Das „LaSalle-Quartett“ in Bonn

Vor dreißig Jahren ging in Bonn ein Beben durch die Streichquartett-Gattung. Am 2. Juni 1980 hob das LaSalle-Quartett beim Beethovenfest Luigi Nonos „Fragmente – Stille, An Diotima“ aus der Taufe. Mit der von Beethoven ausgeliehenen Vortragsbezeichnung „Mit innigster Empfindung“ mussten die Musiker in zerbrechlich-intime Klangwelten vordringen, die Nono in der Partitur mit Hölderlin-Zitaten unterlegt hatte. Damals war der Aufschrei bei denjenigen groß, die Nono auch wegen seines klassenkämpferischen Engagements bewunderten. Doch Nono reagierte gelassen: „Ich habe mich keinesfalls verändert…Ich will die große, aufrührerische Aussage mit kleinsten Mitteln“. Heute gehört das Stück zu den Meilensteinen der Neuen Musik –gespielt wird es, neben Werken von Ockeghem, Verdi und Beethoven, beim Beethovenfest vom Minguet Quartett.

Weitere Informationen zum Beethovenfest finden sich hier.

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Beethoven-Haus, Bonn

Ein paar Schritte von Markt und Rathaus auf der Bonngasse gelegen, ist das Geburtshaus Ludwig van Beethovens eine Gedenkstätte von hohem Rang und Anziehungspunkt der Musikstadt Bonn. Das Museum beherbergt die größte Beethoven-

Christopher Hogwood dirigiert in der Beethovenhalle

Der englische Dirigent und Cembalist gilt als Karajan der Alten Musik. Christopher Hogwood hat in über 200 Aufnahmen mit der von ihm 1973 gegründeten Academy of Ancient Music Maßstäbe gesetzt, was die gut informierte historische Aufführungspraxis angeht. Mit seinem erfrischenden Denken und Musizieren hat Hogwood aber nicht nur das Barock-Repertoire

Ludwig van Beethoven

Mit 16 Jahren machte sich Ludwig van Beethoven 1787 von seiner Geburtsstadt Bonn aus nach Wien auf. Der Weg führte sofort zum verehrten Wolfgang Amadeus Mozart. Mozart erkannte dessen Genius sofort: „Auf den gebt Acht, der wird einmal in der Welt von sich reden machen.“

Tobias Koch im Kulturforum Franziskanerkloster

Tobias Koch gehört neben Kollegen wie Andreas Staier und Jos van Immerseel zu den Pianisten, die das Image der historischen Flügel gehörig korrigiert haben. Verband man mit dem Hammerflügel lange einen eher tapsig klopfenden Klang, hat Tobias Koch inzwischen gezeigt, dass man auf den zwei Jahrhunderte alten Antiquitäten auch romantisch einfühlsam „singen“ kann.

Brittens „War Requiem“ in der Friedenskirche

Zu den bedeutendsten Chorwerken, die auf die Katastrophen des 20. Jahrhunderts reagiert haben, gehört das „War Requiem“ von Benjamin Britten. Komponiert zur Erinnerung an den Luftangriff auf Coventry im Jahr 1940 und zur Einweihung der dort wieder aufgebauten Kathedrale, wurde das riesige, immer noch erschütternde Werk 1962

Martin Stadtfeld in der Historischen Stadthalle

Martin Stadtfeld kommt von Bach nicht los. Das ist auch gut so! Man hört seinem Spiel an, warum J.S.B. für ihn ein „Glückskomponist“ ist. Jetzt ist Stadtfeld mit zwei unterschiedlichen Bach-Programmen unterwegs. In Essen gastiert er mit dem Philharmonischen Kammerorchester München, um den beschwingt virtuosen Charakter und die verführerisch zärtliche Melodik

Alan Gilbert und Lang Lang in der Tonhalle

Als Alan Gilbert 2009 zum Chef der New Yorker Philharmoniker berufen wurde, war die Fachwelt zunächst überrascht. Der bis dahin kaum bekannte Mann übernahm ein Amt, das zuvor ausschließlich weltbekannte Dirigenten inne hatten – von Toscanini über Bernstein bis Kurt Masur und Lorin Maazel.

Theater Hagen

Vier freizügige antike Musen der Hagener Bildhauerin Milly Steger bewachen den Haupteingang des Theater Hagen, das ursprünglich aus dem Jahr 1911 stammt und heute hinter der jugendstilgeschmückten Fassade über 800 Plätze verfügt. Ein festes Musiktheater-Ensemble bedient

Claudio Bohórquez im Zeughaus

Mit seiner Mähne und dem smarten Lächeln könnte er als Latin-Pop-Lover durchgehen. Doch auch wenn in Claudio Bohórquez peruanisch-uruguayanisches Blut fließt, fangen bei ihm die Cello-Saiten nicht an zu schwitzen. Bohórquez´ Spiel zeichnet vielmehr einnehmendes Melos und hochgespannte Verve aus, so dass Oberflächenglanz

