Martin Kippenberger
Martin Kippenberger war als Künstler in keinem bestimmten Genre, sondern fast überall zuhause. Der 1953 geborene Dortmunder studierte in Hamburg nach einer gescheiterten Lehre als Schaufenster-Dekorateur Kunst bei Franz Erhard Walther und Rudolf Hausner.
Clint Eastwoods „J. Edgar" Hoover
Was für ein Mann war der FBI-Chef J. Edgar Hoover? Clint Eastwood gibt in seinem klassisch erzählten Biopic eine brillante Antwort. Alles andere als eine Demontage, aber ein düsteres, ein Männlichkeitsbild durchleuchtendes, psychologisch grundiertes Tiefenporträt.
Die „Lit.Cologne“ 2012
Es herrscht mal wieder literarischer Ausnahmezustand in Köln, zum zwölften Mal lockt die „Lit.Cologne“ mit interessanten Lesungen und Begegnungen, spannenden Gästen und großen Namen. Auf dem Programm des „größten Literaturfests Europas“ stehen 172 Veranstaltungen; 73 davon richten sich an Kinder und Jugendliche,
Fazil Say in der Philharmonie Köln
Als George Gershwin 1928 nach Europa aufgebrochen war, um in Paris bei Maurice Ravel zu studieren, wurde er von ihm mit den Worten abgewiesen: „Warum wollen Sie ein zweitrangiger Ravel werden, wo Sie doch ein erstrangiger Gershwin sind?“ Recht hatte Ravel. Gershwin war bereits 1924 mit der „Rhapsody in Blue“ ein Welt-Hit geglückt, vibrierend in Jazz und Blues,
Yasmina Rezas „Der Gott des Gemetzels“ im Schauspielhaus
So hat man Yasmina Rezas garstige Komödie "Der Gott des Gemetzels" noch nicht gesehen. Statt in einem konkreten Pariser Salon, in dem sich zwei Elternpaare treffen, um über die Missetat ihrer Söhne zu rechten, ist am Schauspiel Dortmund eine antike Agora gebaut, auch wenn diese wie ein TV-Studio aussieht.
„Virtueller Wahnsinn – Mein Leben im Internet“ im KJT Dortmund
David Beyer betrachtet in seiner am Dortmunder KJT entstandenen Stückentwicklung mit jungen Leiten den „Virtuellen Wahnsinn – Mein Leben im Internet“. 16 Jugendliche haben den zwischen Doku-Theater, Kunst-Perfomance, Choreographie und Poetry Slam angesiedelten Abend zusammen mit Theatermachern entwickelt.
„Verblendung“ von David Fincher
David Fincher hat Stieg Larssons Roman „Verblendung“, Teil Eins der Trilogie der Millennium-Thriller, neu verfilmt. Hauptfiguren sind der investigative Journalist Blomkvist (Daniel Craig) und das Punk-Girl Lisbeth Salander (Rooney Mara).
Lambchop in der Kulturkirche
Für seinen Flüsterton hat Kurt Wagner eine simple Erklärung. Er könne einfach nicht singen. Auch seine Kollegen schlagen nicht gerade Radau. Eigentlich werfen Lambchop eher die Frage auf, wie eine zwölfköpfige Band so leise sein kann. Und so gut.
Lambchop im Zakk
Für seinen Flüsterton hat Kurt Wagner eine simple Erklärung. Er könne einfach nicht singen. Auch seine Kollegen schlagen nicht gerade Radau. Eigentlich werfen Lambchop eher die Frage auf, wie eine zwölfköpfige Band so leise sein kann. Und so gut.
The Maccabees im Gebäude 9
2005 als ziemlich normale Indie-Band gestartet, sind die Maccabees inzwischen Stammgäste im britischen Feuilleton, spielen Live-Gigs in den Studios der BBC und arbeiten mit Produzenten, die es unter Arcade-Fire-Niveau normalerweise nicht machen. Das neue Album "Given to the Wild" wird diesen Trend eher noch anfachen.
