Esa-Pekka Salonen in Dortmund

Fast zwanzig Jahre lang hat der finnische Dirigent Esa-Pekka Salonen aus der bis dahin hörenswerten Los Angeles Philharmonic einen Spitzenorchesterapparat gemacht. Eben das hat er seit 2008 auch mit dem Londoner Philharmonia Orchestra vor. Die ersten Ergebnisse dieses brillanten Feuerkopfes sind bei einem dreitätigen Gastspiel zu hören, das den Auftakt einer auf drei Jahre angelegten „Residenz“ von Salonen stellt. Bei den ersten beiden Konzerten steht ihm u.a. der finnische Pianist  Antti Siirala zur Seite – bei Schumanns Klavierkonzert. Nach Ausflügen in die klassische Moderne mit Ravel und Debussy folgt am Finaltag dann die halbszenische Aufführung von Wagners „Tristan und Isolde“ – in der international viel beachteten Inszenierung von Peter Sellars im Bühnenbild des Videokünstlers Bill Viola. Mit Christine Brewer als Isolde und Gary Lehman als Tristan hat Salonen zwei Wagner-Stimmen der Luxusklasse ausgewählt.

empfehlungen der redaktion
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Konzerthaus Dortmund

Im Jahr 2002 eröffnet, setzte das Konzerthaus Dortmund ein Signal. Zum einen für die Stadt, weil mit dem Bau das vernachlässigte Brück-Viertel aufgewertet werden konnte. Die Transparenz des gläsernen Erdgeschosses holt die Straße herein und

Bernard Foccroulle im Konzerthaus

Der Belgier Bernard Foccroulle ist ein Tausendsassa und Workaholic. Als Organist gilt er als Experte für die große deutsche Dynastie um Buxtehude und Bach. Er studiert zeitgenössische Werke ein, komponiert selbst und setzt als Opernhaus-Intendant und Festival-Leiter gewichtige Zeichen. Seit 2007 ist er künstlerischer Chef der renommierten Sommerfestspiele

Fazil Say in der Tonhalle

Als George Gershwin 1928 nach Europa aufgebrochen war, um in Paris bei Maurice Ravel zu studieren, wurde er von ihm mit den Worten abgewiesen: „Warum wollen Sie ein zweitrangiger Ravel werden, wo Sie doch ein erstrangiger Gershwin sind?“ Recht hatte Ravel. Gershwin war bereits 1924 mit der „Rhapsody in Blue“ ein Welt-Hit geglückt, vibrierend in Jazz und Blues,

Julian Steckel in der Rudolf-Oetker-Halle

Julian Steckel ist einer der besten Cellisten, und das trotz eines bösen Unfalls. 2005 hatte er sich auf seiner Vespa einen Handgelenksbruch zugezogen. Die geplante Teilnahme am ARD-Musikwettbewerb war damit gelaufen. Dafür holte er sich schon ein Jahr später den Lorbeer beim Grand Prix Emanuel Feuermann.

„Fantasia“ in der Oper Dortmund

Ein „Fest der Kreativität“ feiert das Ballett Dortmund. Es widmet die gesamte Spielzeit dem Märchenhaften und Phantastischen. „In unserer Zeit ist es ganz leicht, in der Wirklichkeit verloren zu gehen. Immer mehr Menschen – vor allem Jugendliche – flüchten sich in diese Sphären des Scheins. Ihr Persönlichkeit und Kreativität gehen der Gesellschaft verloren“, meint Xin Peng Wang.

Philharmonie Köln

Einem Amphitheater nachempfunden ist der Saal der Kölner Philharmonie: Der Bau wurde von den Architekten Peter Busmann und Godfrid Haberer entworfen und im September 1986 eröffnet. Dabei steht die Musik auch räumlich im Mittelpunkt des Saales: von allen Plätzen kann man die Akteure gut

Mihalj Kekenj in der Philharmonie Essen

Im Hauptberuf trägt Mihalj Kekenj Anzug. Muss er als erster Konzertmeister der Bergischen Symphoniker. Zwischendurch tritt er schon mal gern in Schlabber-Streetwear samt Baseball-Cap auf. Denn seine zweite Passion ist der Hip-Hop. Aus beiden musikalischen Welten hat Mihalj Kekenj ein neues Drittes geschaffen.

Fazil Say im Eurogress

Als George Gershwin 1928 nach Europa aufgebrochen war, um in Paris bei Maurice Ravel zu studieren, wurde er von ihm mit den Worten abgewiesen: „Warum wollen Sie ein zweitrangiger Ravel werden, wo Sie doch ein erstrangiger Gershwin sind?“ Recht hatte Ravel. Gershwin war bereits 1924 mit der „Rhapsody in Blue“ ein Welt-Hit geglückt, vibrierend in Jazz und Blues,

Martin Grubinger in der Tonhalle

Der österreichische Schlagzeuger Martin Grubinger hat seit seinem legendären Wiener „Percussion Showdown“ 2006 gut zu tun. Mit seinem Ensemble umrundet er die ganze Welt, und als Solist hebt er ständig neue Schlagzeug-Konzerte aus der Taufe, die befreundete Komponisten für ihn schreiben. Mit zwei Konzerten ist Grubinger