Grigory Sokolov in der Tonhalle

61 Jahre ist Grigory Sokolov alt. Immer noch sieht er jeden Tag als vertan an, wenn er nicht Klavier spielt. Für ihn ist das Musikmachen nicht Beruf geworden, sondern Berufung geblieben. Sokolov ist einer der ganz wenigen unter den bedeutendsten Pianisten unserer Zeit, für den ausnahmslos das Wahre in der Musik zählt. Allen medialen Ablenkungen widersetzt

Grigory Sokolov in der Philharmonie Köln

61 Jahre ist Grigory Sokolov alt. Immer noch sieht er jeden Tag als vertan an, wenn er nicht Klavier spielt. Für ihn ist das Musikmachen nicht Beruf geworden, sondern Berufung geblieben. Sokolov ist einer der ganz wenigen unter den bedeutendsten Pianisten unserer Zeit, für den ausnahmslos das Wahre in der Musik zählt. Allen medialen Ablenkungen widersetzt

Angela Gheorghiu in der Philharmonie Essen

Aus ärmlichen Verhältnissen stammt die gebürtige Rumänin Angela Gheorghiu. Heute verkörpert die Sopranistin Glamour und Ruhm. Gheorghiu genießt das Diven-Dasein. Was schon ein selbstbewusster Star-Dirigent wie Riccardo Muti zu spüren bekam, als Gheorghiu ihm klar machte, dass sie noch anderes zu tun hätte, als andauernd eine bestimmte Arie

Lucia Aliberti in der Mercatorhalle im Citypalais

Vor zwanzig Jahren begann die atemberaubende Karriere der aus Sizilien stammenden Sopranistin Lucia Aliberti. Seitdem hat sie von der New Yorker Met bis zum Londoner Covent Garden an allen großen Opernhäusern gesungen, wo sie mit Belcanto-Kunst de luxe triumphiert.

WDR-Funkhaus am Wallrafplatz, Köln

Das Funkhaus Wallrafplatz wurde 1948 – Köln liegt zu dieser Zeit noch in Schutt – auf Initiative des Intendanten Hanns Hartmann nach Entwürfen des Architekten Peter Friedrich Schneider auf den Trümmern des Hotels Monopol gebaut. Im August 1950 wurde der Große Sendesaal

„Der ferne Klang“ von Franz Schreker in Bonn

Das Bonner Opernhaus hat sich auf das selten gespielte Repertoire des frühen 20. Jahrhunderts spezialisiert. Nach „Irrelohe“ von Franz Schreker kam nun auch dessen erste Oper „Der ferne Klang“ zur Premiere, die 1912 dem in der Nazizeit verfemten Künstler den Durchbruch verschaffte.

Theater Duisburg

Die Vorderfront des Theater Duisburg erinnert an die Tempeleingänge der Antike: Über sechs ionischen Säulen ruht der Dreiecksgiebel auf dem in großen Lettern ein Zitat von Friedrich Schiller aus der „Huldigung der Künste“ steht und die Zuschauer einlädt, auf 1117 Plätzen „das große Spiel der Welt“ zu sehen und anschließend „reicher in sich selbst zurück zu kehren“.

Philharmonie Essen

In direkter Nachbarschaft zum Aalto-Theater am südlichen Rand der Essener Innenstadt gelegen, hat die Philharmonie Essen unter der Leitung von Dr. Johannes Bultmann in ihrer inzwischen sechsten Saison regelmäßig berühmte Dirigenten, Orchester und Solisten zu Gast: Von den Wiener Philharmonikern über die Dirigenten Lorin Maazel und Kurt Masur bis hin zu namhaften Pianisten wie András Schiff

Wuppertaler Bühnen

Die Wuppertaler Bühnen sind bekannt für die intensive Zusammenarbeit der Sparten Schauspiel und Oper. Interdisziplinäre Projekte entstehen in beiden Häusern, zusammen mit Kooperationspartnern aus dem kulturellen Umfeld des Theaters. Der Focus des Musiktheaters liegt dabei auf den Ethnien, die in den heutigen Großstädten

Antoine Tamestit im Konzerthaus

In der erfolgreichen Konzertreihe „Junge Wilde“ des Dortmunder Konzerthauses gastiert ein gestandener Professor. Der Franzose Antoine Tamestit ist einer der gefragtesten Solisten auf der Bratsche. Er wurde von Tabea Zimmermann ausgebildet und ist mehrfacher Preisträger internationaler Wettbewerbe. Wenn er nicht mit Größen wie Gidon Kremer,

Theater Krefeld / Mönchengladbach

Die älteste Theaterehe Deutschlands wurde 1950 geschlossen: Am 19. April unterzeichneten die Städte Krefeld und Mönchengladbach einen Theatervertrag und feiern demnach bald diamantene Hochzeit. Unter dem Namen „Vereinigte Bühnen Krefeld und Mönchengladbach“ zeigt das Dreispartenhaus

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