Ferienzeit und Saisonbeginn

Am 16. Juli endet in Krefeld die Spielzeit, am 18. Juli in Mönchengladbach. Aber es endet viel mehr: eine Ära. Intendant Jens Pesel hat als Generalintendant an den Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld und Mönchengladbach 14 Jahre verdienstvoll gewirkt. Sein Nachfolger ist Michael Grosse (47), gebürtiger Ost-Berliner und zuletzt in Flensburg Chef der Schleswig-Holsteinischen Landestheater.
Am 17. September beginnt mit Shakespeares „Othello“, inszeniert von Matthias Gehrt, in Mönchengladbach (TiN) die Schauspielsaison. Sie setzt sich mit der Uraufführung „Bahman-Bagdad“ von Shabnam Tolouei und Amir Aghaee über den Iran-Irak-Krieg am 19. September in der Krefelder Fabrik Heeder fort. Das Musiktheater beginnt am 25. September im TiN Mönchengladbach mit Georg Kreislers One-Woman-Musical  „Heute Abend: Lola Blau“ (Regie Jürgen Pöckel) und am 2. Oktober im Theater Krefeld mit Prokofjews „Liebe zu den drei Orangen" (Regie Ansgar Weigner).

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Vincenzo Bellinis „Norma“ in Krefeld

Seit Maria Callas Bellinis Meisterwerk „Norma“ triumphal rehabilitiert hat, umgibt die Oper ein Nimbus. Was vor allem an der halsbrecherischen Titelpartie liegt, die Vorrecht der Primadonnen ist. In Krefeld wird die Geschichte aus dem Gallien der römischen Antike ins Italien des Neorealismus verlegt.

Goethes ganzer „Faust“ im Stadttheater

In Krefeld inszeniert Matthias Gehrt Goethes deutsches Drama in beiden Teilen in einer stark konzentrierten Fassung, die sich auf vier Stunden verdichtet. Faust stellt sich in sehr irdischer Gestalt vor: als Marathon-Mann im Merkel-Land der Globalisierung.

Theater Dortmund

Das Theater Dortmund, gegründet 1904, ist eines der wenigen Häuser in NRW, die fünf Sparten betreiben: Das Opernhaus unter der Intendantin Christine Mielitz hat 1170 Plätze und wurde 1966 erbaut. Sein charakteristisches grünes Kuppeldach findet seine jüngste Entsprechung in der Architektur der 2008 gegründeten Kinderoper, die Musiktheater

Theater Krefeld / Mönchengladbach

Die älteste Theaterehe Deutschlands wurde 1950 geschlossen: Am 19. April unterzeichneten die Städte Krefeld und Mönchengladbach einen Theatervertrag und feiern demnach bald diamantene Hochzeit. Unter dem Namen „Vereinigte Bühnen Krefeld und Mönchengladbach“ zeigt das Dreispartenhaus

Landestheater Detmold

Das Landestheater Detmold unter der Intendanz von Kay Metzger ist die größte der insgesamt vier nordrhein-westfälischen Landesbühnen, ihr Repertoire umfasst alle Sparten: Schauspiel, Musiktheater, Ballett sowie Kinder- und Jugendtheater.

Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen

Die organische Verbindung von spektakulärer Architektur und bildender Kunst macht das Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen zu einem der bedeutendsten Theatergebäude der Nachkriegszeit. Im Foyer sind die berühmten blauen Wandreliefs von Yves Klein zu bewundern,

Wuppertaler Bühnen

Die Wuppertaler Bühnen sind bekannt für die intensive Zusammenarbeit der Sparten Schauspiel und Oper. Interdisziplinäre Projekte entstehen in beiden Häusern, zusammen mit Kooperationspartnern aus dem kulturellen Umfeld des Theaters. Der Focus des Musiktheaters liegt dabei auf den Ethnien, die in den heutigen Großstädten

Städtische Bühnen, Köln

Die Bühnen der Stadt Köln sind am Offenbachplatz beheimatet und dort erhalten sie in den kommenden Jahren auch ihr neues Domizil: Das Schauspielhaus wird (wenn die Stadt nicht noch eine Kehrtwende vollzieht) neu gebaut und soll in Zukunft Schauspiel, Studiobühne und Kinderoper unter einem Dach vereinen.

Deutsche Oper am Rhein

Die Deutsche Oper am Rhein ist ein Musterfall und ein gelungenes Beispiel einer Theater-Ehe zwischen ungleichen Partnern. Seit 1956 gilt das Prinzip Solidarität zwischen Düsseldorf und dem finanziell schwächeren Duisburg. Die Gemeinschaft, austariert im Verhältnis

Theater Duisburg

Die Vorderfront des Theater Duisburg erinnert an die Tempeleingänge der Antike: Über sechs ionischen Säulen ruht der Dreiecksgiebel auf dem in großen Lettern ein Zitat von Friedrich Schiller aus der „Huldigung der Künste“ steht und die Zuschauer einlädt, auf 1117 Plätzen „das große Spiel der Welt“ zu sehen und anschließend „reicher in sich selbst zurück zu kehren“.

