Genau 97 Jahre liegen zwischen Claude Debussys Flötenstück „Syrinx“ und Pèter Köszeghys „Pan Satyros“ für Flöte und Harfe. Auch wenn beide Komponisten für ihre Stücke die griechische Mythologie befragt haben, liegen doch Welten zwischen ihnen. Wollte Debussy 1913 noch instrumental eine exotisch-romantische Geschichte erzählen, hat sich Köszeghy für sein Duo von den abstrakten Klangwelten des Moderne Musik-Pioniers Edgard Varèse beeinflussen lassen. In dem Spannungsfeld zwischen Assoziation und Befreiung bewegt sich überhaupt das Programm, das von dem Trio um die Flötistin Camilla Hoitenga (s. Foto) mit Schlüsselwerken der Neuen Musik zusammengestellt wurde. So führt der Weg von Varèses Flöten-Klassiker „Density 21.5“ über den Minimalisten Giacinto Scelsi bis zu seinen aktuellen Seelenverwandten Gordon Sherwood und Miquel G. Lorca.
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