Fazil Say in der Philharmonie Köln

Als George Gershwin 1928 nach Europa aufgebrochen war, um in Paris bei Maurice Ravel zu studieren, wurde er von ihm mit den Worten abgewiesen: „Warum wollen Sie ein zweitrangiger Ravel werden, wo Sie doch ein erstrangiger Gershwin sind?“ Recht hatte Ravel. Gershwin war bereits 1924 mit der „Rhapsody in Blue“ ein Welt-Hit geglückt, vibrierend in Jazz und Blues,

Das Arditti Quartet in der Philharmonie Köln

Bereits mit 18 Jahren hatte sich Wolfgang Rihm an sein erstes Streichquartett gesetzt. Das war 1970. Seitdem widmete er sich dieser kammermusikalischen Königsgattung in schöner Regelmäßigkeit. Insgesamt ein Dutzend Streichquartette hat Rihm inzwischen komponiert. Wie sensibel sie weiterhin für konfliktreiche Klangbrüche sind, belegt das englische Arditti Quartet. Als deutsche Erstaufführung

Cameron Carpenter in der Philharmonie Essen

Der Vater von Cameron Carpenter war Ofenbauer. Den Handwerksbetrieb wollte der Sohn gewiss nie übernehmen. Dafür verwandelt Carpenter die Orgel in ein heißes Gerät, wenn der Amerikaner mit schier unglaublicher Virtuosität über die Tasten und Pedale fliegt, sei es bei J.S. Bach, in den Arrangements von Chopins „Revolutionsetüde“ und Songs von Kate Bush. Zudem sorgt er mit seinen selbst entworfenen Outfits

Antoine Tamestit im Konzerthaus

In der erfolgreichen Konzertreihe „Junge Wilde“ des Dortmunder Konzerthauses gastiert ein gestandener Professor. Der Franzose Antoine Tamestit ist einer der gefragtesten Solisten auf der Bratsche. Er wurde von Tabea Zimmermann ausgebildet und ist mehrfacher Preisträger internationaler Wettbewerbe. Wenn er nicht mit Größen wie Gidon Kremer,

Cameron Carpenter in der Philharmonie Köln

Der Vater von Cameron Carpenter war Ofenbauer. Den Handwerksbetrieb wollte der Sohn gewiss nie übernehmen. Dafür verwandelt Carpenter die Orgel in ein heißes Gerät, wenn der Amerikaner mit schier unglaublicher Virtuosität über die Tasten und Pedale fliegt, sei es bei J.S. Bach, in den Arrangements von Chopins „Revolutionsetüde“ und Songs von Kate Bush. Zudem sorgt er mit seinen selbst entworfenen Outfits

Tonhalle, Düsseldorf

Diese Halle greift nach den Sternen. Die heutige Düsseldorfer Tonhalle entstand Mitte der 1920er Jahre als Planetarium. Am Rheinufer gelegen, gesäumt von Ausläufern des Hofgartens, eingebettet in den von Wilhelm Kreis entworfenen Ehrenhof-Komplex und in Blickkontakt zur Kunstakademie,

Ruhr Museum, Essen

Das Ruhr Museum zeigt mit über 6.000 Exponaten die Geschichte des Ruhrgebiets im Gebäude der ehemaligen Kohlenwäsche der Zeche Zollverein. In dem komplexen Übertagegebäude auf Schacht XII folgt der Besucher dem Weg der Kohle und steigt in die Geschichte hinab. Die ehemalige Kohlenwäsche wurde vom Architekten Rem Koolhaas umgebaut und ist über eine orangefarbene Rolltreppe erreichbar.

Wuppertaler Bühnen

Die Wuppertaler Bühnen sind bekannt für die intensive Zusammenarbeit der Sparten Schauspiel und Oper. Interdisziplinäre Projekte entstehen in beiden Häusern, zusammen mit Kooperationspartnern aus dem kulturellen Umfeld des Theaters. Der Focus des Musiktheaters liegt dabei auf den Ethnien, die in den heutigen Großstädten

Sigmar Polke

Sigmar Polke war der Ironiker unter den Malerstars. Ein Mann, der dem hehren Geschäft des Kunst-Machens mit guter Laune nachging. Er galt als großer Experimentator, dem die Chemie zum „Malen“ von Bildern und das Riffelglas zum Erzeugen von Wackelbildern dienten. Obwohl er in Rankings stets an vorderster Stelle geführt wurde, hatte er sich das Lachen über Kunst und Gesellschaft bewahrt. Sigmar Polke spielte, wo andere kämpften.

Kunstmuseum Bonn

Schon das Äußere macht Eindruck. Vis-a-vis der schlichten Bundeskunsthalle plante Axel Schultes seinen bewegten Bau für das Bonner Kunstmuseum mit Wellen und Windungen, mit großen Fensterflächen und unregelmäßig gruppierten Säulen. Im Inneren findet sich ein anspruchsvolles, fließendes Raumkonzept

Museum Insel Hombroich, Neuss

Karl Heinrich Müller nannte seine Stiftung Insel Hombroich „einen offenen Versuch“ und ergänzte: „Sie ist kein Muss, sondern ein Darf. Sie ist nicht entweder oder, sondern sowohl als auch.“

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GEMISCHTE TÜTE