1959 – Eröffnung des Theaters Gelsenkirchen

Eine Stadt spielt Stadt. Das ist das Schauspiel, das im Musiktheater im Revier Abend für Abend mit jeder Aufführung auf der Bühne steht. Schau-Spiel im Wortsinn. Erst bei künstlichem Licht beginnt es sich zu entfalten und sich nach außen hin mitzuteilen.

Jahrhunderthalle, Bochum

Die Jahrhunderthalle ist ein Relikt aus jenen Zeiten, als Bochum noch „vor Arbeit ganz grau“ war, wie es der Volksbarde Grönemeyer in der Hymne an seine Stadt singt. Dabei wurde sie zuerst als Ausstellungshalle des „Bochumer Vereins“ für die Gewerbeausstellung 1902 in Düsseldorf errichtet. Ihre stählerne Konstruktion war von Anfang an so geplant, dass man sie komplett demontieren konnte.

Aalto-Musiktheater, Essen

Es ist das schönste Musiktheater im Revier und kann den prominentesten Architekten vorweisen. Zugleich ist es das künstlerisch anerkannteste Haus und hat den meist gepriesenen Intendanten und Generalmusikdirektor in Personalunion: das Aalto-Musiktheater. Entworfen wurde es in kühnen, asymmetrischen Linien nach Plänen des Finnen Alvar Aalto,

Ballett „Romeo und Julia” im Theater Krefeld

Romeo und Julia liebten sich an zahllosen Schauplätzen und in allen Epochen – sei es im Balkankonflikt, sei es im Bandenkrieg amerikanischer Jugendlicher. Auf der Tanzbühne hat der russische Komponist Sergej Prokofjew 1936 Shakespeares weltberühmtem Liebespaar zur Unsterblichkeit verholfen.

„Im Angesicht der Moderne – die Magie des Tanzes 1900 – 1932“ im Tanzmuseum

Es ist nur ein kleiner Filmschnipsel, doch er zeigt etwas, das von überragender Bedeutung für die Tanzgeschichte gewesen ist: Das einzig erhaltene Fragment von Mary Wigmans legendärem „Hexentanz“, knapp zwei Minuten lang, flimmert über den Monitor im Foyer des Tanzmuseums Köln.

„Im Angesicht der Moderne – die Magie des Tanzes 1900 – 1932“ im Tanzmuseum

Es ist nur ein kleiner Filmschnipsel, doch er zeigt etwas, das von überragender Bedeutung für die Tanzgeschichte gewesen ist: Das einzig erhaltene Fragment von Mary Wigmans legendärem „Hexentanz“, knapp zwei Minuten lang, flimmert über den Monitor im Foyer des Tanzmuseums Köln.

Theater Bonn

„Theater Bonn“ heißt es seit einigen Jahren schlicht und einfach. Unter dem Oberbegriff sind Sprech- und Musiktheater vereint. Die Sparte Tanztheater bzw. Ballett wurde mit dem letzten Choreografen Johann Kresnik beendet und der Verlust durch die Gastspielreihe „Highlights des internationalen Tanzes“ abgemildert.

Büchners „Woyzeck“ im Schauspielhaus

Es ist eine ganz einfache Geschichte, die Georg Büchner in Fragmenten hinterlassen hat: Sein Franz Woyzeck, der arm’ Mann, wird kujoniert, betrogen, gedemütigt, wird angesichts äußerer Umstände und innerer Pein ganz „hirnwütig“ und bringt Marie, die Mutter des gemeinsamen Kindchens, am Ende um.

Jelineks „Ulrike Maria Stuart“ im Grillo-Theater

Hermann Schmidt-Rahmers Essener Inszenierung von Elfriede Jelineks Königinnen-Drama "Ulrike Maria Stuart", das Schillers Stück und das Trauerspiel der RAF ineinander montiert, spielt mit dem abgründigen Witz und der bitteren Komik des Textes und findet darin die Kapitalismus- und Konsum-Satire.

Offenbachs „Contes d’Hoffmann“ in Essen

Für die Neuproduktion von Offenbachs "Hoffmanns Erzählungen“ am Aalto wurde das Aufführungsmaterial neu sortiert, kräftig eingekürzt und so das Werk ausgenüchtert. Regisseur Dietrich Hilsdorf entwickelt das Geschehen aus der schwarzen Leere des Theaterraums in Essen.

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