Stéphane Hessel in der Lichtburg
Alte Männer braucht das Land. Sie sitzen in Talkshows und werfen abgeklärt mit Lebenserfahrung um sich, so dass berufsjugendliche Generalsekretäre nur noch in Deckung gehen können. Stéphane Hessel würde, anders als Helmut Schmidt oder Peter Scholl-Latour, in Deutschland wahrscheinlich nicht auf der Straße erkannt. Man kennt ihn eher als Literat – seine Streitschrift „Empört Euch!“
Isaak Babels „Marija“ von Andrea Breth in Düsseldorf
„Marija“, von Isaak Babel 1935 verfasst, entwirft mit 22 Figuren ein Gesellschafts-Panorama aus dem revolutionären Petrograd des Jahres 1920. Acht knappe Stationen im Aufriss. Im Düsseldorfer Schauspielhaus inszeniert Andrea Breth, die nach mehr als zehn Jahren am Wiener Burgtheater erstmals am Gründgens-Platz arbeitet.
Wagners „Tristan“ in Essen
Barrie Kosky begegnet Wagners "Tristan und Isolde"-Rausch mit klaren, ästhetischen Bildern und wendet die Spannung des Werks nach innen. Es sei eine Oper, so der Regisseur, besessen vom Vorgang des Lauschens und Hörens. Das wird am Essener Aalto-Theater grandios sichtbar.
„Ziemlich beste Freunde“ von Nackache und Toledano
15 Millionen Franzosen haben diesen Film gesehen und mehr und besser gelacht, als wenn sie sich über die Provinzler aus Nord-Pas-de-Calais amüsieren. Die Geschichte von "Ziemlich beste Freunde" ist simpel, aber wirksam. Und beruht auf einem Schwarzweiß-Schema: Arm trifft Reich, Gesund trifft Krank.
„Figaro“ im Düsseldorfer Schauspielhaus
Im Schauspielhaus läuft dieser „Figaro“. Schließlich ist das Stück über den „Tollen Tag“ im Hause des Grafen Almaviva ursprünglich fürs Theater von Pierre Caron de Beaumarchais geschrieben, woraus danach die Oper von Mozart mit dem Libretto von da Ponte wurde. „Entschlackt, verspielt und intelligent“, urteilt die „Rheinische Post“ über Markus Bothes Inszenierung der am Ständesystem rüttelnden Verwechslungskomödie, in der Graf und Gräfin, Figaro und Susanna Liebe, Kuppelgeschäfte und Eifersucht vor dem Hintergrund einer feudalen Gesellschaft im Wandel durchleben.
„Tage des Verrats“ von und mit George Clooney
„Tage des Verrats“ heißt im Original „The Ides of March“ und bezieht sich auf den römischen Kalender des Jahres 44 vor Christus: Damals wurde Gaius Julius Caesar ermordet. George Clooneys eleganter, die Spannung konzentriert steigernder Film erzählt von einem US-Senator und seinem Medienberater im Vorwahlkampf um das Weiße Haus.
"Vor dem Gesetz" im Museum Ludwig
Kasper König geht. Es sind zwar noch ein paar Monate, bis der hoch angesehene Museumsmann den Chefsessel im Museum Ludwig verlässt. Doch jetzt schon schickt der 68-Jährige einen Abschiedsgruß vorweg – mit seiner letzten programmatischen Ausstellung „Vor dem Gesetz“. Heiter ist der ganz und gar nicht.
„Der ferne Klang“ von Franz Schreker in Bonn
Das Bonner Opernhaus hat sich auf das selten gespielte Repertoire des frühen 20. Jahrhunderts spezialisiert. Nach „Irrelohe“ von Franz Schreker kam nun auch dessen erste Oper „Der ferne Klang“ zur Premiere, die 1912 dem in der Nazizeit verfemten Künstler den Durchbruch verschaffte.
Johann Strauß’ „Die Fledermaus“ in Essen
Am Aalto-Theater bedient Gil Mehmert mit Johann Strauß’ Meisteroperette „Die Fledermaus“ die Erwartungen an ihn als Show-Spezialist verschwenderisch. Eine Bilderflut ergießt sich über die Bühne, Verwandlungen halten Schnürboden und Unterbühne in Bewegung, das Personal ist perfekt choreographiert.
"Franziskus - Licht aus Assisi" im Diözesanmuseum
Mitte 20 war er und psychisch ziemlich angeschlagen – da muss es passiert sein. Giovanni Battista Bernardone, vom Vater nur „Francesco“ genannt, begegnet im Armenviertel von Assisi einem Aussätzigen. Zunächst empfindet er nur Ekel, dann aber umarmt er den Kranken.
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