Fast zwanzig Jahre lang hat der finnische Dirigent Esa-Pekka Salonen aus der bis dahin hörenswerten Los Angeles Philharmonic einen Spitzenorchesterapparat gemacht. Eben das hat er seit 2008 auch mit dem Londoner Philharmonia Orchestra vor. Die ersten Ergebnisse dieses brillanten Feuerkopfes sind bei einem dreitätigen Gastspiel zu hören, das den Auftakt einer auf drei Jahre angelegten „Residenz“ von Salonen stellt. Bei den ersten beiden Konzerten steht ihm u.a. der finnische Pianist Antti Siirala zur Seite – bei Schumanns Klavierkonzert. Nach Ausflügen in die klassische Moderne mit Ravel und Debussy folgt am Finaltag dann die halbszenische Aufführung von Wagners „Tristan und Isolde“ – in der international viel beachteten Inszenierung von Peter Sellars im Bühnenbild des Videokünstlers Bill Viola. Mit Christine Brewer als Isolde und Gary Lehman als Tristan hat Salonen zwei Wagner-Stimmen der Luxusklasse ausgewählt.
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